Humor – als Hilfe zur kreativen Ideenfindung und Problemlösung

Soll ich jetzt in Selbstmitleid zerfließen oder Geschirr zerschlagen? Wieso geht denn im Moment alles schief? Wieso erlebe ich gerade eine Katastrophe nach der anderen?

Wenn Sie solche Gedanken und Gefühle hegen, weil es im Außen gerade wieder einmal sehr turbulent zugeht, kann ich Ihnen das beste Gegen-Mittel verraten: Humor.

Humor als Problemlöser und Therapie

Mit Humor schlagen Sie mehrere Fliegen mit einer Klappe. Sie kommen aus der Falle des Selbstmitleides heraus (denn da fühlen Sie sich selbst nicht wohl und das Elend wird immer schlimmer) und Sie kommen in einen anderen inneren Zustand. Aus dem heraus Sie wieder kreativ und tatkräftig an einer Problemlösung arbeiten können.

In zwei vorigen Beiträgen (hier und hier) haben Sie Strategien kennengelernt, die Ihnen bei der Überwindung von unvorhergesehenen Stolpersteinen und Hindernissen oder sogar Katastrophen helfen können.
Nun geht es um den Humor.

Gerade, um aus Panikgefühlen herauszukommen, hilft mir Humor ganz wunderbar.

Hier ein paar Vorschläge, wie Sie auch in solchen Situationen Ihren Humor-Motor anwerfen können.

  1. Übertreiben

Stellen Sie sich vor, wie sich die Situation immer weiter zuspitzt. Übertreiben Sie dermaßen, dass es irgendwann nur noch surreal wird und Sie lachen müssen.

Formulieren Sie eine Schlagzeile für eine Zeitung oder einen Titel für einen Blogbeitrag. Wo Sie auch Ihr Problem total übertreiben.

„Wie der Beamer von der Decke krachte und einen Teilnehmer erschlug!“(Die Tagungstechnik funktioniert nicht)

“ Wie sich mein PC in Rauch auflöste und mein Home Office abbrannte!“ (Mein Laptop spinnt)

„Wie ich vor einem vollkommen leeren Kleiderschrank stand.“ (Ich habe nichts anzuziehen)

„Wie ich vollkommen einsam auf einer Insel überlebte“. (Niemand mag mich)

  1. Witzigen ermutigenden Titel formulieren

„Es geht auch ohne Flipcharts!“

„Phh, was soll ich mit bunten Flipcharts. Minimalismus und kahle Wände sind total in.“

„Wir basteln uns unsere Flipcharts selbst.“

„Was brauche ich E-Mails? Ich schreibe Briefe – mit der Hand!“

  1. Lustige Geschichte schreiben

Ich persönlich bin ja ein Schreiberling und habe schon von Kindheit an Tagebücher und anderes geschrieben. Man kann sich buchstäblich etwas von der Seele schreiben und wenn Sie aus dem Thema eine Glosse oder Satire schreiben, verliert es schon deutlich seinen Schrecken.

Bei mir wird sogar manchmal ein Blogbeitrag daraus :-).

  1. Comic zeichnen

Auch wenn Sie nicht zeichnen können – zeichnen Sie einen Comic. Wo Sie Ihr ganzes Elend auf unterhaltsame Weise darstellen.

Ein ganz besonderes Beispiel

Ein sehr besonderes Beispiel ist die hervorragende Sabine Dinkel, die ihre Krebserkrankung mit gezeichnetem und geschriebenem Comic seit 2016 bei Facebook veröffentlicht und so unglaublich vielen Menschen Mut macht. Ich bin immer wieder unglaublich berührt und begeistert, wie sie es schafft, dass ich bei einem solchen Thema gleichzeitig zutiefst berührt bin und mich schibbelig lache. Vor allem aber dadurch in der Lage bin, mich mit solch einem Thema überhaupt zu befassen und nicht gleich abzuhauen. (Dazu werde ich aber später noch mal gesondert schreiben)
Nun kommt auch ihr Buch auf den Markt: Krebs ist, wenn man trotzdem lacht.

Der Comic hat den Titel „Pocka – meine Arschbombe in die Untiefen des Lebens„. Inzwischen nennt sie ihren Krebs „Schnieptröte“ und die Chemotherapie „Schorle“. Er erscheint spätesten am 31.08.2017 als eBook bei amazon. Ich hoffe aber sehr, dass es auch bald eine Print-Version gibt, denn das finde ich für Comics einfach noch viel schöner.

Und das Ganze noch ergänzt durch Ihren Selbstversuch: Freudig durch die Chemotherapie – ein Selbstversuch (#giggelchemo).

Sie bittet Ihre Blog und Facebook Leser darum, ihr eine lustige Postkarte zu schicken, die sie zum Lachen bringt und auf der Rückseite eine kleine Aufgabe zu fomulieren, die sie erledigen soll. Darüber berichtet sie dann wiederum bei Facebook.

Vielleicht fallen Ihnen noch weitere Beispiele ein, wie und wo Ihnen Humor geholfen hat, doofe Situationen besser zu bestehen? Dann teilen Sie es bitte mit uns im Kommentar!

 

 

Visualsierung bei Kundengesprächen

Gastbeitrag von Miriam Hamel

Visualisierungen sind leichter zu erinnern und zu verstehen als Texte.

Denn Menschen denken visuell und haben immer Bilder im Kopf, auch beim Sprechen. Damit Sie dies für sich ausprobieren können, haben wir Ihnen in einem vorherigen Beitrag 3 Methoden vorgestellt. Wie ist es Ihnen damit ergangen? Was konnten Sie für sich feststellen?

Visualisieren im Kundengespräch – nur Kinderkram?

Stellen Sie sich nun vor, Sie möchten jemandem ein innovatives oder komplexes, ein erklärungsbedürftiges Produkt vorstellen. Es wird manchmal fast unmöglich, diese Neuigkeit verständlich zu machen. Denn womit soll Ihr Gesprächspartner Ihre Worte abgleichen? Wie viel Erfahrung hat er wirklich auf dem Gebiet?

Sie können nun Fotografien oder aufwendige und komplexe Bilder in Powerpoint-Folien oder Broschüren nutzen. Sie können dazu wortreich erklären, wie alles zusammenhängt. Doch versteht es Ihr Kunde wirklich? Häufig nicht. Das merken Sie spätestens dann, wenn Ihr Kunde nur auf Basis des Preises entscheidet.

„Ja, aber das von Ihnen gewählte günstigste Produkt hat doch gar nicht die Vorteile, die ich Ihnen zu unserer Lösung beschrieben haben. Damit werden Sie doch nicht glücklich.“, werden Sie vielleicht sagen wollen. Doch konnte Ihr Kunde wirklich verstehen, wo genau Ihre Lösung ihm helfen kann und wo andere Produkte Schwachstellen haben?

Eher nicht. Zum Glück können Sie das ändern!

Ihr Kundengespräch besteht im Allgemeinen aus 3 Haupt-Phasen: Entdeckung (Discovery), Präsentation (Presentation) und Abschluss (Closing). In allen Phasen kann Ihnen die Live-Visualisierung viel Arbeit ersparen. Im Folgenden erfahren Sie, wie dies in der Phase der Entdeckung geschehen kann.

Live-Visualisierung in der Phase der Entdeckung (Discovery)

In dieser Phase des Kundengespräches geht es darum, das eigentliche Problem des Kunden herauszufinden, zu entdecken. Sicher wird Ihr Kunde Ihnen sofort beim ersten Gespräch sagen, wo ihn der Schuh drückt und genau wissen, wie das geändert werden kann. Doch so leicht ist es dann meist nicht. Lassen Sie sich hier nicht abwimmeln und fragen Sie nach.

Denn hinter dem erstgenannten und offensichtlichen Problem steckt meist ein tiefgreifendes Problem. Wird dieses gelöst, werden gleich mehrere weitere mitgelöst und Sie helfen so Ihrem Kunden nachhaltig. Daher ist es sehr wichtig, dieses zu entdecken.

Um an dieses Problem zu gelangen, haben wir eine Fragetechnik entwickelt, den Visual Selling® Sales Punch (s. Abb. 1). Er beruht auf M.E.S.P.A.L. und den logischen Ebenen nach Dilts. Gemeinsam mit der Live-Visualisierung wird es Ihnen zukünftig ein leichtes Spiel, das Gesagte Ihres Kunden zu hinterfragen.

Abb. 1: Visual Selling® Sales Punch

Der Visual Selling® Sales Punch

Wenn Sie sich den Visual Selling® Sales Punch in Abb. 1 ansehen, sehen Sie, dass sich das gesuchte Problem als Satz am Grund des Glases befindet. Dieses wollen Sie lösen. Deshalb füllen Sie das Glas nun mit einzelnen Flüssigkeiten und Zutaten auf, um einen schönen Cocktail zu erhalten. Ist der Cocktail fertig, können Sie nun mit dem Strohhalm das Problem lösen.

Die Zutaten stellen die Fragen dar. Beginnen Sie also von unten her zu fragen:

  1. Der Kontext: In welcher Situation, in welchem Kontext tritt das Problem auf? Lassen Sie sich das Umfeld genau beschreiben. Stellen Sie auch fest, wo der Unterschied zwischen den Situationen liegt, in denen das Problem nicht vorhanden ist und den problembehafteten.
  2. Die Aktionen: Was tut Ihr Kunde in den eben beschriebenen Situationen? Welche Fähigkeiten nutzt er dafür? Welche Mitarbeiter sind beteiligt? Welche speziellen Marketingaktionen werden realisiert? …
  3. Die Werte: Weshalb tut Ihr Kunde das? Welche Werte sind ihm wichtig? Was glaubt er damit zu erreichen oder zu versäumen, wenn er es anders täte? Stellen Sie an dieser Stelle seine genauen Werte und Glaubenssätze fest. Das Wissen darüber wird Ihnen später helfen, die passende Lösung zu finden, mit der Ihr Kunde wirklich zufrieden ist. Denn passt Ihre Lösung nicht zu seinen Werten, wird er sie niemals akzeptieren.
  4. Die Identität: Wer sind Sie? Als wen sehen Sie sich? Wer sind Sie aus Sicht anderer? Die Identität der einzelnen Person (Geschäftsführer, Vertriebsexperte, …) oder des Unternehmens zeigt Ihnen auf, sie sich Ihr Kunde sieht. In der Identität können viele Probleme liegen. „Wir sind die Marktführer.“, oder „Wir sind die Günstigsten.“, stellen Identitäten dar.
  5. Der Wunsch: Wie sieht es im Idealzustand aus? Was wünschen Sie sich? Wie soll Ihr Unternehmen / Ihr Prozess / Ihre Strategie / … in Zukunft im Idealfall aussehen? Stellen Sie anhand des Wunsches schließlich fest, was Ihr Kunde tatsächlich erreichen möchte. Wo möchte er hin? Wer möchte er sein? …

Beobachten Sie bei den Antworten Ihren Kunden. Hören Sie aktiv zu und stellen Sie an den Reaktionen fest, wo das Problem liegen kann.

Die Live-Visualisierung

Nun können Sie dir passenden Fragen stellen, um das tatsächliche Problem Ihres Kunden zu entdecken. Noch leichter finden Sie es, indem Sie nebenher die Antworten Ihres Kunden für alle sichtbar visualisieren. Er hat damit immer einen Referenzwert und sieht, ob Sie ihn richtig verstanden haben. Damit hat er auch die Möglichkeit, Sie sofort zu korrigieren.

Sie haben den Vorteil, schneller an das Kernthema zu gelangen. Das Template in Abb. 2 unterstützt Sie dabei. Nutzen Sie für Ihre Live-Visualisierung am besten ein Tablet und übertragen Sie Ihre Visualisierung direkt über den Beamer. Damit sind Ihre Bilder für alle gut sichtbar und das Ergebnis steht am Ende sofort digital zum Versenden zur Verfügung. Zudem kann es leicht kopiert und zur Weiterverwendung genutzt werden. Ihre Präsentation der Lösung hat damit eine sehr gute Ausgangslage.

Wie Sie dies realisieren, erklären wir Ihnen im nächsten Blogbeitrag.

Möchten Sie mehr über Visual Selling erfahren?

Miriam Hamel bietet am 06.09.2017 über die OAZE – Online-Akademie einen Online-Workshop an: Visual Selling für wirksame Kundengespräche.

Sie haben schon vorher Gelegenheit, Miriam Hamel in einem kostenlosen Webinar kennenzulernen zum Thema „Die Heldenreise in wirksamen Kundengesprächen„. Es gibt 3 Termine zur Auswahl.

  • 29.08., 16:00Uhr
  • 01.09., 09:00Uhr
  • 04.09., 20:00Uhr

 

Buchtipp: Visual Selling

Das Arbeitsbuch für Live-Visualisierungen im Kundengespräch
von Miriam und Marko Hamel
224 Seiten, € 24,99 
ISBN 978-3527508853
Wiley-VCH Verlag (Oktober 2016)

 

 

Aus der Vergangenheit lernen

Im letzten Beitrag habe ich u.a. ein Brainstorming angeregt, wie Sie mit unvorhergesehenen Schwierigkeiten und Hindernissen trotz Stress einen klaren Kopf behalten (oder wiederherstellen können) und kreative Lösungen finden.

Heute zeige ich Ihneneine weitere, sehr effektive Methode: Aus der Vergangenheit lernen.

Sie können dabei schauen, wie Sie solche Hindernisse in der Vergangenheit überwunden haben.
Wenn Sie das mit mehreren Beispielen machen, können Sie vielleicht eine Grundstruktur herausfinden.

  1. Welche Katastrophen, Hindernisse und Stolpersteine habe ich erlebt?

    Tragen Sie verschiedene Situationen zusammen, die Sie als sehr schwierig erlebt haben. Wo Ihr PC abstürzte, obwohl Sie drei Stunden später mit einem Online-Seminar starten wollten oder wichtige Daten offensichtlich verloren waren. Wo die Internetverbindung weg war, das Telefon nicht funktionierte, das Auto versagte eine Stunde, bevor Sie zum Seminar losfahren mussten. Das wichtige Kabel für Ihre Power Point Präsentation fehlte. Was auch immer Sie an kleinen und großen Horrorerlebnissen schon hatten, die Sie in Panik und Schrecken versetzt hatten.

Sammeln Sie ca. 5 solche vergangenen Ereignisse.

Wählen Sie nun eine der Situationen aus, die Sie unter 1 gesammelt haben und gehen alle Punkte durch und machen Sie sich dazu schriftliche Notizen.

Analyse-Raster

  1. Worin bestand das Problem?
  2. Wie habe ich mich gefühlt? Was war meine erste (auch innere) Reaktion?
  3. Was habe ich dazu getan, um eine Lösung zu finden?

– Wie habe ich mich in einen anderen mentalen und psychischen Zustand gebracht?
– Wie bin ich an eine Lösung herangegegangen?

  1. Was und wer hat mir bei einer Lösung geholfen?

– Andere Menschen
–  Umstände, Situationen
–  eigene Fähigkeiten, Stärken und Ressourcen

Machen Sie dann eine Tabelle oder ein Mind Map, je nachdem, was Ihnen mehr liegt mit den Punkten 2-5.

 

Und gehen Sie nun Schritt für Schritt durch und erinnern sich, was Sie konkret gemacht haben und was Ihnen bei der Lösung des Problems geholfen hat.

Dann nehmen Sie eine zweite Situation und durchlaufen alle Punkte und schließlich noch eine dritte oder vierte.

Hilfreiche Muster und Strukturen erkennen

Das kann nämlich dazu führen, dass Sie bestimmte Grundmuster und Strukturen erkennen können. Dass bestimmte Komponenten jedes Mal auftauchen, die Ihnen bei der Lösunge des Problems geholfen haben.

Das kann Ihnen dann beim nächsten Mal sehr helfen, auf diese Erkenntnis zurückzugreifen und direkt die Strategien einzusetzen, die sich schon bewährt haben.

Beispielsweise haben Sie vielleicht festgestellt, dass es jedes Mal hilfreich war, wenn Sie trotz Panik nicht hektisch reagiert haben, sondern sich 5-10 Minuten Zeit genommen haben, erst mal wieder runter zu kommen.

Eine Kaffeepause eingelegt haben, vielleicht sogar einen Spaziergang oder eine Yoga-Übung gemacht haben.

Oder Sie stellen fest, dass ein Telefonat mit einer Freundin oder Kollegin Sie aus dem Panik-Gefühl befreit hat oder dass Humor die allerbeste Strategie dazu war. Dazu schreibe ich dann nächste Woche noch einen Beitrag.

 

 

Menschen denken in Bildern – aber sehr unterschiedlich

Menschen denken in Bildern. Ob wir etwas lernen oder uns unterhalten, wir machen uns zu den Worten immer innere Bilder. Diese bilden sich aus unseren bisherigen Erfahrungen und Kenntnissen.

Wenn Sie mit jemandem sprechen, dann haben Sie auch entsprechende Bilder in Ihrem Kopf. Doch bei Ihrem Gesprächspartner sind das nicht automatisch die gleichen Bilder. Das ist uns oft nicht bewusst und daher entstehen leicht Missverständnisse.

Das wird auch sehr deutlich bei den folgenden 3 Spielen oder Methoden, die ich auch oft in Seminaren einsetze zum Thema Kommunikation, Wahrnehmung, Sprache oder was auch immer gerade das Thema ist.  Sie können es aber auch zu zweit ausprobieren.

3 Methoden für Trainings oder als Selbsttest

Eine schöne Möglichkeit, einmal konkret zu erleben, wie die eigenen Worte beim Gesprächspartner nicht unbedingt das auslösen, was Sie meinen, ermöglicht das Tangram.

Es enthält 7 Steine in einfachen geometrischen Figuren (s. Abb. 1) und eine Anleitung mit verschiedenen Bildern, die aus diesen Figuren gelegt werden können.

Tangram


Das Spiel wird zu zweit gespielt, wobei beide Rücken an Rücken sitzen. Sie haben nun folgende Möglichkeiten:

  • Ein Spieler beschreibt ein Bild, der andere legt es einfach nach, ohne Nachfragen. Vergleichen Sie am Ende das Ergebnis.
  • Sie beschreiben das Bild. Nun hat Ihr Mitspieler die Möglichkeit, Rückfragen zu stellen. Wie lange brauchen Sie zur Erstellung des Bildes und stimmt es am Ende wirklich überein?
  • Sie geben bestimmte Fragen vor, z.B. nur geschlossene Fragen, nur offene Fragen, usw. Wie häufig muss gefragt werden? Wie unterscheiden sich die Ergebnisse? Erzielen Sie das selbe Bild? Wie lange brauchen Sie dafür?

Seien Sie kreativ und lassen Sie sich weitere Spielmöglichkeiten einfallen. Egal, welche Regeln Sie verwenden. Sie werden feststellen, wie schwierig es ist, wirklich immer das gleiche Bild entstehen zu lassen. Und das liegt nicht an der Dummheit eines der Mitspieler.

Bilder-Diktat

Hier geht es um das gleiche Prinzip. Ein Partner beschreibt ein abstraktes Bild, das der andere nach dieser Beschreibung zeichnen soll.
Sie sitzen Rücken an Rücken. Jeder bekommt ein anderes Blatt.

A beginnt und diktiert B sein Bild. Das heißt, er versucht es so zu beschreiben, dass B das Bild richtig zeichnen kann. Nach einer Weile werden die Rollen vertauscht.
Anschließend werden die Zeichnungen mit den Originalen verglichen.

Auswertung:

* War es schwierig oder leicht?
* Was hat es schwer oder leicht gemacht?

Postkarte beschreiben

Diese Übung kann ebenfalls sehr gut zeigen, dass Kommunikation nicht immer einfach und eindeutig ist.

Material

Postkarten mit verschiedenen Motiven, Landschaften, Kunstpostkarten

Zur Methode

Diese Methode lässt sich gut einsetzen in Seminaren, bei denen es um Wahrnehmung, Kommunikation oder ähnlicheThemen geht. Die Teilnehmer können erfahren, welche Art von Beschreibungen hilfreich ist und welche weniger.

Verlauf

Jeweils zwei Teilnehmer setzen sich Rücken an Rücken. Jeder zieht eine Postkarte, die der Trainer verteilt.

Die Aufgabe ist nun, dem Partner diese Postkarte zu beschreiben – nach bestimmten Regeln.
Es darf nichts Konkretes benannt werden, was auf der Karte zu sehen ist, sondern nur Formen, Farben und die Stimmung.

Nach zwei Minuten wird getauscht und der andere Partner beschreibt seine Karte für zwei Minuten.

Anschließend werden vom Trainer alle Karten kreisförmig in die Mitte auf den Boden gelegt und jeder Teilnehmer versucht nun die Karte zu finden, die sein Partner ihm beschrieben hat.

In der Gesamtgruppe können Sie sich dann darüber austauschen:

* War es schwierig oder leicht, die Karte zu identifizieren?
* Woran lag es? Was hat geholfen, die Karte zu finden?

Wie sieht es bei Kundengesprächen aus?

Sie können sich nun vorstellen, dass bei Kundengesprächen ähnliche Unklarheiten auftreten können. Selbst wenn Sie Fotos zeigen oder PowerPoint-Folien, können Sie vielleicht das Wesentliche gar nicht so gut vermitteln, dass es wirklich beim Kunden ankommt. Und er entscheidet dann doch nur auf der Basis des Preises.

An dieser Stelle kann Ihnen Visual Selling helfen. Beim Visual Selling visualisieren Sie live während des Gesprächs das, was Ihr Kunde sagt und fragt und das, was Sie als Lösungen anbieten können.

Wie genau das geht, erfahren Sie nächste und übernächste Woche in zwei weiteren Gastbeiträgen von Miriam Hamel, Trainerin für Visual Selling.

 

 

Stolpersteine und Hindernisse kreativ überwinden

Es gibt manchmal Zeiten, da häufen sich die kleinen Hindernisse und Ärgernisse. Geräte gehen kaputt, die Flipchartmappe fällt unter den Zug, Teilnehmer können sich nicht einloggen, der Support ist nicht greifbar – oder wie mir dann als Krönung neulich passiert ist: Die Flipchartmappe und der Koffer mit Seminarmaterial sind nicht rechtzeitig im Seminarhotel.

Also, Situationen, wo ich zumindest laut schreien könnte oder in die Tischkante beißen möchte.

Das Entscheidende ist natürlich, wie gehen Sie mit solchen Situationen um (außer, dass Sie dann gleich einen Blogbeitrag dazu schreiben 🙂 :-)).

Sie können auf zwei Ebenen ansetzen

Es gibt da zwei Ebenen, die innere und die äußere und es ist sicher nach Typ unterschiedlich, auf welcher Sie beginnen möchten, damit umzugehen.

Ich kann im Äußeren agieren und versuchen das Problem konkret und konstruktiv zu lösen.
Und gleichzeitig schauen, was passiert im Inneren? Wie kann ich meinen Ärger oder oft auch Panikgefühle in den Griff bekommen? Denn im Stress-Modus sind wir nicht besonders kreativ und ich fühle mich dann auch nicht besonders wohl.

Damit ich im Äußeren überhaupt handlungsfähig bin, muss ich mich in einen anderen Zustand bringen. In Panik kann man nicht besonders gut denken, vor allem wird man aber den anderen, die einem helfen sollen, nicht sympathischer. Ich zumindest neige dann auch dazu, Druck zu machen, dem armen Support-Menschen Feuer unter dem Hintern zu machen, indem ich sage, dass meine Existenz davon abhängt.
Natürlich ist es wirklich übel, wenn gerade meine neue Online-Trainer-Ausbildung anfängt und die Teilnehmer sich nicht einloggen können und somit nicht in den Seminarraum kommen. Aber ich lebe dennnoch weiter und lande nicht sofort als Clochard unter einer Brücke. Ich übertreibe eben gerne ein bisschen :-). Und fühle es in dem Moment auch so.

Bearbeitungs-Strategien

Wie kann ich mich also gefühlsmäßig wieder runter bringen von diesen Panikgefühlen?

* Alle Möglichkeiten erwägen

– Wen kann ich um Hilfe bitten?

– Was kann ich selbst versuchen?

– Welche Notfall-Alternativen gibt es? (dazu ein Brainstorming machen – dazu möchte ich Ihnen am Ende einige lustige Beispiele bringen)

* Relativieren

– Es ist zwar blöd, aber ich verliere nicht alle Kunden, wenn da ein Problem auftritt. Meist sind Teilnehmer verständisvoll und hilfsbereit.

* Abreagieren

– Boxsack oder Holzhacken

– Walken oder joggen gehen

– Hausputz

– Laut fluchen (im Keller? Meine Mutter ging immer in den Keller, Türen zuschlagen 🙂

– Jammern (E-Mail oder WhatsApp an Freundin, eine Freundin anrufen,  bei Facebook posten (bringt viel Trost und „du schaffst das!“)

* Mentale Techniken

Yoga, Meditieren, Entspannungsübungen- was Sie auch immer in Ihrem Repertoire haben

* Ablenken

– Spannendes Buch lesen oder Krimi anschauen

 

Das alles kann helfen, erst einmal aus dem Panikgefühl rauszukommen.
Was aber, wenn Sie gar keine Zeit mehr haben, das Seminar also bald losgeht und Sie stehen da ohne Material?

Hier erst mal einige Brainstorming-Beispiele zu „Notfall-Alternativen“

  1. Die Teilnehmer kommen nicht ins Forum der Online-Akademie

– Einen neuen Support suchen
– Die Lektionen per E-Mail schicken
– ein neues Forum buchen
– alles über Webinare laufen lassen
– das Seminar verschieben
– den Teilnehmern ein Buch per Post als Wiedergutmachung schicken
– mit jedem Teilnehmer telefonieren und für gute Stimmung sorgen
– statt dessen in einem Seminarraum live treffen

Zur Erinnerung: Bei einem Brainstorming ist ALLES erlaubt und erwünscht, auch Ideen, wo sich Ihnen eigentlich die Zehnägel kräuseln. Denn daraus können weitere Ideen entstehen…

  1. Die Flipcharts und der Koffer mit dem Seminarmaterial sind nicht da

– Nachts die wichtigsten Flipcharts noch im Hotel malen
– alle Flipcharts zukünftig mit Foto auf dem Handy, damit ich sie schnell  abmalen kann
– den Teilnehmern gar nicht sagen, was alles fehlt, dann fällt es ihnen gar nicht auf, dass der Raum kahl ist
– den Teilnehmern Aufgaben geben, in der Zeit male ich Flipcharts
– die Teilnehmer Flipcharts malen lassen
– neue Methoden erfinden
– schauen, welche Energizer ich auch ohne Material machen kann
– Gegenstände für die 1. Übung im Hotel zusammen suchen
– Ohne CDs müssen die Teilnehmer eben selbst singen
– Minimalismus – Seminar
– man soll ja hin und wieder seine Gewohnheiten durchbrechen: Also mal ein Seminar zwischen kahlen Wänden. Kaum Visualisierung, nur die Ordner der Teilnehmer. (Da standen zum Glück auch noch mal alle Methoden drin).

Ein Nebeneffekt: Manche Ideen zaubern mir ein Grinsen ins Gesicht. Und Panik und Lachen gehen nicht wirklich zusammen, es mildert es zumindest ab.

Machen Sie mal selbst so ein Brainstorming

Probieren Sie es doch mal selbst aus. Wenn Sie gerade keine aktuelle Katastrophe haben, dann nehmen Sie sich doch eine Situation aus der Vergangenheit. Machen Sie ein hemmungsloses Brainstorming, wo Sie ALLES zulassen und aufschreiben, was Ihnen durch den Kopf schießt. Das macht Spaß! Und lockert Hirnverkrampfungen.

Und wie ging es weiter?

Falls Sie meine konkreten Geschichten interessieren:

Beim Seminar, wo Koffer und Flipcharts am Vortag nicht da waren, als ich den Seminarraum vorbereiten wollte, habe ich folgende Maßnahmen ergriffen:

– Versucht, den Menschen telefonisch zu erreichen, der die Materialverschickung organisiert- ohne Erfolg, auf den AB gesprochen.

– Erst mal ein Abendessen gegönnt, da schon das Mittagessen ausfiel.

– Die wichtigsten Flipcharts für den Einstieg am nächsten Morgen noch mal geschrieben (soweit ich mich an die Inhalte erinnern konnte).

– Bei Facebook gepostet und sehr viele Unterstützungsantworten und Ermutigungen erhalten: „Wenn das jemand kreativ lösen kann, dann du!“  Das hilft (mir) tatsächlich!!

– Morgens noch mal telefoniert und einen Rückruf erhalten, das Gepäck müsste noch vor 9 Uhr eintreffen.

Das Gepäck kam dann wirklich kurz vor Seminarbeginn und ich konnte noch etwas hektisch die wichtigsten Dinge vorbereiten. Die Teilnehmerinnen boten sogar ihre Hilfe an, aber die habe ich erst mal zum Kaffee trinken geschickt.

Wir konnten pünktlich um 9 Uhr starten mit dekorierten Wänden.

 

Uaaah – manchmal sind Entscheidungen schwierig

Vor einigen Tagen hatte ich einen Anruf auf dem AB von der Mitarbeiterin eines großen Verlages. Sie hätte eine Anfrage an mich zu einer Autorenschaft und ich möge doch bitte zurück rufen.

Was soll ich tun? Was will ich?

Gleich hatte ich widerstreitende Gefühle in mir. Ich wollte ja so schnell kein Buch mehr schreiben. Gleichzeitig war ich aber neugierig und gespannt, um welches Thema es denn geht.

Inzwischen weiß ich das Thema und die Zielgruppe und es klingt interessant. So, dass ich es wohl auch relativ schnell schreiben kann, weil es ein mir sehr vertrautes Thema ist. Für eine neue Zielgruppe – das würde es wiederum interessant für mich machen.

ABER: Es kostet einfach viel Zeit, auch wenn ich sicher zu den Schnellschreibern gehöre und die könnte ich auch gut dafür brauchen, weiter an meiner eigenen Fortbildung zu arbeiten oder neue Online-Seminare fertig zu stellen.
Und reich wird man mit Fachbüchern auch nicht :-).

Gleichzeitig sind da aber solche Gedanken: „Ach, das würde ich gerne. Im Winter habe ich dazu bestimmt Zeit.“ usw.

Was also machen?

Social Media befragen

Zuerst habe ich es direkt bei Facebook gepostet  und wie erwartet bekam ich auch da natürlich unterschiedliche Reaktionen. „Ja klar, mach das.“ –  „Nein, lass es.“ – „ Hör auf deinen Bauch“ usw.

Aber es hilft mir. Indem ich nämlich die Kommentare der anderen lese, merke ich, wo sich bei mir Widerstand regt:“Ooch, ich will aber doch“, oder wo ich strahle und denke: „Siehste, die sagt das auch!“
Bis dann ein Kollege auch schon schrieb, dass ich ja selbst ständig Argumente dafür schreibe.

Dann fiel mir ein: Ich habe ja auch mal ein Buch über Entscheidungsmethoden geschrieben. Nutze ich doch mal eine davon.

Entscheidungs-Mind Map

Doch ehe ich das Buch hervorkramte (es ist ein E-Book und eine CD-ROM) habe ich einfach eine Entscheidungs-Mind Map angelegt: Was spricht dafür, was spricht dagegen. Und dafür waren deutlich mehr Punkte.
Doch die Menge alleine macht es auch nicht. Wenn einer der Dagegen-Punkte sehr gewichtig ist, kann das auch den Ausschlag geben.

 

Nicht zu spontan entscheiden

Ein weiteres Prinzip, das ich mühevoll gelernt habe: Auf jeden Fall eine Nacht drüber schlafen. Ich bin da oft sehr ungestüm und ungeduldig, schreie sofort Ja oder Nein, aus einem momentanen Impuls heraus. Und habe erfahren, dass das nicht immer richtig war.

Also, Finger still halten und heute nicht entscheiden! Jedenfalls nicht offiziell und per E-Mail.

Mit jemandem sprechen

Mir hilft es auch immer sehr, mit einer Freundin zu sprechen. Dabei erlebe ich  immer wieder: Während ich ihr erzähle, worum es geht, wird mir schon klar, was ich eigentlich will. Ich höre sozusagen meinen eigenen Argumenten zu und merke, wo emotional mehr Gewicht ist.

Ich glaube Vera F. Birkenbihl nannte das mal so schön „an jemanden hinreden“. Der andere fungiert nur als Spiegel – und wenn er oder sie das weiß, dann ist es ja ok. Sie muss also nur ihr Ohr leihen.

Und wie treffen Sie kleine oder größere Entscheidungen? Teilen Sie es doch mit uns im Kommentar


Und falls Sie wissen wollen, wie ich mich entschieden habe:
Ich habe es erst einmal aufgeschoben. Weil die zuständige Dame diese Woche in Urlaub ist. Und ich meine Freundin noch nicht erreicht habe. Aber ganz tief im Inneren weiß ich es wohl schon 🙂 – oder doch nicht?

Wie Sie Ihre Teilnehmer beim Transfer unterstützen können

Wie schlagen Sie am Ende eines Seminars die Brücke zum Alltag der Teilnehmer? Helfen Sie ihnen schon im Seminar, das Gelernte auch anschließend umzusetzen?

In früheren Beiträgen habe ich schon etwas zum Transfer geschrieben und Transfermethoden vorgestellt.

Heute möchte ich Ihnen eine Methode vorstellen, die ich letzte Woche im Seminar eingesetzt habe und dabei den Eindruck bekam, dass sie sehr hilfreich für die Teilnehmer ist.

Zum einen dient sie der „Integration“. Das meint, dass sich die Teilnehmer noch einmal einen Überblick verschaffen, was sie im Seminar gelernt und in unserem konkreten Fall auch schon erarbeitet haben.

Zum anderen planen sie dann auch schon ganz konkret, was sie von den ausgearbeiteten und geplanten Projekten wann und wie umsetzen.

Ich mache es mal konkret.

Es ging um ein Seminar mit dem Thema „Kreativitätstechniken“, wo ich verschiedene Kreativitätsmethoden vorstelle und die Teilnehmer dann jeweils ein konkretes Thema mit solch einer Technik bearbeiten. Dabei führen sie es oft nur bis zur Phase der kreativen Ideenfindung durch – oder vielleicht noch die Bewertung und Auswahl. Aber die konkreten Schritte planen und vor allem umsetzen, das können die Teilnehmer erst anschließend in ihrem Arbeitsalltag machen.

Ihr Thema

Wie so eine Integration und Transferübung aussehen kann, hängt natürlich auch von Ihrem Thema ab. Wenn es auch um ganz konkrete Methoden und Techniken geht wie bei meinem Thema Kreativitätstechniken (z.B. Zeitmanagement, Seminarmethoden, Motivationstipps o.a.), dann können Sie die Übung unverändert übernehmen.

Bei Themen, wo es mehr um Verhaltensänderung geht, können Sie es dennoch sehr ähnlich machen. Ich bin sicher, das fällt Ihnen nicht schwer, das entsprechend umzuformulieren.

  1. Integration

Um den Teilnehmern noch einmal einen Überblick zu geben, was wir alles in den zwei Tagen gemacht haben, fasse ich auf einem Flipchart noch einmal alle Methoden zusammen.

In diesem Beispiel habe ich neben den Kreativitätstechniken auch die kleinen Energizer notiert, da die Teilnehmer teilweise auch selbst Workshops mit ihren Kollegen durchführen und auch an diesen Spielen und Aktivierungen interessiert waren.

Ob so ein Flipchart reicht oder sie noch mal auf einzelne Methoden eingehen, können Sie dann aktuell entscheiden.

Zumindest kann man hier den Teilnehmern auch noch die Möglichkeit geben nachzufragen, wenn sie sich nicht mehr an alles erinnern.

In unserem Fall hatten sie aber ja mit allen Methoden gearbeitet und sie zusätzlich ausführlich beschrieben im Teilnehmer-Ordner. Diesen sollten sie für die folgende Aufgabe ebenfalls hinzuziehen.

  1. Transfer vorbereiten – Aufgaben für die Teilnehmer

Was vorher gelaufen ist

Zu Beginn des Seminars haben die Teilnehmer 5-7 Themen gesammelt, die ohnehin demnächst bei der Arbeit anstehen und wozu sie kreative Ideen brauchen. Es können Probleme sein, aber auch konkrete Projekte, die anstehen, Eventplanungen, Marketingstrategien, Produktentwicklung, Verbesserung konkreter Arbeitssituationen usw.

Bei jeder Methode sollten sie eins ihrer Themen auswählen und damit berarbeiten.

Transfer-Aufgabe

  1. Verschaffe Sie sich einen Überblick: Welche Themen haben Sie mit welcher Methode bearbeitet?
  2. An welchen Themen muss/ will ich noch weiterarbeiten?

(Wir haben sie im Seminar ja nicht immer bis zur letzten Detailplanung bearbeitet)

  1. Wählen Sie davon 1 Thema aus und planen jetzt konkret die ersten Schritte:- Welche Phasen der Kreativitätstechnik muss ich noch anschließen?

   – Was sind die ersten Schritte zur Umsetzung

  1. Schreiben Sie auf (und sagen es anschließend in der Runde), in der Gegenwartsform und ohne Konjunktiv:

Ich mache..xy… dann (Datum) und mit (YZ).

Abschluss-Runde

Wenn alle Teilnehmer mit dieser Übung fertig sind, reicht in der Regel eine kleine Abschlussrunde, wo jeder einen Satz in der oben beschriebenen Weise sagt:

Beispiele:

„Ich nehme mir Montag meine Ausarbeitungen mit der Walt Disney Strategie vor und wähle die besten Ideen aus.“

„Ich stelle Dienstag in der Teamsitzung meine Ideen vor, die ich mit der Methode XY entwickelt habe und wo ich schon die 5 besten Ideen ausgewählt habe.“

usw.

 

 

Farben machen fröhlich

Schon länger habe ich nichts mehr in der Kategore „Farbe ins Leben bringen“ gepostet, dabei wollte ich das regelmäßig machen, ich habe auch genug schöne Beispiele.

Heute stelle ich also meine neue Lieblingsjacke vor! Tadaa!

Vor Jahren sah ich sie mal an einer Frau, die am Strand in Cirali vorbeiging und dachte: „WOW, ist die schön!“ Das heißt, ich dachte es nicht nur, sondern ich sprach sie einfach an und sagte ihr, dass ich die Jacke total schön finde.

Weiterlesen

Ich will nicht mehr auf Bahnhöfen warten und in Hotels schlafen

Dies ist ein weiterer Aspekt, der die Begeisterung für das nächste Training etwas dämpfen kann.

Ich gebe zu, an diesem Punkt bin ich nun in meinem 37. Trainerjahr angekommen. Das Herumreisen finde ich anstrengend und zeitraubend und in Hotels schlafen lockt mich überhaupt nicht. Ich schlafe lieber zu Hause in meinem Bett.
Von den Städten bekomme ich in der Regel nichts mit, ich habe wohl nur einmal (in Dresden) einige Tage angehängt, um mir die Stadt ansehen zu können und Freunde zu besuchen.

Welche Möglichkeiten gibt es nun, das Ganze trotzdem so angenehm wie möglich zu gestalten oder die Stresspunkte zumindest zu reduzieren?

Strategien, die es angenehmer machen können

Weiterlesen

Begierig auf Aufgaben

Das hätte ich mir in meiner Schulzeit niemals träumen lassen, dass ich mich auf Aufgaben freue und begierig darauf warte.

Ich habe mich kurzentschlossen zu einer weiteren Online-Fortbildung zum Thema Marketing angemeldet (die Fortsetzung meiner bisherigen), wo wir jeweils Montag eine neue Wochenaufgabe bekommen.
Nun bin ich verrückterweise diese und letzte Woche montags immer schon um 5:00 Uhr aufgewacht, obwohl ich sonst im Urlaubsmodus bin und hier in der Türkei sehr gut schlafe.

Da musste ich nun ungeduldig warten, bis um 8:00 Uhr endlich die E-Mail mit der Aufgabe kam, hier sogar bis 9:00 Uhr.

Was zeigt das?

Wenn ich an meine Schulzeit denke, habe ich mich nie über Aufgaben gefreut. Sie waren lästig, hielten mich vom Spielen ab. Vielleicht waren sie auch langweilig oder schwierig. Auf jeden Fall doofe Pflicht, soweit ich mich daran erinnern kann.

Und jetzt bin ich scharf drauf! Woran liegt das?
Ich hätte durchaus genug zu tun, auch im Rahmen dieser Fortbildung gibt es noch genug Stoff, den ich durchzuarbeiten habe und Dinge, die ich umsetzen will. Warum freue ich mich dann auf eine konkrete Aufgabe?

Weiterlesen