Das Feuer der Erstbegeisterung nutzen

Als Kind sind wir noch sehr spontan. Wir sind von etwas begeistert und legen sofort los, wenn wir denn gelassen werden. Später lernen wir dann Bedürfnisaufschub. Es ist unreif, etwas sofort haben oder tun zu wollen. Wir müssen uns gedulden!

Aber müssen wir das wirklich? Sind das nicht völlig bekloppte Regeln oder Glaubenssätze, die uns die Begeisterung nehmen und uns künstlich zurückhalten, bis auch jegliche Freude verschwunden ist?

Kindheitserinnerungen

Aus meiner Kindheit erinnere ich mich an so komische Regeln. Ich mochte den 4. Satz einer Dvorak-Sinfonie (Aus der neuen Welt), musste aber vorher erst alle 3 anderen Sätze mit meinem Vater anhören. Das geht nicht, dass man nur Teile einer Sinfonie rauspickt, das war so was wie Blasphemie!
Das scheint mir symptomatisch zu sein. Man muss erst eine Weile durchleiden oder sich anstrengen oder sich langweilen, auf jeden Fall in Geduld üben, bis man endlich belohnt wird.

Andere Beispiele: Ich habe mir irgendwann angewöhnt, die leckersten Bissen bis zum Ende aufzuheben. Und erst mal das zu essen, was ich nicht so mag. Was für ein Unsinn. Am Ende war das tolle dann kalt. Und ich vielleicht auch schon satt. (Und die Frage: „Wer hat etwas davon?“ stelle ich mir erst gar nicht J).

Oder ich kaufe ein neues Kleidungsstück „für gut“. (In meiner Kindheit gab es noch Sonntagskleider, die wir nur sonntags in der Kirche und zu Hause anziehen durften). Hänge es in den Schrank, denn es ist ja „zu gut“ für den normalen Alltag. Und da gammelte es dann oft genug herum, bis ich es gar nicht mehr so doll fand.

Wir leben JETZT

Man könnte endlose Beispiele bringen, ich bin sicher, Ihnen fallen auch etliche ein. Das krasseste ist eben, das Leben auf die Zeit nach der Rente zu verschieben. Dann… machen Sie eine Weltreise, ruhen sich mal aus, pflegen Ihr Lieblingshobby…

Vielleicht kommt es aber dann auch gar nicht mehr dazu. Sie haben nicht das nötige Geld, sind krank oder müssen jemanden anderen pflegen oder es reizt Sie jetzt gar nicht mehr oder… Selbst wenn Sie es dann wirklich machen, aus welchem Grund haben Sie es sich nicht schon vorher gegönnt? Mit 30 und 40 und 50 Jahren?

Doofe Glaubenssätze

Irgendwie bekommen wir so eine Regel eingetrichtert, die mit Verzicht und Aufschieben und Geduld zu tun hat.
Bevor du was Schönes machst, musst du erst einmal durch mühevolle Zeiten hindurch. DANN dürfen wir uns belohnen.

Warum darf ich nicht schon vorher schöne Dinge tun? Das, was mir Spaß macht, mich glücklich macht und mich erfüllt? Wer hat etwas davon, wenn ich leide oder verzichte, mich abrackere etc.
Es gibt da so Glaubenssätze: „Nur dann bin ich ein ‚wertvoller‘ Mensch, wenn ich mich anstrenge und abrackere“. Warum um Himmels willen?
Warum bin ich weniger wertvoll, wenn ich beispielsweise eine Arbeit tue, die mir Spaß macht und die mir leichtfällt? Wahrscheinlich bin ich dann sogar richtig gut und kann meine Teilnehmer oder Kunden viel besser inspirieren und ihnen helfen, als wenn ich mich sauer durch den Tag kämpfe.

Erstbegeisterung

Zurück zum Thema Erstbegeisterung. Ich lese über ein tolle Buch – und bestelle es spontan und fange sofort an zu lesen, wenn ich es bekomme. Und bin begeistert, es passt gerade so gut.

Ich stolpere über eine Fortbildung, wo es direkt in meinem inneren sirrt und summt. Auja!
Klar, hier muss ich dennoch erst mal schauen: Passt der Termin? Habe ich Zeit dafür? Stimmt der Preis für mich? Aber dann: Jippieh, hinein!

Ich habe für heute geplant, ein bestimmtes Seminar vorzubereiten und dann kommt mir plötzlich eine Idee für einen Blogbeitrag zugeflogen. Wenn es zeitlich möglich ist (also das zu planende Seminar nicht am nächsten Tag stattfindet) ist es bei mir immer sinnvoll, den Beitrag sofort zu schreiben. Denn dann fließt es erfahrungsgemäß, ich weiß, welcher Funke mich da gerade anflog und bin mitten drin und voll dabei. Das Schreiben macht so außerdem noch Spaß und ist nicht mühselig.

Wenn ich stattdessen nur die Idee, den Arbeitstitel aufschreibe und es Tage später wieder hervorhole, gelingt es mir selten, in so einem Flow zu schreiben. Oft erinnere ich mich gar nicht mehr, WAS ich da eigentlich genau im Sinn hatte. Aber vor allem ist das Feuer weg.

Das sind nun alles Situationen, wo ich selbst entscheide.
Mir sind aber oft eben auch Situationen begegnet, wo andere mich bremsen wollten. Bei Fortbildungen, wo etwas angekündigt wurde, ich direkt begeistert war und dann kam: „Das kommt aber erst später. Du musst noch warten!“ Kreisch! Da fühle ich mich wie ein kleines Kind behandelt, vor allem wenn es ohne nähere Erklärung und Begründung nur so gesagt wird.

Nutzen Sie das Feuer, das in Ihnen brennt

Wenn Sie also von einer Idee begeistert sind, von einem Projekt oder auch nur einer kleinen Sache, dann nutzen Sie diese Begeisterung und Freude. Gönnen Sie sich, sich auch bei der Arbeit im Flow zu fühlen, andere mitzureißen oder einfach nur Spaß zu haben.
Es gibt Ihrem Leben Würze und bringt Ihre Arbeit zum Funkeln, so dass auch alle anderen davon profitieren. Falls Sie Angst haben, dass das sonst zu egoistisch sei. Auch das ist ein blöder Glaubenssatz, den Sie getrost in den Müll schmeißen können.

Sie dürfen Spaß haben, an dem was Sie tun und Ihre Mitmenschen auch!

 

Oft liegt man völlig daneben – Interpretationen und Bewertungen

Kommunikation ist ja „eigentlich“ nicht mein Thema, zumindest kein Seminarthema von mir. Aber als Trainerin muss ich mich natürlich trotzdem mit dem Thema Kommunikation befassen.

Ich habe natürlich auch schon von gewaltfreier Kommunikation gehört und gelesen, von aktivem Zuhören und den vier Seiten einer Botschaft etc., aber das blieb bislang doch recht abstrakt. Bei diesem Thema hatte ich noch mehr als bei anderen Themen den Eindruck: Das reine Wissen hilft rein gar nichts.

Ich muss es ganz konkret im realen Leben üben, in kleinen Schritten und immer wieder. Wahrscheinlich ist es dabei hilfreich, sich nur einen kleinen Aspekt vorzunehmen und den dann einige Wochen lang zu üben. Im eigenen Tun und beim Beobachten.

Wir sehen etwas und interpretieren sofort

Ein Aspekt fiel mir neulich einfach wieder verstärkt ins Auge (und keine Ahnung, ob er in den oben genannten Theorien irgendwie vorkommt): wie schnell wir interpretieren und bewerten.

Wir sehen etwas oder erleben eine Situation und sofort bewerten wir diese unbewusst. Aufgrund vorheriger Erfahrungen und Erlebnisse.

Mit der Interpretation geht auch sofort eine Bewertung einher, die mit Gefühlen begleitet ist. Solange das angenehme Gefühle sind, ist es kaum ein Problem, bei negativen tut es uns selbst aber nicht gut.

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Besondere Ereignisse

Eine Methode zur Jahresrückschau

Das neue Jahr lädt ja dazu ein, neue Pläne zu fassen. Viele Menschen planen auch sehr bewusst ihr, doch für eine Rückschau nehmen sich die wenigsten Zeit. Was soll das bringen?

Normalerweise werden Zahlen und Fakten gesammelt und analysiert und das ist auch Bestandteil meiner Rückschau. Doch es gibt noch wesentlich mehr Punkte, die ich inzwischen hinzunehme und die dann ebenfalls bei der Planung hinzugenommen werden, um alle Lebensbereiche auf verschiedenen Ebenen zu erfassen.

Heute stelle ich einen Punkt daraus konkret vor.
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Ist Lampenfieber hilfreich oder hinderlich?

Neulich hatte ich noch mal ein öffentliches Webinar und merkte vorher, dass ich etwas aufgeregt war. Als ich das meiner Nachbarin am Fenster erzählte, meinte sie sofort: „Aufregung gehört dazu. Mir hat mal jemand gesagt, dass ein Seminar nur gut wird, wenn man vorher Lampenfieber hat.“

Ich merkte, dass mich diese Aussage richtig ärgerte. Irgendwas störte mich daran. Und so machte ich mir noch etwas Gedanken zu dem Thema, die ich hier mit Ihnen teile.

Was bedeutet das im Umkehrschluss?

Was mich daran störte, war wohl die Vermutung, dass das im Umkehrschluss bedeuten würde, dass ein Seminar schlecht wird, wenn ich entspannt und gut gelaunt dahinfahre und mich darauf freue.

Außerdem werden hier Gegensätze unterstellt, die so gar nicht stimmen.

Wenn ich kein Lampenfieber habe, dann bedeutet das ja nicht automatisch, dass ich ein Seminar gelangweilt und mit negativer Routine und ohne Herzblut abspule.

Es gibt ja mehr zwischen der einen Seite mit Aufregung und Lampenfieber und vollkommener Gleichgültigkeit. Es gibt ja auch eine freudige Aufregung 🙂 . Ich kann auch ohne Angst und Anspannung voll konzentriert und mit Interesse bei der Sache sein – oder sogar besser.

Und es kam auch gleich der Gedanke: Das ist wieder mal so ein pauschaler negativer Glaubenssatz, der vielleicht nicht gerade hilfreich ist.

Was stimmt denn nun?

Ich kenne natürlich die Geschichten von Schauspielern und Musikern, die unter Lampenfieber leiden und wo es tatsächlich dann wohl dazu gehört. Doch sie leiden, und andere, die nicht darunter leiden, sind sicher trotzdem gute Schauspieler oder Musiker.

Außerdem ticken wir Menschen nun einmal unterschiedlich. Ich kenne Menschen, die nur unter Druck arbeiten können, die immer bis zum letzten Drücker warten und erst kurz vor der Deadline loslegen. Das könnte ich überhaupt nicht. Ich arbeite viel besser, wenn ich langfristig, entspannt und kontinuierlich an einer Sache (wie beispielsweise ein Buch schreiben) arbeiten kann.
Trotzdem schaffe ich es auch, wenn es dann mal eng wird und ich unter Stress gerate.

Wenn bei mir die Anspannung aber zu groß ist, dann bin ich nicht mehr gut. Dann habe ich das klassische Prüfungs-Blackout, wo ich mich an nichts mehr erinnere und schon gar nicht gut bin, im Moment achtsam wahrzunehmen, was in einem Seminar geschieht, was die Teilnehmer brauchen und flexibel zu reagieren. Unter Stress kleben wir eher an Routine und Gewohntem und sind eher starr als geistig beweglich.

Daher weiß ich von mir, dass ich besser bin, wenn ich entspannt bin. Trotzdem sind auch Seminare gut oder sehr gut gelungen, wenn ich vorher Schiss hatte, weil es eine neue Zielgruppe oder sonst was Besonderes war. Aber es ist nicht dieser einseitige kausale Zusammenhang, den die Äußerung oben suggeriert. Im Gegenteil, ich war dann trotz der Anspannung gut. Besser geht es mir ohne!


Welche Glaubenssätze liegen dahinter?

Wenn ich das weiterdenke, tauchen solche Glaubenssätze auf, dass Arbeit eben immer hart sein muss, damit sie den Namen „Arbeit“ verdient, damit ich damit gutes Geld verdienen kann und was es da sonst noch so gibt.

Arbeit darf leicht sein und Spaß machen

Dabei ist es mein Bestreben, immer mehr die Arbeit zu tun, die ich gerne mache und die ich gut kann. Bei der ich mich kompetent und zu Hause fühle. Für die mein Herz brennt und die mir wirklich Spaß macht. Das geht nämlich Hand in Hand.

Es gibt jede Menge Marketing- Seminare, in denen Teilnehmer lernen, ihre Wunschkunden zu identifizieren und ein Marketing zu betreiben, dass genau diese Wunschkunden anzieht. Nämlich Menschen, die genau das suchen, was ich biete, die genau mit so einem Menschen zusammenarbeiten wollen, wie ich es bin. Denn dann haben beide Seiten Freude daran und profitieren am meisten davon. Und dann gibt es kein Lampenfieber, sondern höchstens freudige Aufregung: „Ah, endlich geht es los!“

Konkrete Beispiele

2 Beispiele fallen mir da sofort ein.

Ich habe in den letzten Jahren ja auch Seminare und Coachings in der Türkei gemacht. Ich erinnere mich an 2 Coachings, jeweils 6 Tage mit einer Teilnehmerin. Es fand im Paradies statt, Lebens- und Berufsplanung mit Kreativitätstechniken in der Natur. Alles ist perfekt. Die Umgebung, die Natur, das kleine Hotel direkt am Meer. Wir haben uns sofort sehr gut verstanden und wir sind bis heute befreundet und in Kontakt. Es waren die besten Seminare und Coachings, die ich je gemacht habe. Ich konnte den ganzen Tag draußen sein, in einer wunderschönen Natur arbeiten und wandern, mit supernetten Menschen zusammen. Ich war absolut nicht aufgeregt oder nervös, sondern habe es nur genossen.

Und nicht nur, dass es uns gut gefallen hat. Die Ergebnisse waren für die Teilnehmerinnen überwältigend. Sie haben inzwischen alles erreicht, was sie damals geplant und visioniert haben- und noch mehr. Beruflich und privat gab es einschneidende positive Veränderungen.

Damit nun aber kein Missverständnis entsteht: ich habe durchaus dabei gearbeitet. Und zwar viel und intensiv. Wir haben oft 8 Stunden gearbeitet, aber eben unter Bedingungen, die uns das nicht als negative Anstrengung erleben ließen, sondern wie einen intensiven Flow.

Und wenn ich dann doch Lampenfieber habe?

Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Satz dennoch hilfreich sein kann für Menschen, die eben immer unter Lampenfieber leiden. Dass sie sich damit sagen können: „Ok, es gehört dazu und dann wird es gerade gut!“ Die auch auf die entsprechenden Erfahrungen zurückblicken können, wo es eben immer gut geklappt hat. Trotzdem denke ich, das Seminar ist nicht deswegen, sondern trotzdem gut.

Matha Argerich

Ich habe einmal einen Dokumentarfilm über meine Lieblingspianistin Martha Argerich gesehen. Und habe regelrecht mit ihr gelitten, als da zu sehen war, dass sie trotz Weltkarriere immer und immer noch irrsinniges Lampenfieber hat, sich vor jedem Konzert richtig krank fühlt und weggehen will und ihr Manager mit Engelszungen auf sie einredet, dass das doch immer so ist und sie es wie immer grandios meistern wird. Da konnte man wirklich erleben, wie schrecklich das für denjenigen ist – und was das jedes Mal für ein Kraftakt ist, trotz zitternder Angst, Schweißausbrüchen und Übelkeit auf die Bühne zu gehen und sich an den Flügel zu setzen.

Das wünsche ich niemandem! Und daher – weg mit diesem Glaubenssatz. Sorgen Sie dafür, dass Sie in einer entspannten Verfassung ins Seminar gehen. Ich sage mir inzwischen sogar, dass meine Verfassung wichtiger ist als die tollsten Methoden oder Materialien, die ich mitschleppe. Denn in entspannter Verfassung bin ich kreativ genug, auch mit unvorhergesehenen Widrigkeiten umzugehen. Unter Stress nicht.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Welche Erfahrungen haben Sie mit Aufregung und Lampenfieber? Was sind Ihre Strategien?

Mini-Handlung

Neue positive Gewohnheiten entwickeln, ist nicht immer so ganz einfach.

Dazu möchte ich diese simple, aber äußerst wirkungsvolle Methode noch einmal hervorkramen, weil sie nicht nur zu Neujahrsvorsätzen passt, sondern immer und überall ausgesprochen hilfreich ist. Vor allem, wenn wir uns neue positive Gewohnheiten antrainieren wollen.

Die Mini-Handlung

Bei Mini-Handlungen nehmen wir uns nicht die ganze Handlung vor (z. B. den Keller aufräumen), sondern nur einen lächerlich winzigen Ausschnitt (z. B. zwei leere Flaschen raustragen).

Die amerikanische Autorin Mary LoVerde erklärt in ihrem Buch: „Wege aus der Stressfalle“ den Erfolg so:

„In uns schlummert ein Schweinehund, der aufpasst, dass wir nichts tun, wozu wir keine Lust haben und was wir anstrengend finden. Wenn wir sagen: “Ich gehe heute 20 Minuten spazieren“ und wir mögen das nicht, dann wacht er auf und fängt an zu bellen. „Nein, das mag ich nicht. Das ist zu anstrengend. Dazu habe ich keine Zeit. Es regnet.“ Wenn wir ihm lange genug Gelegenheit geben, fangen wir erst gar nicht an – und er kann sich wieder zufrieden seinem wachsamen Halbschlummer hingeben – bis zur nächsten Gelegenheit.“

Bei Mini-Handlungen geht es darum, sich an dem Schweinhund vorbei zu schleichen, ohne dass er aufwacht. Das Erfolgsgeheimnis besteht darin, dass die Mini-Handlung so klein ist, dass er es gar nicht merkt. Und dass wir auf keinen Fall scheitern können, weil sie eben so lächerlich klein ist.

Wenn die Handlung ganz klein und scheinbar unnütz ist, erzeugt sie keine Widerstände.

Einige Beispiele:

* Sie wollen regelmäßig joggen gehen. Mini-Handlung: Sie ziehen eine Woche lang jeden Tag nur die Joggingschuhe an.
* Ich möchte jeden Morgen Yoga machen. Meine Mini-Handlung bestand darin, mich nur im Wohnzimmer auf die Decke zu legen.
* Ich will pünktlich Mittagspause machen. Mini-Handlung: Vom PC aufstehen und aus dem Büro in den Flur gehen.

Mehr nicht! Sie können dann die Woche drauf den nächsten Schritt tun usw.
Doch oft ist es eben so, dass es dann automatisch weitergeht. Wenn ich einmal auf der Yogamatte liege, fängt mein Körper von selbst an, die Übungen zu machen. Denn ich mache es ja gerne und es tut mir gut. Ich gönne mir nur oft nicht die Zeit, will gleich an den Schreibtisch stürzen. Das habe ich nun unterbunden :-).

  • Wählen Sie eine echte Mini-Handlung aus. Achten Sie darauf, dass Sie sich nicht von falschem Ehrgeiz leiten lassen und die Handlung zu groß wählen. Der Erfolg besteht in der Mini – Handlung selbst!

Ganz wichtig: Treffen Sie eine Vereinbarung mit sich, dass Sie nicht unzufrieden sind oder gar mit sich schimpfen, wenn Sie wirklich nur die Mini-Handlung erfüllen. Damit verdirbt man alles! Im Gegenteil: Seien Sie stolz, dass Sie das getan haben, wozu Sie sich verpflichtet haben und loben sie sich. Dennoch kann es passieren, dass Sie irgendwann größere Schritte tun, aber das entwickelt sich dann von selber, ohne Druck.

Wenn der erste Schritt getan ist …

 Sie werden sehen, dass der erste Schritt zum zweiten führt und zum dritten … Das Schöne: Wenn wir erst einmal begonnen haben, geht es oft viel leichter und weiter, als wir es uns vorgestellt haben!

Und selbst wenn es nicht perfekt ist oder wir Fehler machen, so sind wir doch schon ein Stück weitergekommen, als wenn wir gar nichts gemacht hätten.

Nun wünsche ich Ihnen viel Freude und verblüffende Erfahrungen mit der Mini-Handlung.

Womit fangen Sie an?

 

 

Kreativitätsblockaden im Team verhindern mit Killerphrasen-Fresser-Spielen

Gerade habe ich zwei Seminare zum Thema Kreativitätstechniken hinter mir („einarmig!“) und dort ist ein immer wiederkehrendes Thema, wie man Killerphrasen beim Brainstorming und auf Kreativ-Meetings verhindern kann.

Ein Mitarbeiter sagt eine Idee, sofort meint ein anderer: „Das geht nicht. Das ist zu teuer (zu schwierig, zu aufwendig…)“ oder ähnliches. Dabei ist es während der Brainstorming-Phase wichtig, dass ALLE Ideen kommentarlos notiert werden und an dieser Stelle noch keinerlei Bewertung stattfindet und schon gar keine Abwertung.

Solche Kommentare sind nicht immer böse gemeint, sondern entweichen oft unüberlegt und automatisch dem Mund des Sprechers. Sie sind aber extrem hinderlich. Sie führen nämlich dazu, dass der nächste drei Mal überlegt, ob er seine Idee sagen soll – und im Zweifelsfall sagt er sie dann lieber nicht, damit er nicht auch lächerlich gemacht wird.
Doch beim Brainstorming sollte eben nicht dreimal vorher überlegt und abgewogen werden, ist die Idee nun gut oder nicht, sondern ungefiltert und ungebremst ALLE Ideen genannt und notiert werden, und seien sie noch so schräg und scheinbar verrückt und unrealistisch. Denn diese können andere zu neuen Ideen bringen, zu denen sie sonst nicht gekommen wären.

Abgesehen davon, dass scheinbar verrückte Ideen manchmal auch genial sind oder sich später als gut erweisen. (Sonst würden wir heute noch nicht fliegen, hätten kein Telefon und keinen PC!!).

Bewusstheit trainieren

Was können Sie nun tun, um in Meetings solche Killerphrasen zu vermeiden?

Der erste Schritt ist, dass sich alle Mitarbeiter klar sind, dass Killerphrasen nicht hilfreich sind und sich gemeinsam einigen, da ein wenig Bewusstheit und Achtsamkeit zu trainieren. Denn das ist der erste Schritt, es überhaupt zu merken.

Dazu können Sie ein ähnlich nettes Plakat an die Wand hängen mit Beispielen oder vorher mit den Mitarbeitern selbst solche Killerphrasen sammeln. Das macht bestimmt Laune und erhöht auch die Sensibilität.

Um sich den Gebrauch von Killerphrasen bewusst zu machen und deren Einsatz zu verhindern, habe ich mir einige Spiele ausgedacht.

Vielleicht finden Sie manche etwas extrem, aber dadurch kommen Sie vielleicht auf eigene andere Ideen. Und Humor ist allemal hilfreicher beim Angewöhnen neuer Verhaltensweisen als der erhobene Zeigefinger.

Hier finden Sie 11 Killerphrasenfresser-Spiele.

Und hier noch ein Beitrag: Killerphrasen bei Meetings vermeiden.

Not macht erfinderisch – Kreativitätstipps mit links

In der Literatur über Kreativitätstechniken findet man immer wieder den Tipp, Dinge einmal anders zu machen als gewöhnlich. Beispielsweise mal mit links die Zähne zu putzen statt mit rechts.
Diese Grundidee habe ich ja vor Jahren mit meinem Mut-Muskel-Training aufgegriffen, wo es darum ging, 30 Tage lang jeden Tag so etwas Ungewohntes oder Neues zu tun.

Durch meine gebrochene rechte Schulter bin ich nun über Wochen gezwungen, ständig Dinge auf ungewohnte Art und vor allem nur mit links zu machen. Ich tröste mich damit, dass das ein gutes Gehirntraining ist und eben auch meine Kreativität noch mehr fördert 😀 . Und versuche das Ganze eben auch mit Humor zu nehmen.

Dabei ist mir eine Menge aufgefallen. Es gibt Dinge, die sind mit links (und mit nur einer Hand) ungewohnt und schwerfällig, aber möglich. Es gibt Dinge, die gehen überhaupt nicht mit nur einer Hand und andere, die gehen fast genauso gut.
Aus irgendeinem Grund habe ich dann angefangen, entsprechende Listen anzulegen – warum auch immer. Darauf komme ich später zurück.

Beispiele für kreative Lösungen

Auch wenn Sie erfreulicherweise beide Hände nutzen können, können Sie diese Anregungen vielleicht doch inspirieren. Ich hatte zur eigenen Aufmunterung und Erheiterung anderer begonnen, bei Facebook so einige Beispiele zu posten, wie ich Alltagsdinge „mit links“ erledige. (Diese schöne Doppeldeutigkeit :-).

Sie können einfach für Sie als Beispiel dienen. Wie es auch in schwierigen Situationen oft Möglichkeiten gibt. Bei Schwierigkeiten nicht zu schnell aufzugeben. Das Ganze spielerisch und kreativ anzugehen. Damit verlieren die Probleme an Gewicht – und Sie finden eine hilfreiche Lösung.

Ansonsten können Sie es auch als reine Unterhaltung lesen und anschauen.

Und mein 1. Video bewundern.

Kreativ-Tipp Nr. 8 – Äpfel zerkleinern mit links

Die lauten Geräusche im Hintergrund kommen wohl vom Wasserkocher, der direkt daneben steht. Darauf hatte ich bei der Aufregung nicht geachtet.

Kreativ-Tipp Nr. 7 – nur mit links – Einsatz eines Neti Nasenkännchens

Da sich nun auch noch ein Schnupfen anschleicht, kommt mein Neti Nasenkännchen zum Einsatz. Denn wenn ich das direkt am Anfang zweimal täglich einsetze, kann ich den Schnupfen meistens wieder stoppen.

Nun erhob sich die Frage , ob und wie das nur mit dem linken Hand geht. Das Nasenkännchen mit der linken Hand in das linke Nasenloch stecken und den Kopf nach rechts hängen lassen, damit das Salzwasser aus dem rechten Nasenloch wieder herausläuft, ist natürlich einfach.

Doch geht es auch auf der anderen Seite?

Dazu nehme ich das Nasenkännchen in die linke Hand, drehe die Öffnung aber nach links, kreuze den linken Arm vor dem Oberkörper, so dass ich die Tülle des Kännchens in das rechte Nasenloch stecken kann. Dabei muss ich den linken Ellbogen und linken Oberarm auf dem Waschbecken abstützen und den Kopf nach links neigen. Es ist also eine ziemlich verdrehte Haltung, aber es funktioniert.

Das ist übrigens eine uralte Yoga Reinigungs Übung und sie ist sehr wirkungsvoll. Selbst mein Vater hat es jahrelang genutzt, für seine verstopften Nebenhöhlen, obwohl er sonst mit Yoga nichts am Hut hatte.

Er reimte sogar begeistert:
noch besser als ein Raclette Pfännchen,
ist das Yoga Nasenkännchen. 😀

Kreativ Tipp Nummer 6 – Humor

Bekanntermaßen ist Humor immer hilfreich. Gestern bekam ich diese süße Karte von meiner Freundin Christiane, die früher immer solche Kritzel Zeichnungen per Fax schickte. Vor allen Dingen, wenn irgendjemand ein Problem hatte oder es uns schlecht ging.

So zaubert auch diese Karte wieder ein Grinsen in mein Gesicht. Herrlich.

Also der Kreativ Tipp ist, mit Humor einzelne absurde Situationen aus dem schwierigen Alltag von zeitweise Behinderten herauszufiltern und auf witzige Weise darzustellen, zu zeichnen oder zu schreiben. Das hilft einfach Distanz zu bekommen und eben auch gute Laune.

Kreativ-Tipp Nr. 5 – Haare Hochbinden mit einer Hand

Ja dazu habe ich jetzt nicht wirklich einen kreativen Tipp, auch wenn ich vorher schon mal eine Variante (Tipp Nr. 2) geschildert habe, die ist aber nur tauglich für zu Hause.

Da ich entschlossen bin ab Mitte November wieder Präsenzseminare zu geben, musste ich eine andere Lösung finden. Diese kam mir dann nachts im Bett.
Dass ich nämlich wohl leider meine Haare wieder etwas abschneiden muss, so Kinnlänge. Dann kann ich sie selber waschen, föhnen und kämmen und muss keine Seminar -Teilnehmerin bitten, mir morgens die Haare hoch zu stecken. Das wäre vielleicht doch eine kleine Überforderung.

Kreativ-Tipp Nr. 4 – Tee zubereiten nur mit der linken Hand

Den Tee nur mit der linken Hand zubereiten, ist gar nicht so schwierig. Ich mache mir jeden Morgen eine Kanne Earl Grey. Dazu gebe ich die Teeblätter in einen Topf, lasse das Wasser kochen in einem Wasserkocher, das geht auch ganz einfach. Das Wasser in den Topf mit dem Tee gießen, das mache ich schon seit meinem letzten Armbruch vor 20 Jahren mit links, das ist so geblieben. Nach 3 Minuten das Teewasser durch ein Sieb in die Thermoskanne kippen, geht auch wunderbar mit links.

Das einzige was schwierig ist, die Teeblätter aus dem Topf in ein Sieb schütten, damit ich sie in die Kompost Kiste klopfen kann. Dazu kam ich auf die Idee, das kleine Sieb auf ein Schälchen zu legen und da dann das Wasser mit den Teeblättern hinein zu gießen. Das geht da nicht mit einem Schwung, zwischendurch muss ich das Schälchen immer wieder auskippen, aber es ist auf jeden Fall eine Lösung.

Kreativ Tipp Nr. 3 – Wie schütte ich die Bohnen ab mit nur einem Arm?

Ich stelle ein Sieb in die Spüle, ziehe mit der linken Hand den Topf voll heißem Wasser und Bohnen über den Herd, über die Arbeitsplatte bis an die Spüle. Nehme eine Schöpfkelle mit Löchern, und schöpfe so die Bohnen nach und nach in das Sieb. Dann kippe ich mit der linken Hand den Rest aus dem Topf in das Sieb. Etwas Schwung hilft immer.

Ich habe drei Portionen gekocht, so kann ich das die nächsten zwei Tage aufwärmen.

Bei den Vorarbeiten hat mir meine Haushaltshilfe geholfen, die Bohnen schnippeln und mit Wasser aufsetzen. Die Kartoffeln waschen, halbieren und auf das Backblech legen. Den Rest konnte ich dann später selber machen.

Kreativ Tipp Nummer 2

Wie binde ich mir mit einer Hand die Haare hoch?

Mit der linken Hand die Haare zusammen zwirbeln, dann den Kopf gegen den Spiegelschrank drücken und damit die Haare einklemmen und dann mit der linken Hand die Haarklammer reinwürgen. Sieht nicht toll aus, aber die Haare sind aus dem Gesicht. 😁

Kreativ Tipp Nummer 1 – Bademantel oder Jacke anziehen mit links

Den Bademantel an die Garderobe hängen, mit dem linken Arm in den linken Bademantel-Ärmel schlüpfen, den Bademantel von der Garderobe herunternehmen und mit Schwung den Rest um die rechte Schulter schmeißen. Vorne mit dem Gürtel zubinden, geht mit nur einer Hand nicht so gut, nur sehr locker, aber immerhin.

Blogpause wegen Schulterbruch

Leider muss ich hier eine Weile pausieren, da ich mir die rechte Schulter gebrochen habe.

Nicht nur, dass mit Links tippen sehr mühselig ist und sich mein Rücken dabei noch mehr verkrampft, war ich erst einmal tagelang mit Organisieren und Verschieben und Regeln beschäftigt. Damit wenigstens der Alltag irgendwie zu bewältigen ist – was mit nur links nicht so einfach ist.

Aber ich werde auch da immer kreativer :-).

Ich hoffe, dass ich „Griseldis“ (so nenne ich meinen Gilchrist-Verband) Ende November abnehmen darf und dann mithilfe von Physiotherapie meinen Arm wieder so in Schwung bringe, dass ich hier fröhlich weiterbloggen kann.

Danke für Ihr Verständnis.

Kon-ZEN-tration

Frisch aus dem Urlaub zurück und bis zur Kinn-Unterkante in Arbeit versinkend, möchte ich Sie heute einmal einladen, eine kleine Technik auszuprobieren, die Sie zwischendurch zur Konzentration und gleichzeitig zur Entspannung machen können.

Ich habe ja diesmal tatsächlich richtigen Urlaub gemacht, ohne Laptop und ohne Online-Seminare, an keinem Buch geschrieben, nichts.

Nur Urlaub gemacht, 2 Fachbücher durchgearbeitet und 12 Krimis gelesen, Yoga bei Sonnenaufgang gemacht, am Strand gelegen und durch die Natur gewandert. Und in dem warmen Meer geplantscht, obwohl ich ja gar nicht so der Wassermensch bin. Aber wenn es im Herbst so schön warm ist, dann paddele ich da auch gerne rum.

Ja, und diesmal habe ich auch wieder Steine bemalt. Und da kam mir die Idee, ich zeige Ihnen mal, wie ich vor vielen Jahren in einem buddhistischen Zentrum in einem Mandalkurs gelernt habe, selbst Mandalaformen zu entwickeln und dann auszumalen.

Denn einfach fertige Mandalas ausmalen, mag zwar auch eine entspannende Wirkung haben, ich finde es aber viel schöner, auch die Formen selbst zu entwickeln, auch ganz absichtlos, ohne Plan, es einfach entstehen lassen.

Mandalas selbst erstellen

Ich zeige es Ihnen anhand eines Steins, Sie können das gleiche aber auch auf Papier machen, mit Zirkel und Lineal.

Dazu zeige ich dann am Ende auch ein paar Bilder aus früheren Zeiten. Als ich mal einen ziemlichen Horrorurlaub erlebte, habe ich mich mit diesen Mandalas über Wasser gehalten.

  1. Kreise malen

 

2. Querstriche ziehen

3. Dreiecke einzeichnen oder die Eckpunkte und Linien auf andere Weise miteinander verbinden, so dass es bei jedem Mandala anders aussieht.

4. Bunt ausmalen

         

Ich denke, das reicht als Anregung. Hier noch ein paar Mandalas auf Papier, damit Sie sehen, wie unterschiedlich die Formen werden können.

Vielleicht bekommen Sie ja auch Lust, an einem regnerischen Sonntagnachmittag oder mitten in der Arbeit, wenn Sie nicht mehr klar denken können, so ein Mandala zu gestalten. Und nicht nur das Herstellen und Malen entspannt, sondern das Betrachten dieser Bilder ebenso. Sie können es sich an die Wand hängen oder auf den Schreibtisch stellen, vielleicht auch als Anker, dass Sie sich immer aufs Wesentliche kon-ZEN-trieren wollen :-).

Zeichnen in allen Lebenslagen

Bis vor einigen Jahren habe ich viel gemalt, bis ich das aus Zeitgründen leider wieder habe ruhen lassen. Bücher schreiben und Seminare geben und Online-Akademie aufbauen UND malen- das war selbst für mich zu viel.

Aber zumindest hatte ich die Idee, dass ich ganz gut malen könnte. Doch ich war immer der Überzeugung: Zeichnen kann ich nicht! Also so mit Stift und Linien. Und deshalb machte es mir auch keinen Spaß.

Gleichzeitig hat es ja was!
Man kann schnell eine Skizze ins Tagebuch zeichnen (ja, ich schreibe auch öfter noch Tagebuch), ich kann auf Flipcharts was zeichnen, neuerdings auch auf die Folien für die Online-Seminare usw. Es kann auch reine Entspannung sein oder eine fast meditative Tätigkeit.

Und immer wieder bin ich dann doch auch auf Anregungen und Formen gestoßen, die mich ermutigt haben – und sogar Spaß machten. Da ich aktuell wieder zwei solcher Impulse bekam, habe ich alle noch einmal gesammelt und möchte sie mit Ihnen teilen.

Eins haben fast alle gemeinsam: man muss sein Gehirn austricksen. Und einige Glaubenssätze über Bord werfen. (Solche wie „Ich kann nicht zeichnen!“)
Dafür dann neue Sichtweisen lernen und verstehen, beispielsweise, dass es viel mehr ums genaue Hinschauen geht als um die Technik.

Hier nun Anregungen und Hilfen, wenn Sie es doch auch einmal probieren wollen.

Garantiert zeichnen lernen

Ich erinnere mich an meine erste Erfahrung vor sehr vielen Jahren mit dem Buch von Betty Edwards: Garantiert zeichnen lernen.
Das neue Garantiert zeichnen lernen: Die Befreiung unserer schöpferischen Gestaltungskräfte

Dort gab es unter anderem eine Übung, wo man eine Zeichnung kopieren sollte, die aber auf dem Kopf stand. (Es war eine Zeichnung von Picasso, der Strawinsky gezeichnet hatte). Das hat den Effekt, dass das Gehirn nicht denkt: nun zeichne ich eine Hand (und eine Hand zeichnen kann ich nicht!), sondern nur einfach schaut, wie verlaufen die Linien, wie groß sind die Abstände etc. Also nur auf Formen und Linien achtet, ohne dabei zu „denken“. Diese Übung hilft vom linkshirnigen Modus auf den rechten umzuschalten.

Ich war verblüfft, wie gut mir das Ergebnis gefiel.

Genialisch zeichnen lernen

Und gerade jetzt beim Schreiben fällt mir ein: Ich habe ja auch mal einen tollen Zeichenkurs gemacht. Und wie ich gerade recherchiert habe, gibt es den immer noch. Nämlich bei Jan Müller: Genialisch zeichnen lernen.

Dort gab es u.a. auch eine schöne kreative Anwärmübung, wie man aus einem Wort ohne den Stift abzusetzen eine Linie weiter zeichnet. Hier sind noch ein paar Beispiele von mir, die auch noch immer auf Jans Webseite zu sehen sind. Da sehen Sie gleichzeitig meine liebsten Reiseziele der letzten Jahrzehnte.

 

Flipcharts zeichnen

Und wenn Sie viele Anregungen suchen, wie Sie Ihre Flipcharts aufpeppen können und mit kleinen Zeichnungen zu Ihrem Thema visualisieren möchten, dann kann ich Ihnen nur die Online-Kurse von Sandra Dirks empfehlen.

Schauen Sie sich auf Ihrer Webseite um, es gibt einen Mini-Flipchartkurs und auch einen ausführlicheren, den ich vor Jahren begeistert mitgemacht habe.

Hier einige meiner Ergebnisse

 

 

 

 

 

 

 

 

Kreativitäts-Challenge

Aktuell nehme ich an einer 14 Tage Kreativitätschallenge mit Marina Buening teil. Und bin so was von begeistert. Weil zumindest die bisherigen Übungen auch all meine negativen Glaubenssätze „Ich kann nicht zeichnen“ genial umschiffen.

Denn als erstes haben wir blind einen organischen Gegenstand abgezeichnet und da fiel mir ein, dass ich damit schon früher einmal eine tolle Erfahrung gemacht habe. Da haben wir komplett ein Dorf abgezeichnet, das man entfernt auf einem Hügel sah, ohne auch nur einmal aufs Blatt zu schauen.
Das habe ich dann später noch öfter gemacht und das dann anschließend mit Aquarellfarben koloriert. Mir gefielen diese Bilder tatsächlich gut, es war einfach viel lockerer.

Hier eins dieser früheren Bilder… (also nicht aus der Challenge, aber eben auch eine Blind-Zeichnung)

 

Diese Nacht noch habe ich die letzte Übung gemacht. Willkürlich verteilte Punkte verbinden zu Linien und diese mit Mustern ausfüllen.  Das zum ersten Mal mit Farbstiften.  Ich wollte gar nicht mehr aufhören.

Comics zeichnen

Schon in einem früheren Blog-Beitrag habe ich den Comic von Sabine Dinkel erwähnt, die ihre Krebserkrankung  auf diese Art verarbeitet und dokumentiert. Gestern las ich, dass sie ihn nun sogar umsonst auf ihrer Webseite zum Download anbietet – und habe mich festgelesen. Alleine die Vernunft zwang mich dann doch, irgendwann aufzuhören und endlich schlafen zu gehen.

Da ich gerade auch eine heftige Nachricht zu verarbeiten hatte (zum Glück geht es nicht um meine Gesundheit) versuchte ich spontan für mich auch eine erste „Comic-Zeichnung“. Und merkte einfach: man bekommt dadurch ein wenig Abstand. Gleichzeitig wird es greifbarer, denn man sieht es ja schwarz auf weiß vor sich. Wenn auch schlicht und naiv.

Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht und ich habe spontan entschlossen, ich werde das einfach „heimlich“ weitermachen. Nicht nur meine Gedanken ins Tagebuch schreiben, sondern einfach kleine Zeichnungen dazu, die dem Ganzen noch mal eine andere Wendung geben und mir vielleicht auch bei Problemen etwas Leichtigkeit geben.

Kurz und gut: Ich merke, dass ich wohl doch immer wieder mal Ausflüge in das Zeichnen gewagt habe, die mir allesamt Spaß gemacht haben. Und wenn Sie einfach den Anspruch beiseite schieben, dass das irgendwas mit Kunst zu tun haben sollte, dann kann es Ihnen Spaß bringen, Ihren Teilnehmern helfen oder Ihnen selbst eine Hilfe aus Krisen sein.

Also, nehmen Sie einen Stift in die Hand und zeichnen Sie!