Sie wollen regelmäßig bloggen, um sich als Expertin für Ihr Thema zu zeigen. Sie wissen, dass solche Blogbeiträge nicht nur interessant geschrieben sein sollten, sondern Ihren Lesern auch einen konkreten Nutzen bieten sollten.

Die Frage, die immer auftaucht: Wie kommen Sie auf so viele Ideen, dass Sie Monate und Jahre immer wieder neue interessante Blogbeiträge liefern können?

Dazu gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Sie greifen Themen auf, die gerade bei Ihren Kunden heftig diskutiert werden, die gesellschaftlich aktuell sind, die Ihnen zufällig über den Weg stolpern… Ich persönlich greife auch immer wieder mal spontane Einfälle auf, auch wenn die meine Planung unterbrechen.

Sie können aber nicht immer auf solche Eingebungen oder Begegnungen hoffen und müssen daher Ihre Beiträge auch planen.

Dazu können Ihnen verschiedene Kreativitätstechniken helfen.

*Hinweis:
Ich schreibe in diesem Beitrag immer von Blogbeiträgen, aber Sie können mit der hier vorgestellten Methode natürlich auch für jedes andere Thema Ideen entwickeln.

Werden Sie konkret und gehen Sie in die Tiefe

Doch ein Tipp schon mal vorweg: Wenn Sie Ihre erste Themensammlung später anschauen, prüfen Sie, ob diese Themen sehr allgemein gehalten sind. Oft sind solche Themen nämlich viel zu groß, was dazu führt, dass Sie an der Oberfläche bleiben. Und somit Ihren Lesern oft nichts wirklich Neues bieten.
Wenn Sie beispielsweise zum Thema Zeitmanagement den Tipp geben, dass man Prioritäten setzen muss, dann löst dass nur ein großes Gähnen bei Ihren Lesern aus.
Die Frage ist doch, WIE können Ihre Leser das machen? Dazu gibt es verschiedene Methoden, die Sie nun vorstellen könnten. Aber auch die sind nicht immer neu. Also müssen Sie noch tiefer graben bzw. einen einzigen kleinen Aspekt herausgreifen (oder mehrere, denn dann haben Sie gleich mehrere Blogthemen). Und Ihre Leser haben einen wirklichen Nutzen.

Bei dem Beispiel könnte das sein: Was hindert Sie daran, die ABC-Prioritäten einzuhalten? Oder: Was ist die Schwierigkeit bei der Methode xy und wie Sie diese meistern können. Oder: „Wie machen Sie einen realistischen Tagesplan?“ Oder: „Sind Sie der Listen-Typ oder planen Sie besser mit einem Mind Map?“ usw. Brechen Sie Ihr Thema so klein wie möglich herunter und gehen Sie dafür mehr in die Tiefe. Werden Sie ganz konkret, dann können Ihre Leser es sofort umsetzen und ausprobieren. Und Sie haben nicht den 300. Beitrag zu den ABC-Prioritäten geschrieben, die man im Netz findet.

Was wollen Sie erreichen?

Vorher aber noch eins: Überlegen Sie auch, was Sie mit Ihren Blogbeiträgen erreichen wollen. Sie wollen vielleicht Ihren potenziellen Kunden oder Teilnehmern zeigen, dass Sie von einem bestimmten Thema Ahnung haben. Und Sie wollen die Leser vielleicht auch dazu bewegen, sich zu einem Ihrer Seminare anzumelden oder Ihr Produkt zu kaufen.

Dann sollten Ihre Blogbeiträge natürlich auch mit dem Seminarthema oder Ihrem Produkt zu tun haben.

Das erscheint vielleicht völlig banal, ich habe aber selbst das lange Zeit völlig außer Acht gelassen. Ich war froh, wenn mir irgendein Thema einfiel und schrieb zum Beispiel was über Kreativitätstechniken, während als nächstes aber ein Seminar für Online-Trainer starten sollte. Daher dieser Tipp J.

 

Kunterbunt Themen sammeln

Im ersten Schritt sammeln Sie aber einfach drauf los. Das Konkretisieren und Runterbrechen kann Ihnen zwar in dieser Phase vielleicht auch schon helfen, aber machen Sie sich keinen Stress, schreiben Sie in der Brainstorming-Phase erst einmal ALLES auf, was Ihnen in den Sinn kommt. Das Fine Tuning kommt anschließend.

Um Themen zu sammeln, stelle ich Ihnen zwei verschiedene Kreativitätsmethoden vor. Heute gibt es die erste und im nächsten oder übernächsten Newsletter die zweite Methode.

 

ABC Liste

Diese Methode ist absolut simpel und gleichzeitig wirkungsvoll.

Sie nehmen ein Blatt Papier und einen Stift und schreiben untereinander das Alphabet, in jede Zeile einen Buchstaben. Mit der Hand.

Klar könnten Sie das auch am PC machen. Es empfiehlt sich aber sehr, diese Übungen auf Papier zu machen. Denn beim Schreiben mit der Hand werden andere Gehirnareale angesprochen als beim Tippen in den PC, die für Kreativität hilfreich sind.

Außerdem ist es eine wichtige Grundlage für kreative Idee, eben mal etwas anders zu machen als normalerweise.  Es kann auch zusätzlich ein anregender Impuls sein, sich an einen anderen Platz als sonst zu setzen. Ins Wohnzimmer statt an den Schreibtisch, vielleicht auch in ein Café, wo auch immer Sie für eine Weile kreativ sein können.

  1. Sie nehmen sich also das Blatt und überlegen, zu welchem Bereich oder Ziel Sie schreiben wollen.
  2. Sie gehen dann Buchstaben für Buchstaben durch und überlegen, was fällt Ihnen dazu ein, das mit A anfängt, mit B usw. Es können ruhig mehrere Wörter zu jedem Buchstaben geschrieben werden, notfalls schreiben Sie ein zweites Blatt.

In dieser Phase geht es erst einmal darum, so viele Ideen wie möglich zu sammeln, ohne jede Vorsortierung oder Bewertung. Dabei können auch Ideen oder Stichworte aufploppen, wo Sie im ersten Moment denken: „Das hat doch überhaupt nichts mit dem Thema zu tun!“ Schreiben Sie es trotzdem auf, irgendwo hängt da vielleicht eine verborgene Assoziation dran, die durchaus mit dem Thema zu tun hat und die Ihnen später dann vielleicht bewusst wird.

Ich nehme noch mal das Beispiel „Zeitmanagement“. Was fällt mir dazu ein (ich mache das jetzt tatsächlich aktuell, während ich den Beitrag schreibe.

A – Anfang, ABC-Prioritäten, Aufgaben, Ablage, Aufschieberietis

B – Ballast, Befindlichkeit, Beruf, B-Priorität, Bullet-Journal usw.

Ich stoppe hier schon mal, um Ihnen weiteres dazu zu erklären.

Die Worte alleine sagen erst mal nicht viel zum Thema Zeitmanagement, lösen aber bei mir sofort weitere Assoziationen aus. Und das ist dann gleich der nächste Schritt:

  1. Sie schreiben Arbeits-Titel zu Blogbeiträgen, die aus diesen Begriffen entstehen. Auch hier können es ruhig mehrere Titel sein, die Ihnen zu einem Wort einfallen.

Hier wieder einige Beispiele:

Zum ersten Begriff „Anfang“

  1. Womit fange ich an?

Das kann sich auf den Tagesstart beziehen, auf eine bestimmte Projektplanung oder anderes.

Das wären schon mindestens 2 Themen: „Wie starte ich meinen Arbeitstag?“ und „Wie fange ich mit einer Projektplanung an?“

Weiter fällt mir dazu auch gleich das Thema „Lerche“ oder „Eule“ ein. Bin ich ein Morgenmensch, dann fange ich morgens am besten mit dem Wichtigsten an oder mit dem, wo ich die meiste Konzentration brauche etc. Daraus können sich gleich mehrere Blog-Themen entwickeln.

  1. Womit fange ich an, wenn ich auf meine endlos lange To-Do Liste schaue?

Hier könnte es um verschiedene Prioritäten-Modelle gehen oder darum herauszufinden, zu welchen Zeiten bin ich besonders konzentriert- dann die schwierigen Aufgaben anpacken etc.

  1. Der Anfang ist immer am schwersten.

Daraus kann ein Beitrag werden, dass man bestimmte Aufgaben immer aufschiebt, weil man sich davor graust und wenn man dann mal endlich anfängt merkt, dass es überhaupt nicht so schwierig oder langatmig war, wie befürchtet.

  1. Den Tag mit einem Mind Map beginnen, auf dem alle Aufgaben notiert sind. (Dazu habe ich beispielsweise mal einen Blog-Beitrag geschrieben: Kein Tag ohne Mind Map.)
  1. Die Tagesplanung in einem Bullet Journal notieren und morgens als erstes schauen, was ist vom Vortrag auf heute verschoben.
    Zum Thema „Bullet Journal“ könnte ich ganz viele Beiträge schreiben, da es sehr verschiedene Aspekte hat.

Zum zweiten Begriff „Ablage“

Einige Themen, die mir dadurch einfallen

  1. Ablagekörbe und ein bestimmtes System.
  2. Steh-Registratur statt Ordner-System: Classei oder Mappei System vorstellen
  3. Suchen, suchen, suchen (Probleme, wie viel Zeit man mit Suchen verbindet, wenn man keine vernünftige Ablage hat)
  4. Wie ordnen Sie Ihre Buchungsbelege?
  5. Wie sieht Ihr Schreibtisch aus? Sind Sie eher ein Voll-Tischler oder ein Leer-Tischler?
  6. Zeigt her eure Schreibtische

Hier können Sie die Leser auffordern, Fotos von Ihren Schreibtischen zu posten – oder wenn das Thema Ordnung war, vorher-nacher.

Usw.

Ich denke, das reicht als Beispiel! Aus nur 2 Stichworten sind schon 15 Ideen für 15 Blogbeiträge gekommen.

Was ich damit zeigen wollte: die Themen, die Ihnen aufgrund des EINEN Wortes einfallen, müssen überhaupt nichts mit dem Wort zu tun haben, es dient oft nur als Sprungbrett. Aber Ihnen fallen sofort Mikro-Themen aus Ihrem Bereich ein.

Und plötzlich haben Sie statt eines allgemeinen Blah-Blah Beitrags, wie wichtig Prioritäten sind, 10 sehr konkrete Blogbeiträge, die Ihren Lesern wirklich bei Ihrem Problem helfen!

Ich habe es dann flugs noch mal zu meinem Thema „Online-Seminare“ gemacht, nun habe ich Themen für das nächste Jahr.

Dazu nur 2 Beispiele, die Ihnen vielleicht besonders befremdlich erscheinen.

Jodeln“ – da denken Sie sicher, das geht ja nun nicht online!
Meine Assoziationen sind aber folgende:
1. Fällt mir ein Chorleiter und Obertonsänger ein, der auch zwischendurch mal jodelt. Davon gibt es sicher ein Video, das ich in einem Webinar einsetzen könnte.

  1. Kann man theoretisch auch in Online-Seminare singen, warum dann nicht auch jodeln, wenn es zum Thema passt. Neulich habe ich Dozenten für Niederdeutsch zu Webinar-Trainern ausgebildet, wenn ich eine Truppe für Süddeutsche Traditionen hätte, könnte auch Jodeln dabei sein J.

„Jonglieren“

1. Fällt mir dazu ein Flipchart ein, das ich mal zum Thema „Lerntypen“ gestaltet habe, wo die Figur mit Jonglierbällen spielt.

  1. Fällt mir dazu eine Webinar-Methode ein, wo wir quasi mit dem Pointer Ball spielen.
  2. Fällt mir dazu ein Webinar von Sandra Dirks ein, dass Sie mal nannte: „Alles, außer Ballwurf“. Nun kann ich sogar das widerlegen.
  3. Fällt mir eine Folie aus meinen Webinaren ein, wo ich einen Trainer mit Jonglierbällen gezeichnet habe. Da geht es um das Thema: „Welche Aufgaben und Fähigkeiten braucht ein Online-Trainer?“

 

Legen sie los!

So, nun sind Sie dran. Schnappen Sie sich ein Blatt Papier, schreiben Sie untereinander das Alphabet und sammeln Sie Stichworte zu Ihrem Thema, zu dem Sie etwas schreiben wollen. Sie werden überrascht sein, wieviel Ihnen dazu einfällt.

Auch wenn Sie diese Methode schon kennen, machen Sie es! Ich kenne diese Methode schon lange, aber wie so oft, habe ich sie für das Thema „Themen für Blogbeiträge“ noch nie genutzt. Aber ab heute!

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