Aus der Vergangenheit lernen

Im letzten Beitrag habe ich u.a. ein Brainstorming angeregt, wie Sie mit unvorhergesehenen Schwierigkeiten und Hindernissen trotz Stress einen klaren Kopf behalten (oder wiederherstellen können) und kreative Lösungen finden.

Heute zeige ich Ihneneine weitere, sehr effektive Methode: Aus der Vergangenheit lernen.

Sie können dabei schauen, wie Sie solche Hindernisse in der Vergangenheit überwunden haben.
Wenn Sie das mit mehreren Beispielen machen, können Sie vielleicht eine Grundstruktur herausfinden.

  1. Welche Katastrophen, Hindernisse und Stolpersteine habe ich erlebt?

    Tragen Sie verschiedene Situationen zusammen, die Sie als sehr schwierig erlebt haben. Wo Ihr PC abstürzte, obwohl Sie drei Stunden später mit einem Online-Seminar starten wollten oder wichtige Daten offensichtlich verloren waren. Wo die Internetverbindung weg war, das Telefon nicht funktionierte, das Auto versagte eine Stunde, bevor Sie zum Seminar losfahren mussten. Das wichtige Kabel für Ihre Power Point Präsentation fehlte. Was auch immer Sie an kleinen und großen Horrorerlebnissen schon hatten, die Sie in Panik und Schrecken versetzt hatten.

Sammeln Sie ca. 5 solche vergangenen Ereignisse.

Wählen Sie nun eine der Situationen aus, die Sie unter 1 gesammelt haben und gehen alle Punkte durch und machen Sie sich dazu schriftliche Notizen.

Analyse-Raster

  1. Worin bestand das Problem?
  2. Wie habe ich mich gefühlt? Was war meine erste (auch innere) Reaktion?
  3. Was habe ich dazu getan, um eine Lösung zu finden?

– Wie habe ich mich in einen anderen mentalen und psychischen Zustand gebracht?
– Wie bin ich an eine Lösung herangegegangen?

  1. Was und wer hat mir bei einer Lösung geholfen?

– Andere Menschen
–  Umstände, Situationen
–  eigene Fähigkeiten, Stärken und Ressourcen

Machen Sie dann eine Tabelle oder ein Mind Map, je nachdem, was Ihnen mehr liegt mit den Punkten 2-5.

 

Und gehen Sie nun Schritt für Schritt durch und erinnern sich, was Sie konkret gemacht haben und was Ihnen bei der Lösung des Problems geholfen hat.

Dann nehmen Sie eine zweite Situation und durchlaufen alle Punkte und schließlich noch eine dritte oder vierte.

Hilfreiche Muster und Strukturen erkennen

Das kann nämlich dazu führen, dass Sie bestimmte Grundmuster und Strukturen erkennen können. Dass bestimmte Komponenten jedes Mal auftauchen, die Ihnen bei der Lösunge des Problems geholfen haben.

Das kann Ihnen dann beim nächsten Mal sehr helfen, auf diese Erkenntnis zurückzugreifen und direkt die Strategien einzusetzen, die sich schon bewährt haben.

Beispielsweise haben Sie vielleicht festgestellt, dass es jedes Mal hilfreich war, wenn Sie trotz Panik nicht hektisch reagiert haben, sondern sich 5-10 Minuten Zeit genommen haben, erst mal wieder runter zu kommen.

Eine Kaffeepause eingelegt haben, vielleicht sogar einen Spaziergang oder eine Yoga-Übung gemacht haben.

Oder Sie stellen fest, dass ein Telefonat mit einer Freundin oder Kollegin Sie aus dem Panik-Gefühl befreit hat oder dass Humor die allerbeste Strategie dazu war. Dazu schreibe ich dann nächste Woche noch einen Beitrag.

 

 


Kommentare

Aus der Vergangenheit lernen — 2 Kommentare

  1. Ja, das ist sehr hilfreich, eine gute Strategie für den Problemnebel zu haben. Manchmal denke ich:“ Mir fällt gleich etwas Passendes ein ….!“ – und sehr oft ist das auch der nächste Schritt heraus aus dem Problem. DAnke für die schöne Vorlage

  2. Pingback: Humor - als Hilfe zur kreativen Ideenfindung und Problemlösung - Zamyat-Seminare

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