Wie Sie Ihre Teilnehmer beim Transfer unterstützen können

Wie schlagen Sie am Ende eines Seminars die Brücke zum Alltag der Teilnehmer? Helfen Sie ihnen schon im Seminar, das Gelernte auch anschließend umzusetzen?

In früheren Beiträgen habe ich schon etwas zum Transfer geschrieben und Transfermethoden vorgestellt.

Heute möchte ich Ihnen eine Methode vorstellen, die ich letzte Woche im Seminar eingesetzt habe und dabei den Eindruck bekam, dass sie sehr hilfreich für die Teilnehmer ist.

Zum einen dient sie der „Integration“. Das meint, dass sich die Teilnehmer noch einmal einen Überblick verschaffen, was sie im Seminar gelernt und in unserem konkreten Fall auch schon erarbeitet haben.

Zum anderen planen sie dann auch schon ganz konkret, was sie von den ausgearbeiteten und geplanten Projekten wann und wie umsetzen.

Ich mache es mal konkret.

Es ging um ein Seminar mit dem Thema „Kreativitätstechniken“, wo ich verschiedene Kreativitätsmethoden vorstelle und die Teilnehmer dann jeweils ein konkretes Thema mit solch einer Technik bearbeiten. Dabei führen sie es oft nur bis zur Phase der kreativen Ideenfindung durch – oder vielleicht noch die Bewertung und Auswahl. Aber die konkreten Schritte planen und vor allem umsetzen, das können die Teilnehmer erst anschließend in ihrem Arbeitsalltag machen.

Ihr Thema

Wie so eine Integration und Transferübung aussehen kann, hängt natürlich auch von Ihrem Thema ab. Wenn es auch um ganz konkrete Methoden und Techniken geht wie bei meinem Thema Kreativitätstechniken (z.B. Zeitmanagement, Seminarmethoden, Motivationstipps o.a.), dann können Sie die Übung unverändert übernehmen.

Bei Themen, wo es mehr um Verhaltensänderung geht, können Sie es dennoch sehr ähnlich machen. Ich bin sicher, das fällt Ihnen nicht schwer, das entsprechend umzuformulieren.

  1. Integration

Um den Teilnehmern noch einmal einen Überblick zu geben, was wir alles in den zwei Tagen gemacht haben, fasse ich auf einem Flipchart noch einmal alle Methoden zusammen.

In diesem Beispiel habe ich neben den Kreativitätstechniken auch die kleinen Energizer notiert, da die Teilnehmer teilweise auch selbst Workshops mit ihren Kollegen durchführen und auch an diesen Spielen und Aktivierungen interessiert waren.

Ob so ein Flipchart reicht oder sie noch mal auf einzelne Methoden eingehen, können Sie dann aktuell entscheiden.

Zumindest kann man hier den Teilnehmern auch noch die Möglichkeit geben nachzufragen, wenn sie sich nicht mehr an alles erinnern.

In unserem Fall hatten sie aber ja mit allen Methoden gearbeitet und sie zusätzlich ausführlich beschrieben im Teilnehmer-Ordner. Diesen sollten sie für die folgende Aufgabe ebenfalls hinzuziehen.

  1. Transfer vorbereiten – Aufgaben für die Teilnehmer

Was vorher gelaufen ist

Zu Beginn des Seminars haben die Teilnehmer 5-7 Themen gesammelt, die ohnehin demnächst bei der Arbeit anstehen und wozu sie kreative Ideen brauchen. Es können Probleme sein, aber auch konkrete Projekte, die anstehen, Eventplanungen, Marketingstrategien, Produktentwicklung, Verbesserung konkreter Arbeitssituationen usw.

Bei jeder Methode sollten sie eins ihrer Themen auswählen und damit berarbeiten.

Transfer-Aufgabe

  1. Verschaffe Sie sich einen Überblick: Welche Themen haben Sie mit welcher Methode bearbeitet?
  2. An welchen Themen muss/ will ich noch weiterarbeiten?

(Wir haben sie im Seminar ja nicht immer bis zur letzten Detailplanung bearbeitet)

  1. Wählen Sie davon 1 Thema aus und planen jetzt konkret die ersten Schritte:- Welche Phasen der Kreativitätstechnik muss ich noch anschließen?

   – Was sind die ersten Schritte zur Umsetzung

  1. Schreiben Sie auf (und sagen es anschließend in der Runde), in der Gegenwartsform und ohne Konjunktiv:

Ich mache..xy… dann (Datum) und mit (YZ).

Abschluss-Runde

Wenn alle Teilnehmer mit dieser Übung fertig sind, reicht in der Regel eine kleine Abschlussrunde, wo jeder einen Satz in der oben beschriebenen Weise sagt:

Beispiele:

„Ich nehme mir Montag meine Ausarbeitungen mit der Walt Disney Strategie vor und wähle die besten Ideen aus.“

„Ich stelle Dienstag in der Teamsitzung meine Ideen vor, die ich mit der Methode XY entwickelt habe und wo ich schon die 5 besten Ideen ausgewählt habe.“

usw.

 

 


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