Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen

Grundlagen für Erfolg

In vielen Büchern oder Beiträgen über erfolgreiche Menschen (und damit meine ich wirklich bekannte erfolgreiche Unternehmer oder Künstler, nicht die selbsternannten Erfolgreichen, die einem ihr Rezept zur ersten Million per Online-Seminar in Massen verkaufen wollen) habe ich immer wieder eins gelesen.

Ihnen ist der Erfolg nicht in den Schoß gefallen, sie haben auch teilweise jede Menge Pleiten und Misserfolge erlebt. Aber sie hatten offensichtlich zwei Dinge gemeinsam.

Erstens ein Ziel, eine Vision oder sogar eine Besessen heit, die ihnen genug Power gab, sich für die Verwirklichung einzusetzen, auch wenn nicht alles sofort glatt lief.
Und zweitens Beharrlichkeit und Durchhaltvermögen. Sie ließen sich eben von Misserfolgen und Pleiten nicht entmutigen. Sie standen wieder auf und versuchten es von neuem. Natürlich nicht das Gleiche, sondern eben einen neuen Weg. Aber sie ließen sich nicht so schnell entmutigen und gaben nicht beim ersten Hindernis auf.

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Ein albernes vergnügliches Lobritual

Letzten Sonntag bin ich wieder mit einer Freundin den ganzen Tag gewandert. Teilweise war es etwas anstrengend, steil bergauf oder bergab, das mögen unsere  Knie nicht mehr so gerne. Zwischendurch schwächelte auch mal eine, aber wir liefen tapfer weiter. Natürlich auch mit Pausen.

Als wir am Nachmittag wieder am Auto ankamen, fiel mir ein Ritual ein, dass meine Walk-Lehrerin immer mit uns nach den Walk-Stunden durchführte. Da stellten wir uns im Kreis auf, schlugen im Takt und gemeinsam zu folgenen Sätzen erst unserem rechten Nachbarn auf die Schultern, anschließend dem linken.

Dazu intonierten wir laut: „Das hast du gut gemacht. Das hast du gut gemacht. Das hast du wun-der-bar ge-macht!“ (Bei jeder Silbe gab es einen Handschlag auf die Schulter).

Manchen war das wohl peinlich, denn wir standen auf  öffentlichen Parkplätzen oder Straßen herum. Ich habe mich dabei immer scheckig gelacht und fand es total nett. Weil es eben so blöd war.

Nun erzählte ich meiner Freundin davon und wir machten es zu zweit und schlugen uns gegenseitig auf die Schultern. Am Ende strahlte sie und meinte: „Das machen wir jetzt jedes Mal!“

Lachen macht intelligent

Und auch diesmal hatte ich wieder ein dummes Grinsen im Gesicht, weil ich es so herrlich albern fand.

Sie wissen ja: Nach oben gezogene Mundwinkel signalisieren dem Gehirn Freude und es stößt entsprechende Freudehormone aus. Das gibt einem einen Motivationsschub und stärkt unser Immunsystem. Und in einem Umkehrschluss zur abschließenden Geschichte könnte man sogar sagen, es macht intelligent.

Denn bei Botox-verspritzten Gesichter kann man nicht nur keine Gefühle mehr sehen, die Menschen haben auch keine mehr.  Frei nach Gerburg Jahnke, die bei beim Kölner Treff am 27.01.2017 zeigte, wie man sich mit Hilfe von Pflastern ein ähnliches Gesicht ziehen lassen kann und anschließend verkündete: Botox macht dumm! Wörtlich: „Weißt du was passiert? Dadurch, dass ich meine Gesichtshaut nicht mehr bewegen kann, fallen die entsprechenden Gehirnzellen sofort aus. Du wirst sofort dumm!“ (Die Aufzeichnung unbedingt in der Mediathek anschauen).

In diesem Sinne, auf fröhliche und intelligente Zeiten!

 

Astro Coaching

Vorige Woche habe ich ein Astro Coaching von Hans-Peter Zimmermann über Skype bekommen. Ich muss gestehen, ich war bislang Horoskopen gegenüber immer ziemlich misstrauisch und hatte mit Astrologie nicht viel am Hut. So alle zwei Jahrzehnte mal habe ich mir mal eins machen und was erzählen lassen, aber es hat mich nie so wirklich überzeugt.

Dies war nun ein Geburtstagsgeschenk und ich dachte, naja, probierst du es mal aus. Zumal ich mir sicher war, so wie ich HPZ aus seinen Newslettern und Videos kenne, dass das nicht zu Eso-mäßig abgehoben sein würde.

Und dann war ich zugegebenermaßen platt. Total verblüfft. Und begeistert! Danach hatte ich enorm viel Energie, obwohl es schon Abend war. Das Tolle: ich bekam auch die Aufzeichnung als MP3 gleich hinterhergeschickt, denn es war so viel, dass ich mir das natürlich alles gar nicht so genau merken konnte.

Es war kein allgemeines Larifari, sondern total konkret. Ich dachte, der Mensch kennt mich seit Jahrzehnten. Dabei schaut er sich vorher bewusst keine Webseiten oder anderes an, damit er ganz unvoreingenommen das Horoskop betrachten kann.

Er traf Themen genau auf den Punkt. Ich bekam enorme Bestätigung für das, was ich so treibe und wohin ich noch will.

Auch die Art der Formulierungen gefiel mir ausgesprochen gut. Es wurden Themen angesprochen, Stärken und auch Schatten, wo ich im Laufe des Lebens dies oder jeden vielleicht lernen musste. Auch das traf meistens so zu, dass ich oft lachen musste. Erwischt.

Ich werde es in Ruhe noch einmal anhören und Notizen machen, da ich dort sicher auch noch einige Anregungen finde, wo es sich lohnt, da weiter dran zu arbeiten. Noch bewusster meine Talente auch leben lassen, meine Stärken bewusster einsetzen, sehen, wo noch Lernthemen sind.

Neben den vielen inhaltlichen Erkenntnissen war es für mich zudem ein Beispiel: Es lohnt sich immer wieder, etwas Neues zu wagen, sich auf etwas einzulassen, wo man vorher unsicher oder skeptisch ist. Ich kann nur dazu lernen – und diesmal auch noch auf sehr spannende und hilfreiche Weise. Danke schön!

Planung und Spontaneität – oder wann Sie die To-Do Liste ignorieren sollten

Ich plane gerne und ich schreibe gerne. Schon als Kind schrieb ich mit Wonne endlose Listen vor meinen Urlauben. Das hatte auch schon was von Vorfreude, durch Aufschreiben werden für mich Dinge real.

Inzwischen mache ich meine täglichen To-Do-Listen als Mind Map. Sie helfen mir enorm, den Überblick zu behalten, was zu tun ist und was ich geschafft habe.

Tagesplanung Mind Map

An Wochenenden arbeite ich eigentlich nicht, aber Samstag ist meist so ein Zwitter. Morgens dann doch noch Buchhaltung, ansonsten Haushaltsrödeltag, ehe nachmittags oder abends dann Freizeit beginnt. Und sonntags gehe ich in der Regel wandern. Wenn irgend möglich.

Dieses Wochenende fiel die Sonntagswanderung aus, weil wir einer Freundin ihren Geburtstag ausrichteten. Samstag hatte ich ein buntes volles Mind Map mit To Do’s.

Schon vor dem Frühstück ging ich die letzten Zutaten fürs Geburstagsbüffet einkaufen, danach sogar noch kurz in die Autowerkstatt und dann auf den sonnigen Balkon, gemütlich frühstücken.

Da kam eine WhatsApp einer Freundin: “Schöne Grüße aus der Nachbarbarschaft. Ich geh jetzt los…“. Bääääähhhh!- schickte ich ein weinendes Smiley zurück.

Es durchzuckte mich tiefer Neid und Verzweiflung. Und spontan griff ich zum Telefon:“Kannst du 10 Minuten warten? Ich komme mit!“

Ohne auch nur einen Blick auf mein Mind-Map des Tages zu werfen, packte ich den kleinen Wanderrucksack, zog die Schuhe an und fiel meiner Freundin um den Hals.

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Kreative Gruppenarbeit und Gruppenaufteilungsspiele

So lautete mein Workshop-Thema auf dem diesjährigen Trainer-Kongress in Berlin.

Wie man auch als Trainer-Oldie Lampenfieber haben kann und dennoch auf kreative Ideen setzen kann

Bei der Planung und Vorbereitung hatte ich in etwa eine Gruppengröße vor Augen wie beim letzten Mal vor 2 Jahren. Da hatte ich aber ein Thema zu Online-Seminaren – und da ist die Beteiligung noch eher zurückhaltend. Damals waren es so 25-30 Teilnehmer pro Workshop.

Doch diesmal erfuhr ich dann vorher, es sind am ersten Tag über 70 und am zweiten Tag über 60 Teilnehmer. Als ich dann den Raum am Nachmittag vorher in Augenschein nahm, wurde mir doch ein wenig mulmig.

Ich glaube zum ersten Mal im Leben war ich wirklich total aufgeregt. Nicht, weil ich mir einen Workshop nicht zutraue. Sondern weil ich nicht wusste, wie kann ich diese Methoden in so einem Raum mit so vielen Menschen durchführen. Es dauert einfach alles drei Mal so lange wie in einem Seminar mit 12 Teilnehmern.

Schon alleine die Gruppenaufteilung für die Methode, die ich nicht nur verbal vorstellen, sondern mit den Teilnehmern machen wollte.

Ich schlief nicht besonders lang, und morgens dann beim Yoga im Hotelzimmer kam mir die Idee. Ich würde die Stühle einfach noch mal schnell umstellen in vier Blocks, das wären dann später die Arbeitsgruppen. Dann müssen nicht 70 Teilnehmer durch den Raum stolpern.

Und beim letzten Spiel kann jeder Teilnehmer selbst seinen Stuhl an den Rand stellen – und wir haben eine freie Fläche.

Wie es dann gelaufen ist

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Als Trainer-Oldie noch Fortbildungen machen?

Auf dem Trainer-Kongress in Berlin hatte ich eine nachdenkenswerte Begegnung.

Nachdem ich meinen eigenen Workshop gehalten hatte, ging ich in weitere Worskhops zu anderen Kollegen. Und dort sprach mich anschließend eine Teilnehmerin an. Sinngemäß meinte sie, dass sie es beeindruckend fände, dass ich noch von anderen lernen will, obwohl ich selbst schon so lange Trainerin bin.

In dem Workshop des Kollegen Harald Groß hatte ich nämlich die Auszeichnung „Trainer Oldie 2017“ erhalten, weil ich von allen Anwesenden schon am längsten als Trainerin arbeitete. Nämlich 37 Jahre.

Ich war ehrlich gesagt ganz verdattert. Warum sollte ich nicht in andere Workshops gehen? Klar, ich brauch nicht unbedingt noch weitere neue Seminarmethoden, ich kann ja die eigenen aus meinen vielen Büchern gar nicht alle anwenden in meinen Seminaren.

Neue Impulse und frische Anregungen

Trotzdem finde ich immer wieder auch mal eine neue Methode oder ein neues Spiel, das ich gerne ausprobiere, denn irgendwann wird man die eigenen ja auch leid.

Aber vor allem bin ich immer total neugierig darauf zu sehen, WIE andere Trainer agieren und auftreten und sind. Harald ist beispielsweise so was von anders, das finde ich immer ganz herrlich.

So ruhig! Und spricht so langsam, aber auf den Punkt. Mit einem feinen Humor. Es ist für mich eine reine Wohltat, mal jemand zu erleben, der komplett anders gestrickt ist als ich.

Mir eine konkrete Aufgabe geben

In diesem konkreten Workshop hatte ich mir zudem vorher überlegt: Ich schaue mir seine Methoden für Präsenzseminare an und überlege dann, ob und wie ich sie in Online-Methoden umwandeln kann. Und habe auch schon die ersten Ideen dazu.

Hören Sie irgendwann auf zu lernen?

Aber ich gehe ja nicht nur in Workshops, weil ich sowieso gerade auf dem Kongress war. Ich mache regelmäßig, also eigentlich durchgängig, eigene Fortbildungen. Seit es Online-Fortbildungen gibt, bin ich da noch intensiver dabei als all die Jahre vorher.

Seit Monaten mache ich eine sehr umfangreiche  Fortbildung zum Thema Marketing. In einem anderen Workshop lerne ich, wie man Webvideos erstellt. Es gibt ständig so eine Menge Neues zu lernen, nicht nur auf der technischen  Ebene, was  bei meinem Thema Online-Seminare natürlich noch dazu kommt. Sondern eben auch solche Themen wie Marketing oder die eigene Entwicklung betreffend.

Lernen passiert natürlich nicht nur über Seminare, sondern bei mir auch viel über Bücher. So habe ich ja schon im letzten Newsletter das Buch von Sylvia Löhken erwähnt, das mir sofort wichtige Erkenntnisse brachte und mir auch bei und nach dem Trainer Kongress sehr geholfen hat, mir noch bewusster Zeit zu nehmen, um wieder aufzutanken.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie das Gefühl, nun ist es genug mit Fortbildungen? Oder sind Sie auch weiterhin lernfreudig und fortbildungsbegeistert?

In einem früheren Beitrag (in meinem alten Blog) hatte ich mich ja auch einmal untersucht, aus welchen Motiven heraus jemand Fortbildungen machen kann.  Machen Sie es aus einem Mangelgefühl (ich muss immer mehr und mehr lernen, es ist aber nie genug) oder weil Sie Freude daran haben, sich weiterzuentwickeln und immer weiter dazuzulernen?

Meine erste Auszeichnung

Haha, nun habe ich auch endlich mal eine Auszeichnung bekommen. Auf dem Trainer Kongress in Berlin. Im Workshop von Harald Groß.

Dort sollten wir uns bei einer Übung nach der Anzahl unserer Trainer-Jahre aufstellen. Ich stand ganz am Ende mit 37 Jahren Trainerdasein, am anderen Ende stand eine Trainerin, die seit einer Woche dabei ist.
Wir bekamen jeweils eine Moderationskarte, auf meiner stand „Trainer-Oldie 2017“ mit der Aufforderung, diese gut aufzubewahren.

Am Ende des Workshops wurden wir dann nach vorne gerufen und bekamen Preise überreicht. Die neue Kollegin ein Buch von Harald Groß. Zu mir meinte er:“Ich kann ja einer Trainerin, die so lange dabei ist, kein Buch schenken.“ Daher bekam ich ein Karten-Set mit 22 Munterrichtsmethoden.

Ich freue mich ja immer wie ein Kind, wenn ich etwas geschenkt bekomme. Und eine „Auszeichnung“ mit Preis zu erhalten- das war ja noch eins oben drauf.
Danke! Der Workshop hat zudem viel Spaß gemacht und mir neue Methoden auch für Online-Seminare beschert.

Intros und Extros – leise und laute Menschen

Wie regenieren Sie sich am besten nach einem Seminar oder Kongress mit vielen Kontakten und Begegnungen?  Was tut Ihnen gut, wenn Sie erschöpft sind? Brauchen Sie einen Rückzug und ein paar Stunden Ruhe und Alleinsein oder im Gegenteil, laden Sie neue Energie auf, indem Sie sich ins Getümmel stürzen und mit Freunden um die Häuser ziehen?

Das gibt einen entscheidenden Hinweis darauf, ob Sie eher ein Intro oder ein Extro sind.

Überraschende  Einsichten

Jahrelang stand das  Buch von Sylvia Löken „Leise Menschen- starke Wirkungungelesen in meinem Bücherschrank, weil ich glaubte, dass ich damit ja nun gar nichts am Hut habe.

Ich schätzte mich selbst als äußerst extrovertiert ein. Als Trainerin liebe ich es vorne zu stehen und zu reden, auch Workshops mit großen Gruppen auf Kongressen machen mir Spaß und mein Erscheinungsbild ist ja auch eher bunt und auffällig.

Bis ich mal zufällig auf die Äußerung einer Kollegin stieß, dass sie nun versteht, warum sie in Seminaren abends ihre Ruhe braucht. Um eben wieder neu Energie aufzutanken.

Gestern war ich mal wieder um 5:30 wach, meine Stunde Yoga hatte ich auch schon hinter mir und noch ½ Stunde Zeit, bevor ich ins Co-Working-Büro fahren konnte. Da nahm ich das Buch zur Hand – und war sofort gefangen.

Was bin ich denn nun?

Ich merkte schon sehr schnell, dass ich hier offensichtlich wie bei allen Persönlichkeitstest und auch bei den Lerntypen zwei Gegensätze in mir vereinbare. Und zwar nicht mit Tendenz zu einer Seite (wie es bei den meisten ist), sondern tatsächlich beide Extrem-Pole lebe.

Selbsterkenntnis hilft die richtigen Strategien zu finden

Das Wichtigste an dem Buch (ich bin wie gesagt noch am Anfang) scheint mir vor allem zu sein, dass man sich erstens besser versteht und damit auch nachsichtiger mit sich umgeht (dazu gleich ein Beispiel). Und wohl auch Strategien lernt, wie man in konkreten Situationen seinen Bedürfnissen gerecht wird.

Und nicht aus Unwissenheit oder falschem Anpassungsverständnis sich ständig Situationen aussetzt, die einen total anstrengen.

Bei der Autofahrt nach den ersten Seiten kamen mir nämlich auch sofort Beispiele in den Sinn.

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Teamplayer oder Einzelkämpferin?

Trainer scheinen ja von Natur aus erst einmal Einzelkämpfer zu sein. Sie führen in der Regel ihre Seminare und Trainings alleine durch.
Auch Akquise und der ganze Verwaltungskram hängt meist an ihnen, wenn sie nicht jemanden dafür anheuern.

Nun sind wir Menschen aber sehr unterschiedlich.

Manche genießen die komplett eigene Gestaltungsmöglichkeit und auch die Verantwortung, die Freiheit, vollkommen selbständig entscheiden zu können, was sie wann und wie machen.

Ich kenne aber auch Kolleginnen, die sich oft einsam fühlen und den Austausch mit anderen vermissen. Die eigentlich lieber im Team arbeiten würden als alleine.

Was für ein Tpy sind Sie?

Der erste Schritt ist, sich erst einmal bewusst zu machen, was für ein Typ man ist. Denn es geht sicher auch vielen anderen so wie mir, dass ich das erst einmal gar nicht so bewusst entschieden habe, sondern es sich so entwickelt hat. Vielleicht haben Sie aber auch noch nicht intensiver drüber nachgedacht, weil Sie es einfach so als selbstverständlich hingenommen haben. Das ist nun mal so!

Hier zwei Beispiele:

Meine Trainer-Karriere begann ich in einem Team, damals auch noch angestellt. Wir waren zu dritt. Wir planten die Seminare gemeinsam und führten sie gemeinsam durch, dabei testeten wir allerdings verschiedene Varianten. Davon unten mehr.

Später gab es Veränderungen, die Teams wurden zu teuer, wir wurden alleine losgeschickt.

Meine Kollegin merkte dann, dass sie gerne im Team arbeitet, dass sie den Austausch mit anderen vermisst.

Ich merkte, dass ich inzwischen viel lieber alleine arbeite. Mir hatte die gemeinsame Vorbereitung und Planung sehr viel Spaß gemacht, da wir auch ähnlich tickten. Wir waren beide so Methodentüflterinnen und übertrumpften uns mit kreativen Ideen.

Doch bei der Durchführung fand ich es immer schwieriger. Wer macht was wann? Wie können wir garantieren, dass wir in Arbeitsgruppen wirklich das Gleiche machen und mit gleichen Ergebnissen im Plenum zusammen kommen, um dann mit der ganzen Gruppe weiter zu arbeiten etc.

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Jeden Tag etwas Neues tun oder etwas anders machen als bisher

2015 habe ich ja ein 30 Tage Mut-Muskel-Training durchgeführt.

Doch es war für mich keine zeitlich begrenzte Aktion. Ich wollte die Essenz als grundsätzliche Haltung mein Leben lang beibehalten: Offenheit für Neues, Ausbrechen aus Gewohnheiten, immer wieder mal kleine Mut-Muskel-Trainings.

Denn das Ergebnis ist phantastisch. Ich hatte es als „Kreativitäts-Turbo“ empfohlen, doch es bewirkt noch viel mehr als das.

Sie fühlen sich lebendiger

Selbst in stinknormale Arbeitsalltage bringt diese Haltung eine neue Würze hinein. Sie fühlen sich lebendiger, weil Sie mit einem neuen Bewusstsein an Ihre Alltagssituationen herangehen. Sie neu betrachten und prüfen: „Was könnte ich einmal anders machen? Was wäre eine kleine Herausforderung, die mich aus meinem Gewohnheitstrott reißt?“

Es kann dazu führen, dass Sie manches nicht mehr als selbstverständlich ansehen, was Sie seit ewigen Zeiten so und nicht anders machen.

Dabei geht es nicht darum, dass dieses neue Verhalten besser, schneller oder effektiver ist. Sondern lediglich darum, dass es anders ist, als das, wie Sie sie es bisher gemacht haben.

Warum?

Das bringt Ihr Gehirn in Trab. Das wirkt langsamem Einrosten entgegen. Das hält Sie jung und beweglich, auch im Geiste.

Und gleichzeitig wird das Leben aufregender. Sie machen immer wieder neue erstaunliche Entdeckungen. Die Sie verpasst hätten, wenn Sie in alten Bahnen weiter gefahren wären.

Bei mir ging es sogar noch tiefer.

Eine „Macke“ von mir ist, dass ich gerne plane und innere und äußere Programme habe, die ich brav befolge. Manche bewusst, andere automatisch. Solche Programme und Strukturen sind natürlich oft sehr hilfreich. Aber ebenso gut können Sie hinderlich sein oder auch vielleicht inzwischen überholt.

Durch die #MuMuT-Übung wurden sie immer wieder durcheinander gerüttelt und hinterfragt. So dass ich anschließend viel bewusster entscheiden konnte: dieses „Programm“, diese Gewohnheit möchte ich beibehalten, weil sie nützlich ist oder mir gut tut. Andere kann ich aber getrost verabschieden und neue entwickeln.

Eine weitere Erkenntnis

In meiner täglichen Liste standen oft 3-5 Punkte, nicht nur eine Aktion pro Tag. Das lag auch daran, dass ich auch ohne das Training dort eine Menge hätte schreiben können. Mir fiel nur durch die täglichen Notizen erst einmal so richtig deutlich auf, dass ich zum Beispiel ständig was Neues lerne. Mich zu einer Online-Fortbildung anmelde, einen Online-Kurs besuche, ein Webinar, ein Video, einen Selbstlernkurs. Oder eben live zu allen möglichen Veranstaltungen gehe, Menschen treffe, neue Wege erwandere.

Durch diese Aktion habe ich dann noch etliches bewusst hinzu genommen und auch bewusst geplant.

Geplant oder spontan?

Auch das war ein Thema, über das ich mir auch schon vorher Gedanken gemacht habe und das wir auch im Forum diskutiert haben.

Etliche Aktionen habe ich mir vorher überlegt oder richtig geplant. Beispielsweise, dass ich zum ersten Mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Antalya nach Cirali fahre, statt mich wie sonst von einem Transfer abholen zu lassen.

Für mich persönlich war es aber noch viel spannender – und wichtiger – zu lernen, spontan in Alltagssituationen zu sehen:“Ah, hier ist nun eine Situation, wo ich den „Mut-Muskel“ trainieren kann. Sei es, mich spontan auf einen Vorschlag von anderen Menschen einzulassen, wo ich früher erst einmal abgelehnt hätte, weil es mir unbequem war. Sei es, dass mir ganz spontan eine Idee durch den Kopf schoss: „Och, ich hätte jetzt mal Lust…“ und dann schwups von der Autobahn abfahre, um es zu machen.

Alles Dinge, die ich sonst nicht getan hätte, weil sie so einen winzigen inneren Ruck erfordern.

Jetzt vor dem Hintergrund: „Ach, ich mache ja das Mut-Muskel-Traing“ , konnte ich mich viel leichter auf solche spontanen Anregungen oder Eingebungen einlassen.

Neben all den tollen neuen Erfahrungen und Begegnungen führte das auch nicht selten dazu, dass ich ein wenig stolz auf mich war. Und das ist ja auch nicht schlecht, sondern ein wunderbarer Motivator.

Essenz

Dieses bewusste Einlassen auf neue Situationen und oft auch spontane Angebote hat mir viele sehr interessante Begegnungen verschafft, zu sehr schönen Erlebnissen geführt und mir einfach sehr viel Freude gemacht.

Ich bin öfter bewusst über meinen Schatten gesprungen und habe somit meine Grenzen erweitert.

Dadurch fühle ich mich noch lebendiger, jünger, kreativer und munterer – alles sehr erfreuliche Resultate.

Daher kann ich Sie nur noch einmal aller ermutigen:

Starten Sie Ihr eigenes Mut-Muskel-Training. Es geht auch wunderbar ohne Gruppe und offizielle Einladung. Diese gemeinsame Aktion war für mich auch nur als Start gedacht, da es doch vielen leichter fällt, wenn sie sich darüber regelmäßig austauschen können.

Doch ich selbst hatte ja schon Wochen vorher damit begonnen und werde eben auch nicht aufhören. Warum auch? Ich möchte noch ewig weiter lernen und wachsen, und da ist das eine wunderbare leichte Methode.

Allerdings finde ich es nach wie vor hilfreich, das täglich zu notieren. Ob öffentlich in meiner OAZE – Online-Akademie oder in einer Facebook-Gruppe oder eben wieder nur für mich. Das macht keinen großen Unterschied.

Also, wollen Sie mittrainieren? Nur für sich? Es lohnt sich!