Sie haben sicher auch schon mal gehört oder gelesen, dass Menschen auf dem Sterbebett nicht bedauern, was sie vielleicht falsch gemacht haben, sondern was sie versäumt haben. Dass viele ihre Lebensträume nicht verwirklicht haben, Risiken vermieden haben.

Passend dazu fällt mir immer ein Zitat von Stephen Covey ein: „Niemand bedauert auf dem Sterbebett nicht mehr Zeit im Büro verbracht zu haben.“

Ich finde, das trifft es auf den Punkt.

In Vorbereitung meines alljährlichen Online-Seminars zu einem kreativen Jahreswechsel (Rückschau 2018 und Planung 2019) stieß ich dann zufällig auf das Thema „Lebensträume“. Und wie so oft, fielen mir dann sofort diese Übungen dazu ein, die ich Ihnen in diesem Blogbeitrag schon vorstellen möchte.

  1. Lebensträume – Rückschau

Nehmen Sie sich 10-15 Minuten Zeit, nehmen Sie Ihr Kreativ-Heft, Ihr Tagebuch oder auch nur ein Blatt Papier und schreiben Sie eine Liste oder ein Mind Map®.

Welche Lebensträume haben Sie im Laufe Ihres Lebens schon verwirklicht?

Bei mir stand beispielsweise an 1. Stelle meine Sahara – Reisen. Von Kindheit an wollte ich in die Wüste (wohl inspiriert durch Pferde-Bücher, die ich gelesen hatte) und war dann 10-mal mit Beduinen und Kamelen in der Sahara.

Ich bin vor Jahrzehnten aufs Land gezogen und wohne in der Natur.

Ich verbringe jedes Frühjahr und Herbst in einem warmen südlichen Land (inzwischen vor allem in der Türkei), wo ich ein wunderschönes Dorf am Meer gefunden habe, ohne Massentourismus in einem Naturschutzgebiet.

Es sind aber auch kleiner Dinge wie: in Chören gesungen, eine Ausstellung meiner Bilder, tolle Ausbildungen und Fortbildungen, die ich mir gegönnt habe.

Also, legen Sie eine solche Liste an und freuen Sie sich.

Und klopfen sich auf die Schulter, dass Sie Ihre Träume angegangen sind, dass Sie offensichtlich etwas dafür getan haben, Sie auch wirklich umzusetzen.

Eine Entscheidung treffen und konkrete Schritte tun

Denn das ist der ganze Zaubertrick. Ich treffe immer wieder Menschen, die „neidisch“ sind, die sagen: du hast es gut, du bist 3 Monate im Jahr in der Türkei.

Ja, aber das flog mir nicht zu. Dazu braucht es auch schon einen konkreten Einsatz.

Dazu finden Sie weiter unten ein 5 Schritte-Programm.

  1. Lebensträume – Planung

Schreiben Sie eine Liste oder ein Mind Map®, welche Lebensträume Sie noch haben. Auch wenn Sie wahrscheinlich zuerst denken, ach, jetzt ist es zu spät. Ich bin schon…. Jahre alt, ich habe Familie, alte Eltern, einen Hund, was auch immer, die Sie scheinbar hindern.

Blenden Sie das alles für einen Moment aus und schreiben Sie eine Liste, was würden Sie gerne machen, wenn Sie mal nicht an Zeit, Geld, konkrete Lebensumstände denken?

Sie kennen vielleicht auch den Film „Das Beste kommt zuletzt“, wo 2 krebskranke Männer eine Bucket-List anlegen, eine Liste, was sie gerne tun würden, bevor sie den Löffel abgeben. (Falls Sie den Film noch nicht kennen, unbedingt ansehen.)

 Er ist einfach ganz zauberhaft, ermutigend, gute Laune zaubernd und sehr berührend, mit den beiden hervorragenden Schauspielern Jack Nicholson und Morgan Freeman.
Da der eine auch genug Geld hat, können sie tatsächlich einige spektakuläre Dinge noch tun wie Fallschirmspringen oder auf den Himalaya gehen.

Bei mir schwebt immer noch die Idee, mal eine Ballonfahrt zu machen. Hier im Bergischen Land wird das durchaus angeboten, aber auch in der Türkei in Kappadokien ist es ein wunderbares Angebot. Bisher habe ich mich nicht aufgerafft, suche wohl noch jemanden, der mitmacht. Alleine raffe ich mich da nicht auf.

Aber ich war in der Sahara, auf dem Himalaya, in Indien und Nepal in einem tibetischen Kloster, habe dort und in den Alpen Retreats gemacht. All das sind Erlebnisse, die ich ganz sicher nie vergessen werde. Andere Kulturen, Natur und Begegnungen mit Menschen verändern ganz viel.

Aber genauso gibt es Begegnungen und Wanderungen hier vor der Haustür, die ebenfalls eine tiefe Wirkung haben.

Fangen Sie also bei Ihrer Liste mit Ihren Lebensträumen an, ruhig mit großen Dingen, die dann womöglich sogar wahr werden.

 

  1. Die Essenz

Wenn Sie sich Ihre Liste anschauen (ganz gleich, ob 1 oder 2 oder beide), dann schauen Sie einmal, was dahintersteckt?

  • Wo gibt es Gemeinsamkeiten?
  • Welche Werte leben Sie da? Abenteuer, Freiheit etc.
  • Was hat diese Träume beeinflusst? (Bücher, Filme, andere Menschen)
  • Was ist die Essenz?

 

  1. Wie kann ich das auch im Alltag leben?

Bei mir sind beispielsweise Gemeinsamkeiten vieler meiner Lebensträume, dass ich in der Natur bin mit Weitblick, dass es ein sehr einfaches Leben ist, sitzen am Feuer und Tee trinken.

Diese Momente sind unauslöschlich eingebrannt. Der Geruch des Holzfeuers, das Prötscheln des Teekännchens auf dem Feuer, das Gurgeln und der Geruch der Kamele.

Das setze ich im Alltag um durch meine Sonntagswanderungen in der Natur.
Ich habe nun sogar einen Kamin-Ofen, wo ich endlich auch Feuer machen kann.
Und Pausen zum Teetrinken auf dem Balkon kann ich mir auch in meinem Alltag einrichten.

  1. Alltags-Träume und Ziele

Und ergänzen Sie diese beiden Lebensträume-Listen mit „kleinen“ Träumen, wo Sie schon einmal dabei sind. Wobei das weniger Träume sind als vielmehr konkrete Ziele.

Bei mir waren es solche Dinge wie:

– am Wochenende frei machen, NICHT arbeiten und nicht ins Büro gehen

– jeden Sonntag wandern, den ganzen Tag draußen sein in der Natur

– immer mehr Online-Seminare machen und immer weniger Präsenz-Seminare

– auch in heftigen Seminarzeiten einen Tages-Rhythmus leben können, der gut für mich ist. Das bedeutet beispielsweise eine längere Mittagspause, mit kochen, essen, Kaffee trinken und lesen und 15 Minuten Power Napping. Das ist perfekt – und danach kann ich noch mal hochkonzentriert bis abends arbeiten

Usw.

Auch hier war das Entscheidende:

Mir diese Wünsche ganz konkret klarmachen und mir erlauben, sie zu denken! Denn das ist oft das größte Hindernis. Was sollen die anderen denken? Wenn gerade dann ein wichtiger Kunde anruft? Das darf aber niemand wissen, dass ich mich hinlege usw.

Bullshit! Ich bin nun in dem gnädigen Alter, wo es mir zunehmend egal ist, was andere denken. (Ganz kann ich mich noch nicht davon frei machen, aber immer mehr J).

  1. Das 5 Schritte-Programm

Hier also noch einmal zusammengefasst, wie Sie Ihre Lebens-Träume und Alltags-Träume (oder besser Ziele) tatsächlich umsetzen können.

  1. Als erstes müssen Sie sich Ihren Wunsch bewusstmachen.

(Wobei ich damit noch nie Mühe hatte. Ich weiß immer sehr genau, was meine Wünsche und Ziele sind, aber das ist ja nicht bei allen Menschen so.)

  1. Und der wichtigste Schritt ist es, sich ganz klar und deutlich dafür zu entscheiden: Ja, ich will das umsetzen!

Denn damit setzen Sie einiges in Gang. Ihr Gehirn bekommt eine klare Ansage, Ihr Unbewusstes legt los und findet ständig Hinweise, die Ihnen sonst verborgen geblieben wären. Sie setzen eine Energie in Gang, die Sie für die Umsetzung brauchen.

Vor allem aber, wie ich vor einigen Tagen noch einmal dazu passend auch in einem Buch las: Sie können endlos viel Zeit damit verbringen, Entscheidungen aufzuschieben, hin und her zu wälzen, dies und das zu bedenken. Das kostet nur unglaublich viel Energie und es macht unbewusst Druck, vielleicht sogar eine Art schlechtes Gewissen Ihnen selbst gegenüber.

Wenn ich Menschen sagen höre: „Oh, ich würde gerne mal den Jakobsweg gehen“ oder anderes, dann denke ich immer: „Warum machst du es nicht?“ Ich kenne nämlich etliche, die es gemacht haben, die auch Familie haben, die auch einen Beruf haben etc.

  1. Sie beginnen mit konkreten Plänen.

Sie besorgen sich Informationen, wie und wo. Lesen Bücher von Menschen, die das auch schon gemacht haben und holen sich damit weitere Inspiration und Motivation. Sie schauen Filme und stolpern über das nächste Werbeplakat, das speziell für Sie auf der Straße zu hängen scheint. Sie sprechen mit anderen Menschen darüber, denn dadurch bekommt es auch noch mehr Gewicht.

Sie suchen sich vielleicht auch Menschen, mit denen sie es zusammen machen wollen. Aber davon sollten Sie es nicht abhängig machen. Die entscheidenden Dinge habe ich alleine umgesetzt, weil ich sonst noch ewig gesucht hätte, wer da vielleicht mitmacht.

  1. Sie legen den Termin fest.
  2. Sie tun es.

 

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