Menschen denken in Bildern – aber sehr unterschiedlich

Menschen denken in Bildern. Ob wir etwas lernen oder uns unterhalten, wir machen uns zu den Worten immer innere Bilder. Diese bilden sich aus unseren bisherigen Erfahrungen und Kenntnissen.

Wenn Sie mit jemandem sprechen, dann haben Sie auch entsprechende Bilder in Ihrem Kopf. Doch bei Ihrem Gesprächspartner sind das nicht automatisch die gleichen Bilder. Das ist uns oft nicht bewusst und daher entstehen leicht Missverständnisse.

Das wird auch sehr deutlich bei den folgenden 3 Spielen oder Methoden, die ich auch oft in Seminaren einsetze zum Thema Kommunikation, Wahrnehmung, Sprache oder was auch immer gerade das Thema ist.  Sie können es aber auch zu zweit ausprobieren.

3 Methoden für Trainings oder als Selbsttest

Eine schöne Möglichkeit, einmal konkret zu erleben, wie die eigenen Worte beim Gesprächspartner nicht unbedingt das auslösen, was Sie meinen, ermöglicht das Tangram.

Es enthält 7 Steine in einfachen geometrischen Figuren (s. Abb. 1) und eine Anleitung mit verschiedenen Bildern, die aus diesen Figuren gelegt werden können.

Tangram


Das Spiel wird zu zweit gespielt, wobei beide Rücken an Rücken sitzen. Sie haben nun folgende Möglichkeiten:

  • Ein Spieler beschreibt ein Bild, der andere legt es einfach nach, ohne Nachfragen. Vergleichen Sie am Ende das Ergebnis.
  • Sie beschreiben das Bild. Nun hat Ihr Mitspieler die Möglichkeit, Rückfragen zu stellen. Wie lange brauchen Sie zur Erstellung des Bildes und stimmt es am Ende wirklich überein?
  • Sie geben bestimmte Fragen vor, z.B. nur geschlossene Fragen, nur offene Fragen, usw. Wie häufig muss gefragt werden? Wie unterscheiden sich die Ergebnisse? Erzielen Sie das selbe Bild? Wie lange brauchen Sie dafür?

Seien Sie kreativ und lassen Sie sich weitere Spielmöglichkeiten einfallen. Egal, welche Regeln Sie verwenden. Sie werden feststellen, wie schwierig es ist, wirklich immer das gleiche Bild entstehen zu lassen. Und das liegt nicht an der Dummheit eines der Mitspieler.

Bilder-Diktat

Hier geht es um das gleiche Prinzip. Ein Partner beschreibt ein abstraktes Bild, das der andere nach dieser Beschreibung zeichnen soll.
Sie sitzen Rücken an Rücken. Jeder bekommt ein anderes Blatt.

A beginnt und diktiert B sein Bild. Das heißt, er versucht es so zu beschreiben, dass B das Bild richtig zeichnen kann. Nach einer Weile werden die Rollen vertauscht.
Anschließend werden die Zeichnungen mit den Originalen verglichen.

Auswertung:

* War es schwierig oder leicht?
* Was hat es schwer oder leicht gemacht?

Postkarte beschreiben

Diese Übung kann ebenfalls sehr gut zeigen, dass Kommunikation nicht immer einfach und eindeutig ist.

Material

Postkarten mit verschiedenen Motiven, Landschaften, Kunstpostkarten

Zur Methode

Diese Methode lässt sich gut einsetzen in Seminaren, bei denen es um Wahrnehmung, Kommunikation oder ähnlicheThemen geht. Die Teilnehmer können erfahren, welche Art von Beschreibungen hilfreich ist und welche weniger.

Verlauf

Jeweils zwei Teilnehmer setzen sich Rücken an Rücken. Jeder zieht eine Postkarte, die der Trainer verteilt.

Die Aufgabe ist nun, dem Partner diese Postkarte zu beschreiben – nach bestimmten Regeln.
Es darf nichts Konkretes benannt werden, was auf der Karte zu sehen ist, sondern nur Formen, Farben und die Stimmung.

Nach zwei Minuten wird getauscht und der andere Partner beschreibt seine Karte für zwei Minuten.

Anschließend werden vom Trainer alle Karten kreisförmig in die Mitte auf den Boden gelegt und jeder Teilnehmer versucht nun die Karte zu finden, die sein Partner ihm beschrieben hat.

In der Gesamtgruppe können Sie sich dann darüber austauschen:

* War es schwierig oder leicht, die Karte zu identifizieren?
* Woran lag es? Was hat geholfen, die Karte zu finden?

Wie sieht es bei Kundengesprächen aus?

Sie können sich nun vorstellen, dass bei Kundengesprächen ähnliche Unklarheiten auftreten können. Selbst wenn Sie Fotos zeigen oder PowerPoint-Folien, können Sie vielleicht das Wesentliche gar nicht so gut vermitteln, dass es wirklich beim Kunden ankommt. Und er entscheidet dann doch nur auf der Basis des Preises.

An dieser Stelle kann Ihnen Visual Selling helfen. Beim Visual Selling visualisieren Sie live während des Gesprächs das, was Ihr Kunde sagt und fragt und das, was Sie als Lösungen anbieten können.

Wie genau das geht, erfahren Sie nächste und übernächste Woche in zwei weiteren Gastbeiträgen von Miriam Hamel, Trainerin für Visual Selling.

 

 

Stolpersteine und Hindernisse kreativ überwinden

Es gibt manchmal Zeiten, da häufen sich die kleinen Hindernisse und Ärgernisse. Geräte gehen kaputt, die Flipchartmappe fällt unter den Zug, Teilnehmer können sich nicht einloggen, der Support ist nicht greifbar – oder wie mir dann als Krönung neulich passiert ist: Die Flipchartmappe und der Koffer mit Seminarmaterial sind nicht rechtzeitig im Seminarhotel.

Also, Situationen, wo ich zumindest laut schreien könnte oder in die Tischkante beißen möchte.

Das Entscheidende ist natürlich, wie gehen Sie mit solchen Situationen um (außer, dass Sie dann gleich einen Blogbeitrag dazu schreiben 🙂 :-)).

Sie können auf zwei Ebenen ansetzen

Es gibt da zwei Ebenen, die innere und die äußere und es ist sicher nach Typ unterschiedlich, auf welcher Sie beginnen möchten, damit umzugehen.

Ich kann im Äußeren agieren und versuchen das Problem konkret und konstruktiv zu lösen.
Und gleichzeitig schauen, was passiert im Inneren? Wie kann ich meinen Ärger oder oft auch Panikgefühle in den Griff bekommen? Denn im Stress-Modus sind wir nicht besonders kreativ und ich fühle mich dann auch nicht besonders wohl.

Damit ich im Äußeren überhaupt handlungsfähig bin, muss ich mich in einen anderen Zustand bringen. In Panik kann man nicht besonders gut denken, vor allem wird man aber den anderen, die einem helfen sollen, nicht sympathischer. Ich zumindest neige dann auch dazu, Druck zu machen, dem armen Support-Menschen Feuer unter dem Hintern zu machen, indem ich sage, dass meine Existenz davon abhängt.
Natürlich ist es wirklich übel, wenn gerade meine neue Online-Trainer-Ausbildung anfängt und die Teilnehmer sich nicht einloggen können und somit nicht in den Seminarraum kommen. Aber ich lebe dennnoch weiter und lande nicht sofort als Clochard unter einer Brücke. Ich übertreibe eben gerne ein bisschen :-). Und fühle es in dem Moment auch so.

Bearbeitungs-Strategien

Wie kann ich mich also gefühlsmäßig wieder runter bringen von diesen Panikgefühlen?

* Alle Möglichkeiten erwägen

– Wen kann ich um Hilfe bitten?

– Was kann ich selbst versuchen?

– Welche Notfall-Alternativen gibt es? (dazu ein Brainstorming machen – dazu möchte ich Ihnen am Ende einige lustige Beispiele bringen)

* Relativieren

– Es ist zwar blöd, aber ich verliere nicht alle Kunden, wenn da ein Problem auftritt. Meist sind Teilnehmer verständisvoll und hilfsbereit.

* Abreagieren

– Boxsack oder Holzhacken

– Walken oder joggen gehen

– Hausputz

– Laut fluchen (im Keller? Meine Mutter ging immer in den Keller, Türen zuschlagen 🙂

– Jammern (E-Mail oder WhatsApp an Freundin, eine Freundin anrufen,  bei Facebook posten (bringt viel Trost und „du schaffst das!“)

* Mentale Techniken

Yoga, Meditieren, Entspannungsübungen- was Sie auch immer in Ihrem Repertoire haben

* Ablenken

– Spannendes Buch lesen oder Krimi anschauen

 

Das alles kann helfen, erst einmal aus dem Panikgefühl rauszukommen.
Was aber, wenn Sie gar keine Zeit mehr haben, das Seminar also bald losgeht und Sie stehen da ohne Material?

Hier erst mal einige Brainstorming-Beispiele zu „Notfall-Alternativen“

  1. Die Teilnehmer kommen nicht ins Forum der Online-Akademie

– Einen neuen Support suchen
– Die Lektionen per E-Mail schicken
– ein neues Forum buchen
– alles über Webinare laufen lassen
– das Seminar verschieben
– den Teilnehmern ein Buch per Post als Wiedergutmachung schicken
– mit jedem Teilnehmer telefonieren und für gute Stimmung sorgen
– statt dessen in einem Seminarraum live treffen

Zur Erinnerung: Bei einem Brainstorming ist ALLES erlaubt und erwünscht, auch Ideen, wo sich Ihnen eigentlich die Zehnägel kräuseln. Denn daraus können weitere Ideen entstehen…

  1. Die Flipcharts und der Koffer mit dem Seminarmaterial sind nicht da

– Nachts die wichtigsten Flipcharts noch im Hotel malen
– alle Flipcharts zukünftig mit Foto auf dem Handy, damit ich sie schnell  abmalen kann
– den Teilnehmern gar nicht sagen, was alles fehlt, dann fällt es ihnen gar nicht auf, dass der Raum kahl ist
– den Teilnehmern Aufgaben geben, in der Zeit male ich Flipcharts
– die Teilnehmer Flipcharts malen lassen
– neue Methoden erfinden
– schauen, welche Energizer ich auch ohne Material machen kann
– Gegenstände für die 1. Übung im Hotel zusammen suchen
– Ohne CDs müssen die Teilnehmer eben selbst singen
– Minimalismus – Seminar
– man soll ja hin und wieder seine Gewohnheiten durchbrechen: Also mal ein Seminar zwischen kahlen Wänden. Kaum Visualisierung, nur die Ordner der Teilnehmer. (Da standen zum Glück auch noch mal alle Methoden drin).

Ein Nebeneffekt: Manche Ideen zaubern mir ein Grinsen ins Gesicht. Und Panik und Lachen gehen nicht wirklich zusammen, es mildert es zumindest ab.

Machen Sie mal selbst so ein Brainstorming

Probieren Sie es doch mal selbst aus. Wenn Sie gerade keine aktuelle Katastrophe haben, dann nehmen Sie sich doch eine Situation aus der Vergangenheit. Machen Sie ein hemmungsloses Brainstorming, wo Sie ALLES zulassen und aufschreiben, was Ihnen durch den Kopf schießt. Das macht Spaß! Und lockert Hirnverkrampfungen.

Und wie ging es weiter?

Falls Sie meine konkreten Geschichten interessieren:

Beim Seminar, wo Koffer und Flipcharts am Vortag nicht da waren, als ich den Seminarraum vorbereiten wollte, habe ich folgende Maßnahmen ergriffen:

– Versucht, den Menschen telefonisch zu erreichen, der die Materialverschickung organisiert- ohne Erfolg, auf den AB gesprochen.

– Erst mal ein Abendessen gegönnt, da schon das Mittagessen ausfiel.

– Die wichtigsten Flipcharts für den Einstieg am nächsten Morgen noch mal geschrieben (soweit ich mich an die Inhalte erinnern konnte).

– Bei Facebook gepostet und sehr viele Unterstützungsantworten und Ermutigungen erhalten: „Wenn das jemand kreativ lösen kann, dann du!“  Das hilft (mir) tatsächlich!!

– Morgens noch mal telefoniert und einen Rückruf erhalten, das Gepäck müsste noch vor 9 Uhr eintreffen.

Das Gepäck kam dann wirklich kurz vor Seminarbeginn und ich konnte noch etwas hektisch die wichtigsten Dinge vorbereiten. Die Teilnehmerinnen boten sogar ihre Hilfe an, aber die habe ich erst mal zum Kaffee trinken geschickt.

Wir konnten pünktlich um 9 Uhr starten mit dekorierten Wänden.

 

Uaaah – manchmal sind Entscheidungen schwierig

Vor einigen Tagen hatte ich einen Anruf auf dem AB von der Mitarbeiterin eines großen Verlages. Sie hätte eine Anfrage an mich zu einer Autorenschaft und ich möge doch bitte zurück rufen.

Was soll ich tun? Was will ich?

Gleich hatte ich widerstreitende Gefühle in mir. Ich wollte ja so schnell kein Buch mehr schreiben. Gleichzeitig war ich aber neugierig und gespannt, um welches Thema es denn geht.

Inzwischen weiß ich das Thema und die Zielgruppe und es klingt interessant. So, dass ich es wohl auch relativ schnell schreiben kann, weil es ein mir sehr vertrautes Thema ist. Für eine neue Zielgruppe – das würde es wiederum interessant für mich machen.

ABER: Es kostet einfach viel Zeit, auch wenn ich sicher zu den Schnellschreibern gehöre und die könnte ich auch gut dafür brauchen, weiter an meiner eigenen Fortbildung zu arbeiten oder neue Online-Seminare fertig zu stellen.
Und reich wird man mit Fachbüchern auch nicht :-).

Gleichzeitig sind da aber solche Gedanken: „Ach, das würde ich gerne. Im Winter habe ich dazu bestimmt Zeit.“ usw.

Was also machen?

Social Media befragen

Zuerst habe ich es direkt bei Facebook gepostet  und wie erwartet bekam ich auch da natürlich unterschiedliche Reaktionen. „Ja klar, mach das.“ –  „Nein, lass es.“ – „ Hör auf deinen Bauch“ usw.

Aber es hilft mir. Indem ich nämlich die Kommentare der anderen lese, merke ich, wo sich bei mir Widerstand regt:“Ooch, ich will aber doch“, oder wo ich strahle und denke: „Siehste, die sagt das auch!“
Bis dann ein Kollege auch schon schrieb, dass ich ja selbst ständig Argumente dafür schreibe.

Dann fiel mir ein: Ich habe ja auch mal ein Buch über Entscheidungsmethoden geschrieben. Nutze ich doch mal eine davon.

Entscheidungs-Mind Map

Doch ehe ich das Buch hervorkramte (es ist ein E-Book und eine CD-ROM) habe ich einfach eine Entscheidungs-Mind Map angelegt: Was spricht dafür, was spricht dagegen. Und dafür waren deutlich mehr Punkte.
Doch die Menge alleine macht es auch nicht. Wenn einer der Dagegen-Punkte sehr gewichtig ist, kann das auch den Ausschlag geben.

 

Nicht zu spontan entscheiden

Ein weiteres Prinzip, das ich mühevoll gelernt habe: Auf jeden Fall eine Nacht drüber schlafen. Ich bin da oft sehr ungestüm und ungeduldig, schreie sofort Ja oder Nein, aus einem momentanen Impuls heraus. Und habe erfahren, dass das nicht immer richtig war.

Also, Finger still halten und heute nicht entscheiden! Jedenfalls nicht offiziell und per E-Mail.

Mit jemandem sprechen

Mir hilft es auch immer sehr, mit einer Freundin zu sprechen. Dabei erlebe ich  immer wieder: Während ich ihr erzähle, worum es geht, wird mir schon klar, was ich eigentlich will. Ich höre sozusagen meinen eigenen Argumenten zu und merke, wo emotional mehr Gewicht ist.

Ich glaube Vera F. Birkenbihl nannte das mal so schön „an jemanden hinreden“. Der andere fungiert nur als Spiegel – und wenn er oder sie das weiß, dann ist es ja ok. Sie muss also nur ihr Ohr leihen.

Und wie treffen Sie kleine oder größere Entscheidungen? Teilen Sie es doch mit uns im Kommentar


Und falls Sie wissen wollen, wie ich mich entschieden habe:
Ich habe es erst einmal aufgeschoben. Weil die zuständige Dame diese Woche in Urlaub ist. Und ich meine Freundin noch nicht erreicht habe. Aber ganz tief im Inneren weiß ich es wohl schon 🙂 – oder doch nicht?

Wie Sie Ihre Teilnehmer beim Transfer unterstützen können

Wie schlagen Sie am Ende eines Seminars die Brücke zum Alltag der Teilnehmer? Helfen Sie ihnen schon im Seminar, das Gelernte auch anschließend umzusetzen?

In früheren Beiträgen habe ich schon etwas zum Transfer geschrieben und Transfermethoden vorgestellt.

Heute möchte ich Ihnen eine Methode vorstellen, die ich letzte Woche im Seminar eingesetzt habe und dabei den Eindruck bekam, dass sie sehr hilfreich für die Teilnehmer ist.

Zum einen dient sie der „Integration“. Das meint, dass sich die Teilnehmer noch einmal einen Überblick verschaffen, was sie im Seminar gelernt und in unserem konkreten Fall auch schon erarbeitet haben.

Zum anderen planen sie dann auch schon ganz konkret, was sie von den ausgearbeiteten und geplanten Projekten wann und wie umsetzen.

Ich mache es mal konkret.

Es ging um ein Seminar mit dem Thema „Kreativitätstechniken“, wo ich verschiedene Kreativitätsmethoden vorstelle und die Teilnehmer dann jeweils ein konkretes Thema mit solch einer Technik bearbeiten. Dabei führen sie es oft nur bis zur Phase der kreativen Ideenfindung durch – oder vielleicht noch die Bewertung und Auswahl. Aber die konkreten Schritte planen und vor allem umsetzen, das können die Teilnehmer erst anschließend in ihrem Arbeitsalltag machen.

Ihr Thema

Wie so eine Integration und Transferübung aussehen kann, hängt natürlich auch von Ihrem Thema ab. Wenn es auch um ganz konkrete Methoden und Techniken geht wie bei meinem Thema Kreativitätstechniken (z.B. Zeitmanagement, Seminarmethoden, Motivationstipps o.a.), dann können Sie die Übung unverändert übernehmen.

Bei Themen, wo es mehr um Verhaltensänderung geht, können Sie es dennoch sehr ähnlich machen. Ich bin sicher, das fällt Ihnen nicht schwer, das entsprechend umzuformulieren.

  1. Integration

Um den Teilnehmern noch einmal einen Überblick zu geben, was wir alles in den zwei Tagen gemacht haben, fasse ich auf einem Flipchart noch einmal alle Methoden zusammen.

In diesem Beispiel habe ich neben den Kreativitätstechniken auch die kleinen Energizer notiert, da die Teilnehmer teilweise auch selbst Workshops mit ihren Kollegen durchführen und auch an diesen Spielen und Aktivierungen interessiert waren.

Ob so ein Flipchart reicht oder sie noch mal auf einzelne Methoden eingehen, können Sie dann aktuell entscheiden.

Zumindest kann man hier den Teilnehmern auch noch die Möglichkeit geben nachzufragen, wenn sie sich nicht mehr an alles erinnern.

In unserem Fall hatten sie aber ja mit allen Methoden gearbeitet und sie zusätzlich ausführlich beschrieben im Teilnehmer-Ordner. Diesen sollten sie für die folgende Aufgabe ebenfalls hinzuziehen.

  1. Transfer vorbereiten – Aufgaben für die Teilnehmer

Was vorher gelaufen ist

Zu Beginn des Seminars haben die Teilnehmer 5-7 Themen gesammelt, die ohnehin demnächst bei der Arbeit anstehen und wozu sie kreative Ideen brauchen. Es können Probleme sein, aber auch konkrete Projekte, die anstehen, Eventplanungen, Marketingstrategien, Produktentwicklung, Verbesserung konkreter Arbeitssituationen usw.

Bei jeder Methode sollten sie eins ihrer Themen auswählen und damit berarbeiten.

Transfer-Aufgabe

  1. Verschaffe Sie sich einen Überblick: Welche Themen haben Sie mit welcher Methode bearbeitet?
  2. An welchen Themen muss/ will ich noch weiterarbeiten?

(Wir haben sie im Seminar ja nicht immer bis zur letzten Detailplanung bearbeitet)

  1. Wählen Sie davon 1 Thema aus und planen jetzt konkret die ersten Schritte:- Welche Phasen der Kreativitätstechnik muss ich noch anschließen?

   – Was sind die ersten Schritte zur Umsetzung

  1. Schreiben Sie auf (und sagen es anschließend in der Runde), in der Gegenwartsform und ohne Konjunktiv:

Ich mache..xy… dann (Datum) und mit (YZ).

Abschluss-Runde

Wenn alle Teilnehmer mit dieser Übung fertig sind, reicht in der Regel eine kleine Abschlussrunde, wo jeder einen Satz in der oben beschriebenen Weise sagt:

Beispiele:

„Ich nehme mir Montag meine Ausarbeitungen mit der Walt Disney Strategie vor und wähle die besten Ideen aus.“

„Ich stelle Dienstag in der Teamsitzung meine Ideen vor, die ich mit der Methode XY entwickelt habe und wo ich schon die 5 besten Ideen ausgewählt habe.“

usw.

 

 

Farben machen fröhlich

Schon länger habe ich nichts mehr in der Kategore „Farbe ins Leben bringen“ gepostet, dabei wollte ich das regelmäßig machen, ich habe auch genug schöne Beispiele.

Heute stelle ich also meine neue Lieblingsjacke vor! Tadaa!

Vor Jahren sah ich sie mal an einer Frau, die am Strand in Cirali vorbeiging und dachte: „WOW, ist die schön!“ Das heißt, ich dachte es nicht nur, sondern ich sprach sie einfach an und sagte ihr, dass ich die Jacke total schön finde.

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Ich will nicht mehr auf Bahnhöfen warten und in Hotels schlafen

Dies ist ein weiterer Aspekt, der die Begeisterung für das nächste Training etwas dämpfen kann.

Ich gebe zu, an diesem Punkt bin ich nun in meinem 37. Trainerjahr angekommen. Das Herumreisen finde ich anstrengend und zeitraubend und in Hotels schlafen lockt mich überhaupt nicht. Ich schlafe lieber zu Hause in meinem Bett.
Von den Städten bekomme ich in der Regel nichts mit, ich habe wohl nur einmal (in Dresden) einige Tage angehängt, um mir die Stadt ansehen zu können und Freunde zu besuchen.

Welche Möglichkeiten gibt es nun, das Ganze trotzdem so angenehm wie möglich zu gestalten oder die Stresspunkte zumindest zu reduzieren?

Strategien, die es angenehmer machen können

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Begierig auf Aufgaben

Das hätte ich mir in meiner Schulzeit niemals träumen lassen, dass ich mich auf Aufgaben freue und begierig darauf warte.

Ich habe mich kurzentschlossen zu einer weiteren Online-Fortbildung zum Thema Marketing angemeldet (die Fortsetzung meiner bisherigen), wo wir jeweils Montag eine neue Wochenaufgabe bekommen.
Nun bin ich verrückterweise diese und letzte Woche montags immer schon um 5:00 Uhr aufgewacht, obwohl ich sonst im Urlaubsmodus bin und hier in der Türkei sehr gut schlafe.

Da musste ich nun ungeduldig warten, bis um 8:00 Uhr endlich die E-Mail mit der Aufgabe kam, hier sogar bis 9:00 Uhr.

Was zeigt das?

Wenn ich an meine Schulzeit denke, habe ich mich nie über Aufgaben gefreut. Sie waren lästig, hielten mich vom Spielen ab. Vielleicht waren sie auch langweilig oder schwierig. Auf jeden Fall doofe Pflicht, soweit ich mich daran erinnern kann.

Und jetzt bin ich scharf drauf! Woran liegt das?
Ich hätte durchaus genug zu tun, auch im Rahmen dieser Fortbildung gibt es noch genug Stoff, den ich durchzuarbeiten habe und Dinge, die ich umsetzen will. Warum freue ich mich dann auf eine konkrete Aufgabe?

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Booh, ich hab Schiss

Es gibt hin und wieder Situationen in einer Trainerkarriere, wo uns die Muffe geht. Weil es ein ganz neuer Kunde ist, ein sehr großes Unternehmen, eine neue Zielgruppe von einer Ebene, die wir bisher noch nicht bedient haben (Vorstände, Direktoren) oder oder…

Ich erinnere mich noch sehr gut an mein allererstes selbstakquiriertes Firmenseminar.
Vorher hatte ich zwar schon viele Jahre Seminare durchgeführt, für Lehrer, Ausbilder und Sozialpädagogen in der beruflichen Ausbildung. Aber noch nicht in Unternehmen.

Und nun hatte ich einen Auftrag für eine ganz neue Zielgruppe. Das Thema „Zeitmanagement“ hatte ich zwar schon öfter durchgeführt, aber nicht mit Mitarbeitern eines solch großen Logistikunternehmens.

Die Personalentwicklerin hatte bei mir  ein Coaching gemacht und mich gefragt, ob ich solch ein Seminar für Ihre Mitarbeiter durchführen würde. Die Teilnehmer waren nur Männer und die arbeiteten unter Bedingungen, wo klassisches Zeitmanagement alleine nicht hilft.

Ich war schlicht und ergreifend höllenaufgeregt. Ich habe es wirklich wochenlang vorbereitet und ich weiß nicht, wieviele schlaflose Nächte ich hatte.

Ergebnis

Das Seminar ist sehr gut gelaufen! Es hat mir Mut gemacht für meine weiteren Seminare, weil ich mich trotz aller Ängste getraut habe, genau so zu arbeiten, wie ich auch vorher gearbeitet habe. Mit Aktivierungen und Spielen,  mit kreativen Seminarmethoden – und eben sehr viel Vorbereitung.

Hilfreiche Strategien

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Neues ausprobieren – im Cafe schreiben

Ich habe ja für mich alleine mein Mut-Muskel-Training #MuMuT wieder aufleben lassen: Jeden Tag etwas Neues auszuprobieren oder eine Gewohnheit zu durchbrechen.

Heute Abend habe ich dann gleich mehrere neue Dinge ausprobiert- und das Ergebnis wird sich während des Schreibens zeigen.

Es gibt Menschen, die gerne in Cafes arbeiten, Trubel und Menschen um sich herum genießen.
Ich hingegen brauche in der Regel Ruhe und genieße die idyllische Stille meines 13-Häuser Dorfes.

Nun bin ich ja schon länger wieder in der Türkei und habe dort 3 Wochen im Hotel-Garten diverse Online-Seminare gegeben.

Heute bei meiner nachmittäglichen Runde kam mir dann eine Idee. Ich habe hier ein sehr nettes Cafe „entdeckt“, dass ja sogar die Startseite dieser Webseite ziert. Dort habe ich schon neulich abends mein erstes Bier getrunken und noch länger nett da gesessen, nachdem meine Freunde schon weg waren.

Vielleicht kann ich ja hier auch arbeiten?

Erst einmal die Stromverbindung gecheckt. Wunderbar, es gibt Steckdosen. Ebenso W-Lan. Daher habe ich mein Laptop geschnappt und bin testweise ins Cafe. Pizza und Bier bestellt – wenn schon, denn schon!

Ich werde sehen, wie erfolgreich der Versuch wird. Ob ich beflügelt doppelt so viel und so schnell schreibe – oder ob ich es als netten Versuch erlebe, der keine Wiederholung braucht. Wir werden sehen…

Auf jeden Fall bin ich jetzt schon zu Beginn stolz und froh, dass ich es getan habe. Mein Laptop hergeschleppt, mir den Tisch näher an die Steckdose gezogen, ein Kissen für höheres Sitzen besorgt und nun auf die Pizza wartend. 🙂

Das Experiment ist offensichtlich geglückt. Im nächsten Newsletter lesen Sie einen der Blogbeiträge, die ich hier geschrieben habe.
Auf das Bier werde ich beim nächsten Mal verzichten, das vertrag ich einfach nicht, werde zu schnell blau :-).
Doch im Sinne von #MuMuT besteht der Erfolg vor allem darin, dass ich mich aufgerafft habe und etwas Neues ausprobiert habe. Wenn ich dann noch eine tolle neue Sache für mein weiteres Leben entdecke UND noch gute Blogbeiträge dabei herauskommen, dann habe ich einen dreifachen Gewinn.

Langweilig – Immer wieder das gleiche Thema

Das nächste Training steht vor der Tür! Sie schauen in Ihren Kalender und bekommen das große Gähnen. Das Thema machen Sie nun schon viele Jahre, genau so und nicht anders.

Das innere Feuer ist längst verflogen.

Klar, das Thema ist wichtig und für Ihre Teilnehmer auch hilfreich und Ihre Kunden buchen Sie Jahr und Jahr genau für das Thema. „Grundlagen der Gesprächsführung“ oder „Effektive Meetings“ oder „Zeitmanagement“.

Ihr Versuche, mal ein anderes Thema anzubieten, haben nicht gefruchtet. Nein, das Thema sei sehr wichtig und käme doch immer so gut an. Also lassen Sie sich wieder drauf ein.
Doch wirkliche Freude macht es Ihnen schon lange nicht mehr

Was können Sie tun?

Hier sind einige Vorschläge, die Sie vielleicht auf neue Ideen bringen. Oder die Sie auf eigene andere Ideen bringen, so dass Sie beim nächsten Seminar nicht mehr innerlich gähnen müssen.

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