Jeden Tag etwas Neues tun oder etwas anders machen als bisher

2015 habe ich ja ein 30 Tage Mut-Muskel-Training durchgeführt.

Doch es war für mich keine zeitlich begrenzte Aktion. Ich wollte die Essenz als grundsätzliche Haltung mein Leben lang beibehalten: Offenheit für Neues, Ausbrechen aus Gewohnheiten, immer wieder mal kleine Mut-Muskel-Trainings.

Denn das Ergebnis ist phantastisch. Ich hatte es als „Kreativitäts-Turbo“ empfohlen, doch es bewirkt noch viel mehr als das.

Sie fühlen sich lebendiger

Selbst in stinknormale Arbeitsalltage bringt diese Haltung eine neue Würze hinein. Sie fühlen sich lebendiger, weil Sie mit einem neuen Bewusstsein an Ihre Alltagssituationen herangehen. Sie neu betrachten und prüfen: „Was könnte ich einmal anders machen? Was wäre eine kleine Herausforderung, die mich aus meinem Gewohnheitstrott reißt?“

Es kann dazu führen, dass Sie manches nicht mehr als selbstverständlich ansehen, was Sie seit ewigen Zeiten so und nicht anders machen.

Dabei geht es nicht darum, dass dieses neue Verhalten besser, schneller oder effektiver ist. Sondern lediglich darum, dass es anders ist, als das, wie Sie sie es bisher gemacht haben.

Warum?

Das bringt Ihr Gehirn in Trab. Das wirkt langsamem Einrosten entgegen. Das hält Sie jung und beweglich, auch im Geiste.

Und gleichzeitig wird das Leben aufregender. Sie machen immer wieder neue erstaunliche Entdeckungen. Die Sie verpasst hätten, wenn Sie in alten Bahnen weiter gefahren wären.

Bei mir ging es sogar noch tiefer.

Eine „Macke“ von mir ist, dass ich gerne plane und innere und äußere Programme habe, die ich brav befolge. Manche bewusst, andere automatisch. Solche Programme und Strukturen sind natürlich oft sehr hilfreich. Aber ebenso gut können Sie hinderlich sein oder auch vielleicht inzwischen überholt.

Durch die #MuMuT-Übung wurden sie immer wieder durcheinander gerüttelt und hinterfragt. So dass ich anschließend viel bewusster entscheiden konnte: dieses „Programm“, diese Gewohnheit möchte ich beibehalten, weil sie nützlich ist oder mir gut tut. Andere kann ich aber getrost verabschieden und neue entwickeln.

Eine weitere Erkenntnis

In meiner täglichen Liste standen oft 3-5 Punkte, nicht nur eine Aktion pro Tag. Das lag auch daran, dass ich auch ohne das Training dort eine Menge hätte schreiben können. Mir fiel nur durch die täglichen Notizen erst einmal so richtig deutlich auf, dass ich zum Beispiel ständig was Neues lerne. Mich zu einer Online-Fortbildung anmelde, einen Online-Kurs besuche, ein Webinar, ein Video, einen Selbstlernkurs. Oder eben live zu allen möglichen Veranstaltungen gehe, Menschen treffe, neue Wege erwandere.

Durch diese Aktion habe ich dann noch etliches bewusst hinzu genommen und auch bewusst geplant.

Geplant oder spontan?

Auch das war ein Thema, über das ich mir auch schon vorher Gedanken gemacht habe und das wir auch im Forum diskutiert haben.

Etliche Aktionen habe ich mir vorher überlegt oder richtig geplant. Beispielsweise, dass ich zum ersten Mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Antalya nach Cirali fahre, statt mich wie sonst von einem Transfer abholen zu lassen.

Für mich persönlich war es aber noch viel spannender – und wichtiger – zu lernen, spontan in Alltagssituationen zu sehen:“Ah, hier ist nun eine Situation, wo ich den „Mut-Muskel“ trainieren kann. Sei es, mich spontan auf einen Vorschlag von anderen Menschen einzulassen, wo ich früher erst einmal abgelehnt hätte, weil es mir unbequem war. Sei es, dass mir ganz spontan eine Idee durch den Kopf schoss: „Och, ich hätte jetzt mal Lust…“ und dann schwups von der Autobahn abfahre, um es zu machen.

Alles Dinge, die ich sonst nicht getan hätte, weil sie so einen winzigen inneren Ruck erfordern.

Jetzt vor dem Hintergrund: „Ach, ich mache ja das Mut-Muskel-Traing“ , konnte ich mich viel leichter auf solche spontanen Anregungen oder Eingebungen einlassen.

Neben all den tollen neuen Erfahrungen und Begegnungen führte das auch nicht selten dazu, dass ich ein wenig stolz auf mich war. Und das ist ja auch nicht schlecht, sondern ein wunderbarer Motivator.

Essenz

Dieses bewusste Einlassen auf neue Situationen und oft auch spontane Angebote hat mir viele sehr interessante Begegnungen verschafft, zu sehr schönen Erlebnissen geführt und mir einfach sehr viel Freude gemacht.

Ich bin öfter bewusst über meinen Schatten gesprungen und habe somit meine Grenzen erweitert.

Dadurch fühle ich mich noch lebendiger, jünger, kreativer und munterer – alles sehr erfreuliche Resultate.

Daher kann ich Sie nur noch einmal aller ermutigen:

Starten Sie Ihr eigenes Mut-Muskel-Training. Es geht auch wunderbar ohne Gruppe und offizielle Einladung. Diese gemeinsame Aktion war für mich auch nur als Start gedacht, da es doch vielen leichter fällt, wenn sie sich darüber regelmäßig austauschen können.

Doch ich selbst hatte ja schon Wochen vorher damit begonnen und werde eben auch nicht aufhören. Warum auch? Ich möchte noch ewig weiter lernen und wachsen, und da ist das eine wunderbare leichte Methode.

Allerdings finde ich es nach wie vor hilfreich, das täglich zu notieren. Ob öffentlich in meiner OAZE – Online-Akademie oder in einer Facebook-Gruppe oder eben wieder nur für mich. Das macht keinen großen Unterschied.

Also, wollen Sie mittrainieren? Nur für sich? Es lohnt sich!


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