Zu viele Trainings hintereinander

Wie hier beschrieben untersuche ich Gründe, die Ihre Begeisterung für Ihre Seminare und Trainings einschränken können und zeige Ihnen Strategien, wie Sie damit umgehen können. Damit Sie wieder Freude an Ihren Trainings erleben können.

Grund 1

Sie hatten zu viele Trainings dicht hintereinander und brauchen erst mal eine Pause.

Auf den ersten Blick erscheint die Lösung ganz einfach: Weniger Termine vereinbaren. Doch vielen Trainerinnen fällt das ungeheuer schwer. Aus ganz unterschiedlichen Gründen. Diese können sein:

1. Sie möchten nicht auf das Geld verzichten.

Das sind nicht einmal immer Trainer, die sich so gerade durchwurschteln und das Geld dringend brauchen. Im Gegenteil. Eine Kollegin hat mir mal ganz offen gesagt: Sie findet es einfach klasse, dass sie so viel verdient und sich dadurch eine Menge leisten kann.

Da bleibt nur die Frage: Hat sie noch Zeit dazu, das Geld wirklich zu genießen? Und vor allem, wenn sich schon gesundheitliche Stresssymptome zeigen. Lohnt es sich? Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Und daher fängt die Strategie schon vorher an:

2. Keine vernünftige Planung

Um sinnvoll planen zu können, ist es hilfreich sich klar machen, was die eigenen Werte sind und das eigene Lebenskonzept.

Will ich möglichst viel Geld verdienen und nehme daher alles, was ich an Aufträgen bekommen kann?
Oder ist mir meine Gesundheit und eine bestimmte Menge an Zeit für mich und meine Familie wichtiger?

Ich muss da also eine grundsätzliche Entscheidung treffen. Wenn die einmal getroffen ist, kann ich auch klarer und eindeutiger auf solche Anfragen reagieren.

Geschäfstvereinbarungen mit sich selbst.

Diese Idee habe ich mal vor vielen Jahren von einer Kollegin übernommen und sie macht es wirklich leichter.
Sie legen darin fest, wieviele Trainigstage im Monat Sie maximal übernehmen.
Ich persönlich habe dort vor allem angegeben, wieviel Zeit zwischen zwei Trainings liegen muss. Denn ich weiß inzwischen, dass es mich ungeheuer anstrengt, wenn sie zu dicht hintereinander liegen.

Es kann sogar bedeuten, dass ich festlege: nach jedem Training mace ich einen Tag komplett frei! (Das schaffe ich leider noch nicht, ist aber ein Ziel).

3. Scheinbare Ausnahmen werden zur Gewohnheit

Wenn Sie diese Dinge für sich geklärt haben, wird es Ihnen nicht mehr passieren, dass Sie den Kalender komplett zuknallen. Sie werden zumindest sehr genau überlegen, ob Sie einen Auftrag annehmen, der zu dicht hinter dem nächsten Training liegt. Das kann ich Ausnahmefällen mal Sinn machen, aber eben wirklich nur als Ausnahme.

Beispiel

Hier ein Beispiel von mir, wo ich eine Ausnahme gemacht habe.

Ich bin ja drei Monate im Jahr im Auslang, wo ich nur Online-Seminare durchführe, daher bleibt für die Präsenzseminare weniger Zeit. Trotzdem bin ich da in den restlichen Monaten sehr konsequent und habe vor allem in den letzten Jahren systematisch drauf hin gearbeitet, dass ich auch mehr Termine im Sommer habe und sich nicht alles im November knubbelt. Im Sommer habe ich mehr Energie, die Tage sind länger hell, so dass man auch abends noch etwas vom Seminarort sehen kann etc.

Alleine der Fokus und der Vorsatz haben schon geholfen, da auch mehr Termine zu bekommen. Daher ist es wichtig, sich das vorher überhaupt bewusst zu machen.

Bei Seminarterminen bin ich da auch ziemlich unbeugsam. Wenn mich ein Kunde buchen will, dann werden wir auch einen Termin finden können, der uns beiden passt. Und wenn da schon ein Termin festgelegt ist, der mir nicht in den Plan passt, dann sage ich nicht zu. Ja, das geht. Man kann sagen, dass man zu diesem Zeitpunkt nicht kann!

Wie gesagt, Seminartermine sind grundsätzlich durchaus flexibel. Etwas anderes ist beispielsweise ein Kongress, zu dem ich als Referentin angefragt bin.

Da lässt sich am Termin nichts ändern und da muss ich schauen, wie wichtig er mir ist oder wieviel ich mir davon verspreche. Interessiert er mich selbst auch sehr? Freue ich mich, dort andere Trainer-Kollegen zu treffen? Habe ich die Erfahrung, dass ich darüber immer neue Kunden gewinne, wenn ich dort einen Workshop gebe?

Danach entscheide ich es bewusst – und mache vielleicht auch eine Ausnahme.

4. Sie wollen Ihren Kunden nicht enttäuschen

Sie freuen sich natürlich, wenn Kunden Sie immer wieder buchen, weil Sie mit Ihrer Arbeit zufrieden sind. Und wenn der Kunde dann (scheinbar) nur an einem bestimmten Termin kann, dann lassen Sie sich doch breitschlagen. Sie wollen nicht zickig erscheinen oder unflexibel oder wenig entgegenkommend.

Aber überlegen Sie mal: Wenn Sie zu dem Termin schon ein anderes Training hätten, dann würde Sie doch auch ganz klar sagen: Tut mir leid, zu dem Termin kann ich leider nicht.

Sie selbst wissen ja auch, dass Ihre Arbeit nicht nur aus den Seminaren selbst besteht. Sie müssen diese vorbereiten und nachbereiten, Sie machen Marketing und Verwaltung, Sie besuchen Fortbildungen und lesen Fachliteratur. Damit Sie eben gute Seminare machen können. Das alles gehört zu Ihrer Arbeit und dafür müssen Sie sich nicht rechtfertigen.

Sie brauchen Ihrem Kunden ja auch nicht zu sagen: „Nein, das ist mir zu dicht am letzten Seminar, ich brauche dazwischen…x… Tag!“ Sondern Sie sagen einfach, dass Sie zu dem Termin nicht können. Was auch stimmt.

Und wenn der Kunde Sie wirklich schätzt, wird er entweder einen neuen Termin finden oder Sie beim übernächsten Mal trotzdem wieder anfragen.

5. Sie haben ein schlechtes Gewissen

Sie gestehen sich selbst nicht zu, dass Sie zwischen Seminaren eine Pause brauchen, Zeit, um in Ruhe die Nacharbeit zu machen, sich von dem Seminar zu erholen.

Es ist etwas anderes, ob ich 8 Stunden intensiv im Büro arbeite oder 8 Stunden ein Training halte. Auch wenn es mir Spaß macht und ich tolle engagierte Teilnehmer habe, es ist einfach sehr viel intensiver und kostet mich mehr Energie. Ich merke das erst nach dem Seminar, wenn ich im Zug sitze und wie bei einem Luftballon die Luft entweicht. Ich schlafe in Hotels auch nicht so gut und intensiv wie in Seminaren (haha, das ist so ein netter Verschreiber, auf den mich eine Leserin per Mail hinwies, dass ich ihn stehen lasse. Gemeint ist natürlich nicht so gut wie zu Hause 🙂 ), kann dort nicht nach meinem Rhythmus den Tag gestalten und meine Pausen so machen, wie ich sie brauche.

Das alles müssen Sie sich aber erst einmal eingestehen. Und zuvor erst einmal wahrnehmen, wie das bei Ihnen aussieht.
Mir hat da vor vielen Jahren ein Buch geholfen „Verena Steiner:Energiekompetenz“ und jetzt aktuell  das Buch „Sylvia Löhken:Leise Menschen, starke Wirkung“.

Diese Bücher haben mir geholfen, zu akzeptieren, dass ich zu meiner Regeneration bestimmte Pausen und Rhythmen brauche. Und Sie haben mir auch gezeigt, dass ich damit auch nicht alleine bin.

Es ist ja auch im Sinne Ihrer Kunden, dass Sie in Ihren Trainings fit und wach und konzentriert sind und nicht aus dem letzten Loch pfeifen und es nur so gerade hinter sich bringen.

6. Sie denken, das sei normal

Sie sind vielleicht noch gar nicht auf die Idee gekommen, dass Sie nicht jede Anfrage annehmen und jedes Seminar machen müssen, nach dem Sie gefragt werden. Sie sind ein hilfsbereiter Mensch und springen sofort ein, wenn Sie angefragt werden.

Dann lernen Sie nun auch einmal an sich zu denken und zu schauen: Passt es mir überhaupt? Will ich nicht auch mal etwas Luft zwischen den Seminaren haben?
Was bleibt stattdessen dann auf der Strecke?
Und schauen sich Ihre Werte und Ihr Lebenskonzept einmal bewusst an (siehe Punkt 2) und sind zukünftig bewusster bei Ihrer Zusage – oder auch mal Absage.

7. Ihr innerer Antreiber hat Sie im Griff

„Am 7. Tage sollst du ruhn!“ ist spurlos an Ihnen vorüber gegangen. Sie dürfen nicht ruhen. Dann sind Sie faul!

Das können noch ganz alte Kindheitsmuster sein, wo Sie nicht einfach mal rumsitzen und träumen durften, sondern dann sofort aufgescheucht wurden.
Das können Vorbilder aus Ihrer Kindheit sein, Eltern, die ununterbrochen arbeiteten und sich nie Ruhe gönnten.

Gerade bei geistiger Arbeit ist es ja nicht immer so offensichtlich, dass man „was tut“. Bei einem Training ist es ganz deutlich. Da sind Sie aktiv. Aber bei den Zeiten zu Hause… Nein, Sie sind nicht zu Hause! Sie sind im Home Office und arbeiten. Selbst wenn Sie mit einem Fachbuch auf dem Balkon sitzen oder wie ich gerade in der Türkei am Laptop sitze: Sie arbeiten! Das gehört alles dazu, damit Sie ihren Job gut machen.

8. Sie vergleichen sich mit anderen

Sie hören oder lesen, dass Kollege XY 160 Trainingsstunden im Jahr macht. Und Sie haben nur 140.

Eine Kollegin erzählt, dass Sie gleich von einem Training ins nächste fährt. Die Folien allezeit dabei.

Dann sollen sie doch. Wissen Sie, WIE die Ihre Trainings machen? Die immer gleichen Power Point Vorträge abspulen und die Teilnehmer dann alleine arbeiten lassen? Oder mit Herzblut und Power mit den Teilnehmern arbeiten?

Sie sind Ihr einziger Maßstab: Schauen Sie, was Sie machen möchten und was Sie brauchen. Wann Sie noch gut sind oder schon erschöpft. Soll Ihr Leben nur aus Arbeit bestehen oder gibt es auch noch andere Bereiche, die für Sie genauso wert-voll sind?

9. Konkurrenzangst

Sie haben Sorge, nicht mithalten zu können und nicht konkurrenzfähig zu bleiben. Wenn Sie nicht immer und überall und zu jeder Zeit parat sind, dann schnappt Ihnen jemand anderes Ihr Training weg.

Ich bin überzeugt: Es ist genug für alle da.

Zudem sind wir alle einmalig. Selbst wenn jemand ein Training von mir eins zu eins kopiert (was theoretisch möglich wäre, da ich in meinem Büchern sehr viel veröffentlicht und preisgegeben habe) wäre es nie das gleiche wie meins. Weil wir unterschiedliche Persönlichkeiten sind. Weil wir ganz unterschiedlich arbeiten. Auch wenn wir die gleiche Methode einsetzen: bei Ihnen wird das anders rüberkommen als bei mir.

Wenn Sie sehr deutlich machen (auf Ihrer Webseite, in den Gesprächen, bei Ihrer Arbeit, auf Ihrem Blog) wie Sie arbeiten, welche Persönlichkeit Sie sind und welche Kunden am besten zu Ihnen passen- dann brauchen Sie keine Angst zu haben. Denn dann finden genau die Kunden zu Ihnen, die SIE wollen – und niemand anderen.

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Von daher: nehmen Sie sich nicht die Freude an Ihren Trainings, indem Sie Ihren Kalender zu voll knallen. Das kann zudem auch Ihre Gesundheit beeinträchtigen.
Klären Sie für sich, in welchem Rhythmus Sie Trainings durchführen möchten, so dass genug Zeit für Ihre anderen Arbeiten bleibt und für Ihre anderen Lebensbereiche und Ihre Regeneration.

Das sind Sie sich und Ihren Teilnehmer schuldig.

Ich wünsche Ihnen fröhliche Trainings!

Zamyat

 

Bunte Schnürsenkel

Ich habe ja beinahe vergessen, dass ich regelmäßig Beispiele veröffentlichen möchte zur Kategorie „Farbe ins Leben bringen“. Aus keinem anderen Grund als damit auch ein wenig Freude und Lachen ins Leben zu bringen. Mich machen Farben immer fröhlich, daher umgebe ich mich auch gerne damit.

Vielleicht geht es Ihnen ja auch so.

Hier also ein weiteres Beispiel, inspiriert von einer Freundin. Man kann Schuhe mit bunten Schnürsenkeln farbiger und lustiger machen. Sogar wenn die Schuhe selbst schon bunt sind.

Die schwerste Übung: Nichts-Tun und kein Programm

Letzte Woche gab es keinen Newsletter, da ich 7 Tage Urlaub gemacht habe. Den E- Mail Autoresponder eingestellt und das Laptop nicht aufgeklappt. Da schon in der zweiten Woche hier in der Türkei die Online-Seminare wieder losgehen, wollte ich die erste Woche konsequent sein.

Das war gar nicht so einfach – aus verschiedenen Gründen.

Das Wetter war sehr durchwachsen, die meiste Zeit bewölkt und noch zu kühl, um am Strand zu liegen. Also blieb ich im schönen Garten und kuschelte mich auf’s Köşk. Doch nur lesen, schreiben, dösen?

Kann ich denn einfach nur rumhängen?

Auch wenn es mir manchmal in den Fingern juckte, nun doch auch mal was „Sinnvolles“ zu tun, habe ich es bewusst ausgehalten. Denn für eine richtige Erholung ist es gut, sich auch mal minutenlang zu langweilen. Und vor allem dem inneren Antreiber nicht nachzugeben. Der machte mir nämlich viel mehr zu schaffen.

Ich wusste, jetzt und hier war es gut, stundenlang nur rumzudösen und erschreckend viel zu schlafen, denn offensichtlich brauchte mein Körper das. Die letzten Wochen zu Hause waren sehr intensiv gewesen und vor allem mit vielen schlaflosen Nächten durchzogen. Daher freute ich mich hier über jede Minute, die ich schlafen kann. Und wie immer schlafe ich hier von der ersten Nacht an wunderbar.

AfrikaErst am vierten Tag raffte ich mich nachmittags zu meiner „großen Runde“ ums Dorf auf, 7 ½ km. Auch hier merkte ich, dass es mich anstrengte und ich sagte mir „yavaş yavaş“, langsam langsam. Mich nicht zu etwas zwingen, nicht wieder ein Programm draus machen! Zum Beispiel:“Du musst jetzt jeden Tag die große Runde laufen!“ „Du musst auch bald einen Wanderweg einlegen.“ „Du musst die Zeit nutzen!“

Aus Programmen aussteigen

Puh, genau aus solchen Programmen möchte ich im Urlaub doch aussteigen. Schauen, wonach mir gerade ist und was ich jetzt brauche. Rumliegen oder rumsitzen, ein paar Schritte durch’s Dorf oder am Strand entlang gehen? Ein Schwätzchen halten oder eher Rückzug? Romänchen lesen oder  bunte Buchstaben malen?

Als die „Macherin“ schlechthin fällt mir das nicht leicht.

Den Motor runterfahren

Und was bedeutet für mich, etwas „Sinnvolles“ zu tun? Das hieß bislang Arbeit oder Fortbildung, was mir ja beides auch oft Spaß macht. Aber das schaltet sofort wieder den Motor im Hirn an, der für die Abteilung Arbeit zuständig ist. Und der soll ja mal eine Woche still gelegt werden. Für Wartungsarbeiten sozusagen. Frisch geölt und geputzt werden.
So einen Motor erst einmal runterzufahren, dauert erfahrungsgemäß einige Tage.

Schlechtes Gewissen in die Tonne kloppen

Ich vermute, der größte Widerstand kommt tatsächlich aus der Ecke „schlechtes Gewissen“. Das ist noch älter als der innere Antreiber, wobei die beiden ein prima Bündnis eingehen.

Dabei habe ich gar keine protestantische Erziehung genossen und die Kölner Katholiken sind eigentlich lockerer drauf. Aber irgendwie bin ich davon infiziert worden. „Du bist nur etwas wert, wenn du etwas leistest!“ „Du kannst doch nicht einfach…“ (hier kann man nun einsetzen: nichts tun/ rumsitzen / Tee trinken…).

Warum um Himmels willen nicht? Im Urlaub!! Wem schade ich damit??

Was mich schon erschüttert ist, dass diese Stimmen so laut sind. Obwohl ich das vom Kopf her völlig unsinnig finde. Es ja auch extra so geplant habe und es mir gönne, es richtig finde.

Doch mit Argumenten bekomme ich diese inneren Stimmen nicht still. Daher bietet sich als ein weiteres Thema für einen Newsletter an: „Wie gehe ich mit inneren Antreibern um?“

Das gibt es dann vielleicht im nächsten NL oder im übernächsten… :-).

Jetzt mache ich erst mal die restlichen Tage Urlaub.

Hindernisse überwinden – und dadurch glücklich sein

Wir alle begegnen in unserem Leben und in unserer Entwicklung ständig irgendwelchen Hindernissen. Schwierigkeiten, Problemen, Dingen, die nicht so funktionieren, wie sie sollten, blöden Menschen – was auch immer.

Manche meinen ja, dass man statt Probleme „Herausforderungen“ sagen soll. Das ist ein Weg, damit umzugehen.  Veränderte Sprache verändert in der Regel auch die Sicht auf die Dinge, die Gedanken und Gefühle. Der Begriff  „Herausforderungen“ impliziert, dass da etwas von mir erwartet wird und ich etwas tun kann, um das Problem zu lösen.

Ich möchte in diesem Beitrag einen speziellen Aspekt von Hindernis-Bewältigung anschauen und was das damit zu tun hat, glücklich zu sein.

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Sind Sie auch manchmal ungeduldig?

Warten Sie schon ungeduldig auf den Urlaub? Oder sind Sie ungeduldig, wenn vor Ihnen jemand wie eine Schnecke fährt und Sie haben einen Termin.  Oder möchten Sie einem Kollegen am liebsten die Arbeit aus der Hand reißen, weil er so lange braucht?

Es gibt viele Facetten von Ungeduld und viele Menschen geben auch zu, ungeduldig zu sein, wenn sie nach ihren Schwächen gefragt werden.

Mich interessiert, was es eigentlich mit der Ungeduld auf sich hat, denn leider gehöre ich auch zu den sehr ungeduldigen Menschen. Und oft hasse ich das, vor allem, wenn andere mitbetroffen sind. Aber ich vermute, dass es auch Aspekte gibt, die positiv an Ungeduld sind.

Und ich würde sehr gerne mit Ihnen darüber in einen Dialog treten. Daher habe ich immer wieder Fragen an Sie eingestreut und freue mich auf entsprechende Kommentare unter dem Beitrag.

Folgende Fragen habe ich mir gestellt:

Welche Arten von Ungeduld gibt es?
Was steckt dahinter?
Gibt es auch positive Aspekte?
Strategien gegen Ungeduld

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Einstiegs-Verblüffungs-Sketch

Ein mutiger und verblüffender Trainer-Auftritt

Wenn Sie mit einer großen Verblüffung starten wollen, die garantiert für aufmerksame und wache Teilnehmer sorgt, dann habe ich hier einige Ideenvorschläge für Sie.

Vorbereitung

Bevor Sie auch nur ein normales Wort zur Begrüßung sagen, starten Sie mit Ihrem Trainer-Auftritt, der sozusagen „geheimes oder unsichtbares Theater“ darstellt.

Sie können dann also nicht vorher schon mit den Teilnehmern einen Kaffee trinken und Small Talk machen, sondern kommen erst in den Raum, wenn alle Teilnehmer sitzen.

Wenn es eine Seminarbetreuung gibt oder Sie einen Assistenten haben, dann bitten Sie diese, dass Sie die Teilnehmer rechtzeitig in den Seminarraum schicken.

 

Thema: Kreativitätstechniken

Auftritt-Trainerin

Ich trete mit Handy am Ohr und Plüschpantoffeln auf (Requisiten aus einer Lernlandschaft)

Du, ich muss jetzt Schluss machen! … Ja … Nein, Mutti, das geht jetzt nicht… Nein, du, ich muss jetzt wirklich aufhö…  Ich habe ein Seminar!

Ja, die Teilnehmer sitzen hier schon und warten darauf, dass ich endlich anfange.

Ich rufe dich später…

Du, das tut mir wirklich leid, aber.. WAS? Nein, ich habe kein Kostüm an und keine… du weißt doch, dass ich so leicht umknicke und mir den Fußknöchel breche..

Blick nach unten…

Ach du Scheiße, ich habe vergessen, meine Schuhe anzuziehen, ich habe noch meine Hausschuhe….

Grimasse

Ich weiß, dass ich keine bösen Wörter sagen soll…

Nein, ich habe sie schnell ausgezogen, vielleicht hat’s keiner gemerkt?

Schuhe unter Stuhl schieben, hektische Blicke in die Runde

Also – …nein… ja…bestimmt… du ich muss jetzt wirklich…doch, das weiß ich doch… ja… ich muss jetzt schnell meine Schuhe holen …Tschüss..

NEIN!

Die bezahlen dafür, dass ich jetzt hier ein Seminar mache… Ich glaub, hier ist ein Funkloch –

Knopf drücken

 Puuuhhh!

Auf den Stuhl nach hinten sinken

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Weiterarbeit mit den Teilnehmern

Zu zweit austauschen und notieren

  1. Was war der erste Eindruck und Gedanke? Haben Sie geglaubt, dass es ein echtes Telefonat ist? Oder ab wann nicht mehr?
  2. Welche Gefühle, Gedanken, Assoziationen gab es?

– wiedererkennen? 🙂
– …

  1. Wie fanden sie den Seminareinstieg?
    1 EigenschaftswortVerblüffend, verwirrend, lustig, doof, irritierend, bescheuert usw.
    Auf Moderationskarte schreiben.
  2. Was hat das mit Kreativitätstechniken zu tun?
    Hier sollen die Teilnehmer drauf los assoziieren. So hat man schon einen prima Einstieg ins Thema.

Ergänzung von mir:

Irritation, Erwartungen nicht erfüllen etc. ist immer gut, um NEUES zu lernen.
Aus Gewohntem ausbrechen etc.

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Thema Gedächtnistraining, Lerntechniken oder ähnliches

Trainer-Auftritt…

„Guten Tag, ich begrüße Sie herzlich zum Seminar mit dem Thema… äh… mhhh.. Entschuldigung, was war noch mal das Thema?“  …hektisch in Unterlagen wühlend…

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Thema Zeitmanagement

Trainer-Auftritt

Zu spät oder in letzter Sekunde in den Raum stürmen, hektisch Unterlagen auf den Trainer-Tisch legen, Wecker vom Handy klingeln lassen…

Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf :-).

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Es geht darum, einen witzigen verblüffenden Einstieg zu gestalten, der sicher Neugier und Interesse, aber vielleicht auch Verwirrung bei den Teilnehmern auslöst.

Anschließend wird der Einstieg natürlich thematisiert und Sie haben einen wunderbaren Einstieg in Ihr Seminarthema.
Nebenbei bekommen Sie vielleicht auch noch mit, wie Ihre Teilnehmer drauf sind. Haben sie Humor? Wie reagieren sie?

Viel Spaß und ich bin gespannt, von Ihren Erfolgen zu lesen!

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Nachspann

Auch wenn ich diesen konkreten Einstiegssketch noch nicht gemacht habe, so habe ich doch an anderer Stelle in Seminaren schon oft Sketchs eingesetzt und mich dabei auch noch verkleidet.
Hier einige Kostproben (vielleicht beschreibe ich es in einem späteren Beitrag mal ausführlicher, wenn Interesse besteht).


Da geht es um mentales Training, den menschlichen Geist (hatte kein Bettlaken mit Augenlöchern zur Verfügung, daher musste dieses Gewand her) und das Unbewusste.

 

Und hier geht es um den Auditiven Lerntypen (er lernt nicht nur durch Hören, sondern muss vor allem selber sprechen!)

Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen

Grundlagen für Erfolg

In vielen Büchern oder Beiträgen über erfolgreiche Menschen (und damit meine ich wirklich bekannte erfolgreiche Unternehmer oder Künstler, nicht die selbsternannten Erfolgreichen, die einem ihr Rezept zur ersten Million per Online-Seminar in Massen verkaufen wollen) habe ich immer wieder eins gelesen.

Ihnen ist der Erfolg nicht in den Schoß gefallen, sie haben auch teilweise jede Menge Pleiten und Misserfolge erlebt. Aber sie hatten offensichtlich zwei Dinge gemeinsam.

Erstens ein Ziel, eine Vision oder sogar eine Besessen heit, die ihnen genug Power gab, sich für die Verwirklichung einzusetzen, auch wenn nicht alles sofort glatt lief.
Und zweitens Beharrlichkeit und Durchhaltvermögen. Sie ließen sich eben von Misserfolgen und Pleiten nicht entmutigen. Sie standen wieder auf und versuchten es von neuem. Natürlich nicht das Gleiche, sondern eben einen neuen Weg. Aber sie ließen sich nicht so schnell entmutigen und gaben nicht beim ersten Hindernis auf.

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Ein albernes vergnügliches Lobritual

Letzten Sonntag bin ich wieder mit einer Freundin den ganzen Tag gewandert. Teilweise war es etwas anstrengend, steil bergauf oder bergab, das mögen unsere  Knie nicht mehr so gerne. Zwischendurch schwächelte auch mal eine, aber wir liefen tapfer weiter. Natürlich auch mit Pausen.

Als wir am Nachmittag wieder am Auto ankamen, fiel mir ein Ritual ein, dass meine Walk-Lehrerin immer mit uns nach den Walk-Stunden durchführte. Da stellten wir uns im Kreis auf, schlugen im Takt und gemeinsam zu folgenen Sätzen erst unserem rechten Nachbarn auf die Schultern, anschließend dem linken.

Dazu intonierten wir laut: „Das hast du gut gemacht. Das hast du gut gemacht. Das hast du wun-der-bar ge-macht!“ (Bei jeder Silbe gab es einen Handschlag auf die Schulter).

Manchen war das wohl peinlich, denn wir standen auf  öffentlichen Parkplätzen oder Straßen herum. Ich habe mich dabei immer scheckig gelacht und fand es total nett. Weil es eben so blöd war.

Nun erzählte ich meiner Freundin davon und wir machten es zu zweit und schlugen uns gegenseitig auf die Schultern. Am Ende strahlte sie und meinte: „Das machen wir jetzt jedes Mal!“

Lachen macht intelligent

Und auch diesmal hatte ich wieder ein dummes Grinsen im Gesicht, weil ich es so herrlich albern fand.

Sie wissen ja: Nach oben gezogene Mundwinkel signalisieren dem Gehirn Freude und es stößt entsprechende Freudehormone aus. Das gibt einem einen Motivationsschub und stärkt unser Immunsystem. Und in einem Umkehrschluss zur abschließenden Geschichte könnte man sogar sagen, es macht intelligent.

Denn bei Botox-verspritzten Gesichter kann man nicht nur keine Gefühle mehr sehen, die Menschen haben auch keine mehr.  Frei nach Gerburg Jahnke, die bei beim Kölner Treff am 27.01.2017 zeigte, wie man sich mit Hilfe von Pflastern ein ähnliches Gesicht ziehen lassen kann und anschließend verkündete: Botox macht dumm! Wörtlich: „Weißt du was passiert? Dadurch, dass ich meine Gesichtshaut nicht mehr bewegen kann, fallen die entsprechenden Gehirnzellen sofort aus. Du wirst sofort dumm!“ (Die Aufzeichnung unbedingt in der Mediathek anschauen).

In diesem Sinne, auf fröhliche und intelligente Zeiten!

 

Astro Coaching

Vorige Woche habe ich ein Astro Coaching von Hans-Peter Zimmermann über Skype bekommen. Ich muss gestehen, ich war bislang Horoskopen gegenüber immer ziemlich misstrauisch und hatte mit Astrologie nicht viel am Hut. So alle zwei Jahrzehnte mal habe ich mir mal eins machen und was erzählen lassen, aber es hat mich nie so wirklich überzeugt.

Dies war nun ein Geburtstagsgeschenk und ich dachte, naja, probierst du es mal aus. Zumal ich mir sicher war, so wie ich HPZ aus seinen Newslettern und Videos kenne, dass das nicht zu Eso-mäßig abgehoben sein würde.

Und dann war ich zugegebenermaßen platt. Total verblüfft. Und begeistert! Danach hatte ich enorm viel Energie, obwohl es schon Abend war. Das Tolle: ich bekam auch die Aufzeichnung als MP3 gleich hinterhergeschickt, denn es war so viel, dass ich mir das natürlich alles gar nicht so genau merken konnte.

Es war kein allgemeines Larifari, sondern total konkret. Ich dachte, der Mensch kennt mich seit Jahrzehnten. Dabei schaut er sich vorher bewusst keine Webseiten oder anderes an, damit er ganz unvoreingenommen das Horoskop betrachten kann.

Er traf Themen genau auf den Punkt. Ich bekam enorme Bestätigung für das, was ich so treibe und wohin ich noch will.

Auch die Art der Formulierungen gefiel mir ausgesprochen gut. Es wurden Themen angesprochen, Stärken und auch Schatten, wo ich im Laufe des Lebens dies oder jeden vielleicht lernen musste. Auch das traf meistens so zu, dass ich oft lachen musste. Erwischt.

Ich werde es in Ruhe noch einmal anhören und Notizen machen, da ich dort sicher auch noch einige Anregungen finde, wo es sich lohnt, da weiter dran zu arbeiten. Noch bewusster meine Talente auch leben lassen, meine Stärken bewusster einsetzen, sehen, wo noch Lernthemen sind.

Neben den vielen inhaltlichen Erkenntnissen war es für mich zudem ein Beispiel: Es lohnt sich immer wieder, etwas Neues zu wagen, sich auf etwas einzulassen, wo man vorher unsicher oder skeptisch ist. Ich kann nur dazu lernen – und diesmal auch noch auf sehr spannende und hilfreiche Weise. Danke schön!

Planung und Spontaneität – oder wann Sie die To-Do Liste ignorieren sollten

Ich plane gerne und ich schreibe gerne. Schon als Kind schrieb ich mit Wonne endlose Listen vor meinen Urlauben. Das hatte auch schon was von Vorfreude, durch Aufschreiben werden für mich Dinge real.

Inzwischen mache ich meine täglichen To-Do-Listen als Mind Map. Sie helfen mir enorm, den Überblick zu behalten, was zu tun ist und was ich geschafft habe.

Tagesplanung Mind Map

An Wochenenden arbeite ich eigentlich nicht, aber Samstag ist meist so ein Zwitter. Morgens dann doch noch Buchhaltung, ansonsten Haushaltsrödeltag, ehe nachmittags oder abends dann Freizeit beginnt. Und sonntags gehe ich in der Regel wandern. Wenn irgend möglich.

Dieses Wochenende fiel die Sonntagswanderung aus, weil wir einer Freundin ihren Geburtstag ausrichteten. Samstag hatte ich ein buntes volles Mind Map mit To Do’s.

Schon vor dem Frühstück ging ich die letzten Zutaten fürs Geburstagsbüffet einkaufen, danach sogar noch kurz in die Autowerkstatt und dann auf den sonnigen Balkon, gemütlich frühstücken.

Da kam eine WhatsApp einer Freundin: “Schöne Grüße aus der Nachbarbarschaft. Ich geh jetzt los…“. Bääääähhhh!- schickte ich ein weinendes Smiley zurück.

Es durchzuckte mich tiefer Neid und Verzweiflung. Und spontan griff ich zum Telefon:“Kannst du 10 Minuten warten? Ich komme mit!“

Ohne auch nur einen Blick auf mein Mind-Map des Tages zu werfen, packte ich den kleinen Wanderrucksack, zog die Schuhe an und fiel meiner Freundin um den Hals.

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