Humor – als Hilfe zur kreativen Ideenfindung und Problemlösung

Soll ich jetzt in Selbstmitleid zerfließen oder Geschirr zerschlagen? Wieso geht denn im Moment alles schief? Wieso erlebe ich gerade eine Katastrophe nach der anderen?

Wenn Sie solche Gedanken und Gefühle hegen, weil es im Außen gerade wieder einmal sehr turbulent zugeht, kann ich Ihnen das beste Gegen-Mittel verraten: Humor.

Humor als Problemlöser und Therapie

Mit Humor schlagen Sie mehrere Fliegen mit einer Klappe. Sie kommen aus der Falle des Selbstmitleides heraus (denn da fühlen Sie sich selbst nicht wohl und das Elend wird immer schlimmer) und Sie kommen in einen anderen inneren Zustand. Aus dem heraus Sie wieder kreativ und tatkräftig an einer Problemlösung arbeiten können.

In zwei vorigen Beiträgen (hier und hier) haben Sie Strategien kennengelernt, die Ihnen bei der Überwindung von unvorhergesehenen Stolpersteinen und Hindernissen oder sogar Katastrophen helfen können.
Nun geht es um den Humor.

Gerade, um aus Panikgefühlen herauszukommen, hilft mir Humor ganz wunderbar.

Hier ein paar Vorschläge, wie Sie auch in solchen Situationen Ihren Humor-Motor anwerfen können.

  1. Übertreiben

Stellen Sie sich vor, wie sich die Situation immer weiter zuspitzt. Übertreiben Sie dermaßen, dass es irgendwann nur noch surreal wird und Sie lachen müssen.

Formulieren Sie eine Schlagzeile für eine Zeitung oder einen Titel für einen Blogbeitrag. Wo Sie auch Ihr Problem total übertreiben.

„Wie der Beamer von der Decke krachte und einen Teilnehmer erschlug!“(Die Tagungstechnik funktioniert nicht)

“ Wie sich mein PC in Rauch auflöste und mein Home Office abbrannte!“ (Mein Laptop spinnt)

„Wie ich vor einem vollkommen leeren Kleiderschrank stand.“ (Ich habe nichts anzuziehen)

„Wie ich vollkommen einsam auf einer Insel überlebte“. (Niemand mag mich)

  1. Witzigen ermutigenden Titel formulieren

„Es geht auch ohne Flipcharts!“

„Phh, was soll ich mit bunten Flipcharts. Minimalismus und kahle Wände sind total in.“

„Wir basteln uns unsere Flipcharts selbst.“

„Was brauche ich E-Mails? Ich schreibe Briefe – mit der Hand!“

  1. Lustige Geschichte schreiben

Ich persönlich bin ja ein Schreiberling und habe schon von Kindheit an Tagebücher und anderes geschrieben. Man kann sich buchstäblich etwas von der Seele schreiben und wenn Sie aus dem Thema eine Glosse oder Satire schreiben, verliert es schon deutlich seinen Schrecken.

Bei mir wird sogar manchmal ein Blogbeitrag daraus :-).

  1. Comic zeichnen

Auch wenn Sie nicht zeichnen können – zeichnen Sie einen Comic. Wo Sie Ihr ganzes Elend auf unterhaltsame Weise darstellen.

Ein ganz besonderes Beispiel

Ein sehr besonderes Beispiel ist die hervorragende Sabine Dinkel, die ihre Krebserkrankung mit gezeichnetem und geschriebenem Comic seit 2016 bei Facebook veröffentlicht und so unglaublich vielen Menschen Mut macht. Ich bin immer wieder unglaublich berührt und begeistert, wie sie es schafft, dass ich bei einem solchen Thema gleichzeitig zutiefst berührt bin und mich schibbelig lache. Vor allem aber dadurch in der Lage bin, mich mit solch einem Thema überhaupt zu befassen und nicht gleich abzuhauen. (Dazu werde ich aber später noch mal gesondert schreiben)
Nun kommt auch ihr Buch auf den Markt: Krebs ist, wenn man trotzdem lacht.

Der Comic hat den Titel „Pocka – meine Arschbombe in die Untiefen des Lebens„. Inzwischen nennt sie ihren Krebs „Schnieptröte“ und die Chemotherapie „Schorle“. Er sollte erst als E-Book bei amazon erscheinen, was aber schwierig war. Nun kann man ihn sich kostenlos auf Sabines Webseite herunterladen. Ich hoffe aber sehr, dass es auch bald eine Print-Version gibt, denn das finde ich für Comics einfach noch viel schöner.

Hier kommen Sie zum kostenlosen Download.

Und das Ganze noch ergänzt durch Ihren Selbstversuch: Freudig durch die Chemotherapie – ein Selbstversuch (#giggelchemo).

Sie bittet Ihre Blog und Facebook Leser darum, ihr eine lustige Postkarte zu schicken, die sie zum Lachen bringt und auf der Rückseite eine kleine Aufgabe zu fomulieren, die sie erledigen soll. Darüber berichtet sie dann wiederum bei Facebook.

Vielleicht fallen Ihnen noch weitere Beispiele ein, wie und wo Ihnen Humor geholfen hat, doofe Situationen besser zu bestehen? Dann teilen Sie es bitte mit uns im Kommentar!

 

 


Kommentare

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