Von Lebensträumen zu Krebserkrankung erscheint ein gewagter Sprung. Doch das Comic-Tagebuch von Sabine schafft noch viel mehr. Einem schweren Thema mit Leichtigkeit und Humor zu begegnen und daher uns allen einen Zugang zu einem anderen Umgang mit Krisen zu ermöglichen.

Ich möchte Ihnen ein weiteres Buch von Sabine Dinkel vorstelle, das Tagebuch einer Krebserkrankung. Sabine Dinkel: Meine Arschbombe in die Untiefen des Lebens – Comic-Tagebuch einer Krebserkrankung.

Ich habe früher schon ihre Buch: „Krebs ist wenn man trotzdem lacht“ rezensiert und empfohlen.

Was hat das mit dem Thema meines Newsletters “Lebensträume” zu tun?

Glücksmomente auch im Elend

Sabine ist für mich ein grandioses Beispiel, wie man es selbst in einer lebensbedrohlichen Situation schaffen kann, für sich das Beste herauszuholen. Sich bewusst immer wieder Situationen und Erlebnisse zu schaffen, wo sie das Leben genießen kann, sich freuen kann, glücklich ist! Trotz der absolut fiesen Erkrankung, die nun seit 3 Jahren ihr Leben durcheinanderwirbelt.

Über Facebook bekomme ich viele ihrer Aktionen mit: Einen Postkarten-Flashmop in die Reha- Klinik, Glückspeng-Momente-Sammlungen, Urlaubspläne, zu denen es dann diese zauberhafte Zeichnung gibt, wie sie mit ihrem Mann Alexej und den beiden Bassets Wilma und Frieda Urlaub am Meer machen.

Das Comic-Tagebuch ist in mehrfacher Hinsicht grandios:

Ihre Sprache ist einfach großartig. Es ist ein Genuss, das Buch zu lesen, es hat mir ganz konkret eine Horror-Fahrt mit der DB nach Hamburg versüßt. Das mag fast pervers klingen. Wie kann ein Buch über Krebs die Zeit vertreiben und einem die gute Laune bewahren?
Ein brillanter Umgang mit Sprache hat mich immer schon fasziniert, wenn das dann noch gepaart ist mit einem unglaublichen Humor und detaillierten feinen Beobachtungen, dann lese ich es tatsächlich wie einen Krimi.

Was ich außerdem so großartig finde: Sabine schafft es, ein schweres und graues und drückendes Thema mit einer schonungslosen Offenheit und gleichzeitig witzig, humorvoll und immer wieder auch mal von außen zu beschreiben. Dazu ihre irre komischen Zeichnungen, die sie als Eigentherapie bei ihrem ersten Krankenhausaufenthalt begonnen hat.

Das Buch ist somit für jeden interessant, lesenswert, aufbauend, Mut machend und vieles mehr – auch wenn Sie überhaupt nichts mit dem Thema Erkrankung oder Krebs zu tun haben. Ich Gottlob auch nicht.

Doch irgendwelche Krisen erlebt fast jeder mal, krank werden wir auch hin und wieder. Mir hilft diese Haltung von Sabine dabei ungemein, auch im Alltag.
Nicht nur, dass sie und ihr Mann ein großes Vorbild sind, wie man auch dem scheußlichsten Leben noch schöne Glückspeng-Momente abringen kann (nicht zu vergessen ihre beiden Bassets Wilma und Frieda!), sondern auch ihre Art, selbst damit umzugehen, für sich zu sorgen, nach außen zu kommunizieren und sich Hilfe zu holen. Virtuell einen riesigen Kreis haben, der sie begleitet und unterstützt – und im realen Leben.

Was ich durch Sabine auch wieder hervorgeholt und gelernt habe (bei meiner NLP-Ausbildung habe ich ähnliches schon mal praktiziert), wie wichtig eben Sprache für unser Denken und Fühlen ist.

Und wie das den Humor verstärken kann, wenn ich gruseligen Dingen lustige Namen gebe. Zurzeit trägt Sabine leider Hildegard, ihre Angst, auf dem Rücken. Wir sammeln Tipps, wie sie „Hildi“ mal absetzen oder schrumpfen könnte.

Wenn Sie dann wieder mal aufbricht zum „Wirtshaus zum fröhlichen Tropf“ um ihre nächste „Schorle“ (= Chemo) zu verinnerlichen, dann bleibt selbst mir fast das Schmunzeln im Hals stecken – aber ich finde diese Formulierung großartig.

Und weil ihre Bilder es viel besser ausdrücken können, hier ein paar Kostproben. Den Tagebuch-Text müssen Sie selbst lesen, sonst würde ich hier das ganze Buch abtippen mögen 🙂 .

Hierzu stellte sie dann auch noch Fotos ein, wie sie mit diesem Mundschutz aussah und beschrieb, wie sie damit herrlich Leute erschrecken konnte! Die alle dachten, sie hätte die Pest oder was ansteckendes, dabei sollte sie dadurch geschützt werden!BB, der berechtigte Bammel wir abgelöst durch Glückspeng-Momente. Dazu gibt es sogar eine Postkarte (und hier noch weitere).

 

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